Es war ein nasser Geburtstag – für die Unentwegten kein Grund, Trübsal zu blasen. Fröhlich ins Vergnügen war die Parole.

Mit Regenjacke oder auch kurzärmelig – gut gelaunt machten sich diejenigen auf die Strecke, denen das Wetter wenig anhaben konnte.
Mit Regenjacke oder auch kurzärmelig – gut gelaunt machten sich diejenigen auf die Strecke, denen das Wetter wenig anhaben konnte.

Mit Regenjacke oder auch kurzärmelig – gut gelaunt machten sich diejenigen auf die Strecke, denen das Wetter wenig anhaben konnte.

Fröhlich dem Wetter trotzen (v.l.): Pinguine-Co-Trainer Reemt Pyka, Friedhelm Funkel und Organisator Holger Falk.

Andreas Bischof, Bild 1 von 2

Mit Regenjacke oder auch kurzärmelig – gut gelaunt machten sich diejenigen auf die Strecke, denen das Wetter wenig anhaben konnte.

Krefeld. Regen, Hitze, Regen – wenn es die Vorboten eines beginnenden ständigen Wechsels sein sollen, dann dürfen sich die Läufer im kommenden Jahr wieder auf einen trockenen Krefelder Pfingstlauf einstellen.

Wasser marsch – lautete das Himmelskommando am Montag. Und nicht gerade die dezenteste Variante fiel da hernieder. Viele, die mit dem Fahrrad die Anreise in den Stadtwald zum Aufwärmen angetreten hatten, waren denn auch vor dem Start mitunter reichlich durchnässt. Die Enthusiasten unter den Läufern lassen sich von derlei Unbill hingegen nicht abschrecken. Das eher beobachtende Publikum schon eher.

Die kleine Zeltstadt erfreut sich großer Beliebtheit

Und so war rund um das Start-Areal am Clubhaus des CHTC weit weniger Auflauf an betreuenden Familienmitgliedern oder Eventinteressierten als noch im Vorjahr. Da hatte die Sonne noch vom Himmel gebrannt – 32 Grad. Im Jahr davor machte Petrus ebenfalls die Schleusen so richtig auf – Regen, Hitze, Regen.

Die Himmelsmächte hatten am Pfingstmontag dann aber doch Nachsicht mit dem Jubilar. 20 Jahre ist der Pfingstlauf geworden. Die massive Wasserzufuhr von oben endete rund 30 Minuten nach dem Start um 10 Uhr. Der Krefelder Pfingstlauf hält halt stets eine Überraschung parat. Der Stimmung freilich tat das keinen Abbruch.

Gerade die kleine Zeltstadt im Start-Ziel-Bereich an der Hüttenallee erfreute sich großer Beliebtheit – plaudern bei alkoholfreiem Bier oder Isogetränken, Massage-Möglichkeit nutzen oder aufs Laufband zum Test beim Reha-Team-West. Für jeden war etwas Passendes dabei. Und erstmals, so verkündete Organisator Klaus Freiberger am Abend stolz, sei der komplette Kuchen verkauft worden. „250 Stück“, sagt Freiberger mit leicht erkälteter Stimme.

„Es hätte ruhig zwei Stunden später zu regnen anfangen können“

Friedhelm Funkel, einer der Laufpaten, jedenfalls konnte der Regen nichts anhaben. „Fürs Laufen ist es angenehmer als mit der Hitze im Vorjahr“, sagte Funkel. „Für die Veranstalter ist es natürlich nicht ganz so optimal.“

Rund 200 Teilnehmer weniger als im Vorjahr machten mit – 520 registrierten die Veranstalter mit Holger Falk, Klaus Freiberger und Frank Klein. „Es hätte ruhig zwei Stunden später zu regnen anfangen können“, sagt Freiberger. Immerhin war es erst der vierte verregnete Pfingstlauf in zwei Jahrzehnten. Das lässt fürs nächste Jahr hoffen. So auch für die Vorangemeldeten des Familienlaufs über zwei Kilometer. „120 Anmeldungen hatten wir da. Die sind alle nicht gekommen. Wäre ich aber auch nicht“, sagt Freiberger. „Bei dem Wetter.“

Einige Spieler der Krefeld Pinguine, Anne Poleska, die sprichwörtlichen Schirmherren, Bürgermeisterin Karin Meincke und Stadtsportbundvorsitzender Dieter Hofmann, sowie die Deutsche Marathon-Meisterin Silke Optekamp sorgten für einen runden Rahmen als Laufpaten oder Unterstützer – bei diesem runden Geburtstag des Krefelder Pfingstlaufs. Denn trotz Regens sind der Sieger zahlreiche – vor allem Krefelds Kinder, die vom Erlös der Veranstaltung Spielplatz-Geräte erhalten. Am Pfingstmontag wurde die Spenden-Schallmauer geknackt – 100 000 Euro sind in zwei Jahrzehnten zusammengekommen. Da klatschte der Himmel Applaus.

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