Der VfR Fischeln steht heute nach vier Pleiten beim SC West unter Druck. Trainer Cherfi kündigt Konsequenzen an.

Der VfR Fischeln steht heute nach vier Pleiten beim SC West unter Druck. Trainer Cherfi kündigt Konsequenzen an.
Christos Pappas: „Es fehlt am Selbstbewusstsein.“

Christos Pappas: „Es fehlt am Selbstbewusstsein.“

Archiv Bischof

Christos Pappas: „Es fehlt am Selbstbewusstsein.“

Krefeld. Die Hände in die Hüften gestemmt, der fragende Blick gen Boden gerichtet. So stand Christos Pappas auf dem Rasen. Nur Momente nach dem Schlusspfiff, der die 1:2-Heimniederlage gegen Turu Düsseldorf besiegelt hatte. Und doch war es ein Sinnbild in diesen Tagen.

Im fünften Spiel der Oberliga-Saison waren die Fußballer des VfR Fischeln zum vierten Mal als Verlierer vom Platz gegangen. So richtig schlüssig war sich der 27-Jährige nicht, woran es denn gelegen hatte, dass der Saisonstart so misslungen ist wie schon seit Jahren nicht mehr: „Ich habe keine Idee. Es fehlt aber am Selbstbewusstsein. Wir brauchen mal einen Befreiungsschlag. Die Bälle kommen nicht so an wie gewollt. Da kommt eine Sache zur anderen.“

Abstiegskampf hatte man aus dem Wortschatz gestrichen

Heute Abend, wenn es zum SC West (19.30 Uhr) geht, müsse man „irgendwie etwas Zählbares mitnehmen.“ Solch eine negative Situation, so sagte Pappas, sei auch für ihn neu. Und damit dürfte er in der Mannschaft nicht alleine sein. Es läuft viel gegen den VfR in diesen Tagen. Dazu ist Spielmacher und Torjäger Kevin Breuer noch im Urlaub, Kevin Enke und Simon Kuschel langzeitverletzt. Halil Özcelik, immerhin Stammtorwart der vergangenen Jahre, der seinen Platz im Tor im Sommer aber verloren hatte, verließ den Verein Ende August.

Der Vorjahresvierte steckt im Tabellenkeller. Das Wort Abstiegskampf hatte man in den vergangenen Jahren eigentlich aus dem Wortschatz gestrichen. Die Entwicklung ging Jahr für Jahr nach oben, wenn es auch immer wieder Schwächephasen über mehrere Wochen gab. Doch da hatte die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi schon einen Vorsprung auf die Abstiegsränge herausgespielt.

Trainer Josef Cherfi: „Wir kommen nicht ins letzte Drittel“

Trainer Cherfi vermisst vor allem die letzte Bereitschaft einiger Akteure: „Fußball findet nicht im Konjunktiv statt. Anspruch und Wirklichkeit liegen derzeit weit auseinander.“ Cherfi sieht sich zudem häufig zu Korrekturen gezwungen. Angeschlagene Spieler wollen raus, andere sind erschöpft: „Ich habe in den fünf Spielen nicht einmal taktisch wechseln können.“ Einigen Spielern war ihr Trainingsrückstand in den ersten Spielen anzumerken. Zumal tat sich der VfR schwer, sich Chancen zu erspielen – und wenn, dann wurden sie nicht genutzt wie gegen Turu Düsseldorf.

Cherfi: „Die Spieler sind gut gelaufen, aber fußballerisch ist es zu wenig. Breuer macht unser Offensivspiel, aber auch andere haben den Anspruch. Wir haben uns kaum etwas erspielt. Wir kommen nicht ins letzte Drittel.“ Manche Akteure würden die Vorgaben einfach schlecht umsetzen, so der Trainer. Wen er genau meinte, verriet Cherfi jedoch nicht. Der Fischelner Trainer kündigte an, personell zu reagieren. Viel Zeit für Gespräche oder Übungen gibt es in dieser englischen Woche nicht.

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