Max Kieffer
Die WZ sprach in Krefeld mit Golf-Profi Maximilian Kieffer.

Die WZ sprach in Krefeld mit Golf-Profi Maximilian Kieffer.

Jochmann, Dirk (dj)

Die WZ sprach in Krefeld mit Golf-Profi Maximilian Kieffer.

KrefeldDüsseldorf. Krefeld hat drei Golfclubs. Zudem liegen im Umkreis von 30 Kilometern sage und schreibe 38 Golfplätze. Daher ist es nicht verwunderlich, dass gleich die drei erfolgreichsten deutschen Profigolfer auf der European Tour aus der Region stammen. Der Major-Turniersieger und zweifacher Ryder-Cup Gewinner Martin Kaymer kommt aus Mettmann, Marcel Siem aus Ratingen und Tourneuling Maximilian Kieffer stammt aus Düsseldorf.

Vor allem Maximilian Kieffer hat zuletzt für Furore gesorgt. Der 22-Jährige legte den erfolgreichsten Start eines Deutschen auf der European Tour hin, der höchstmöglichen europäischen Turnierserie. Auch Altstar Bernhard Langer war zu seiner Zeit nicht so erfolgreich gestartet. „Der Start auf der European Tour war auf jeden Fall besser, als ich ihn mir vorgestellt habe“, sagt Kieffer. Gleich sein erstes Turnier im südafrikanischen Durban beendete er auf einem sensationellen geteilten Vierten Platz. Bei den ersten acht Turnieren schaffte er gleich siebenmal den Cut.

Wie man so gut wird und worauf es beim Golf wirklich ankommt, wollte nun auch der Golf Club Elfrather Mühle erfahren und lud Maximilian Kieffer anlässlich seiner neu geschaffenen Golfschule zum Gespräch ein. Zur neuen Golfschule „Superior“ gehört auch Arnd Welling, der ein Experte im Fitting ist, dem individuellen Anpassen von Golfschlägern. Auch Maximilian Kieffer lässt sich in Schlägerfragen seit Jahren von Arnd Welling beraten. Präsident des GC Elfrather Mühle Peter Neisius erklärt stolz: „Wir haben einen der schönsten Clubs in der Gegend und wollen uns mit der neuen Akademie mit Fitting und Fitness neu positionieren.“

„Generell sieht man heute im Golfsport, dass Fitness immer wichtiger ist“, sagt auch Maximilian Kieffer, der anlässlich der Vodafone Challenge bereits zweimal auf der Anlage der Elfrather Mühle spielte. Zudem sieht Kieffer im mentalen Bereich einen wichtigen Faktor für ein erfolgreiches Spiel: „Man sollte sich auf dem Platz nicht über schlechte Schläge ärgern, sondern immer nur an den nächsten Schlag denken. Das klingt zwar total einfach, aber wenn man vier, fünf Stunden auf dem Platz steht, kann das schon schwierig werden.“

Ein typischer Trainingstag des Düsseldorfers beginnt bereits um 8 Uhr im Fitnessraum, ab 11 Uhr ist er dann auf der Driving-Range und übt drei Stunden lang Schläge. Um 15 Uhr geht es dann oft nochmal auf den Platz. Sein Lieblingsschläger ist der Driver, mit dem er konstant gerade und Carry (reine Flugbahn) auf über 255 Meter schlagen kann. Dass auf das kurze Spiel in Amerika mehr wert gelegt wird als in Europa, musste Kieffer während seines Jahres an der Universität von Florida erkennen. Maximilian Kieffer würde sich freuen, wenn Golf wie bereits in den USA auch in Deutschland zum Breitensport werden könnte: „Golf ist ein ganz toller Sport, der einem wirklich alles abverlangt. Es ist unheimlich schwer Golf wirklich zu können. Auch ich mache teilweise noch Schläge wie ein Anfänger, wenn ich beispielsweise einen kurzen Putt vorbeischiebe. Das ist aber wahrscheinlich auch das Faszinierende am Golf.“

Sein Hauptziel ist, sich erneut die Teilnahmeberechtigung für die European Tour zu sichern. Langfristig möchte er während seiner Profikarriere unheimlich gerne einmal am Ryder Cup teilnehmen, dem ruhmreiche Mannschaftsduell zwischen der europäischen und amerikanischen Golfelite. Zudem ist Golf ab den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro 2016 wieder olympisch. „Die Olympischen Spiele sind natürlich der Traum eines jeden Sportlers“, sagt Maximilian Kieffer.

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