Rogue Runner kassiert 200 000 Euro Preisgeld. Viel Kurioses um diesen denkwürdigen Erfolg.

Rogue Runner mit Jockey Eduardo Pedroza am 16. August auf der Rennbahn im Stadtwald beim Großen Preis der Sparkasse.
Rogue Runner mit Jockey Eduardo Pedroza am 16. August auf der Rennbahn im Stadtwald beim Großen Preis der Sparkasse.

Rogue Runner mit Jockey Eduardo Pedroza am 16. August auf der Rennbahn im Stadtwald beim Großen Preis der Sparkasse.

Tuchel

Rogue Runner mit Jockey Eduardo Pedroza am 16. August auf der Rennbahn im Stadtwald beim Großen Preis der Sparkasse.

Krefeld/Katar. Die Hintergründe des sensationellen Erfolges des Krefelder Trainers Mario Hofer mit seinem Wallach Rogue Runner beim Derby in Katar sind an Kuriositäten nur schwer überbietbar. Ungewöhnlich an dieser Geschichte ist eigentlich alles.

Der zum Zeitpunkt des Sieges noch dreijährige Wallach Rogue Runner aus der Zucht des Gestüts Fährhof der Familie Jacobs hat als krasser Außenseiter mit dem vierfachen deutschen Jockey-Champion Eduardo Pedroza das Derby von Katar und eine Prämie von rund 200 000 Euro gewonnen. Das Pferd gehörte bis vor drei Monaten der katarischen Herrscherfamilie Al Thani, wurde für die vielseitig sportbegeisterten Scheichs in Gütersloh von Andreas Wöhler trainiert, war guter Fünfter im Deutschen Derby in Hamburg und genügte trotzdem den hohen Ansprüchen der Al Thanis nicht.

Hofer: „Er ist mit dem festen Boden wunderbar klargekommen“

Für 63.000 Euro war das Pferd 2013 noch namenlos über die BBAG-Auktion in Iffezheim in den Al Thani-Besitz gelangt. Anfang Oktober 2015 wurde er auf der Arquana-Auktion in Paris angeboten und dort vom Kölner Rennvereins-Präsidenten Eckhard Sauren für 80 000 Euro ersteigert. Der Kauf von Rogue Runner war allerdings nicht geplant. Hofer: „Sauren hatte in Paris für 300.000 Euro sein Pferd Nordic Flight gut verkauft. Dann kam Rogue Runner in den Ring und ich habe ihm gesagt: „Das ist ein Guter. Kauf den doch.“ Hofers erste Maßnahme war die Kastration des Hengstes. Hofer: „Er zog ständig einen der Hoden hoch und das bereitete ihm Schmerzen. Deshalb haben wir ihn kastrieren lassen. Es ging ihm danach besser.“ Trotzdem war der Sieg im Al Rayyan-Park von Doha eine Überraschung, die letzte Leistung war nur mäßig. Hofer: „Er ist mit dem festen Boden wunderbar klargekommen. Zudem fühlte er sich bei dem Klima dort besonders wohl.“ Allerdings musste er sich den Sieg teilen, denn im letzten Galoppsprung entriss ihm der Südafrikaner den Allein-Erfolg.

Rogue Runner lief im August auch schon in Krefeld – er wurde Letzter

Der Trainer war am Neujahrsmorgen nach fünf Tagen in Katar wieder zu Hause und könnt sich einen Ausritt im Stadtwald auf dem Schecken Silvery Moon. Sein Derbysieger aus Katar wird am Montag zurückerwartet. Begleitet wurde das Pferd von Stefanie Hofer, die Trainertochter reitet morgen wieder in Dortmund. Sie schaffte kürzlich in Deauville ihren 400. Sieg.

Mario Hofer begleitet seinen Seriensieger Gamgoom am Samstag zum ersten Saisonstart im englischen Chelmsford City. Danach reist er mit etlichen seiner Pferde wie üblich zum Riviera-Meeting nach Cagnes sur mere und für Rogue Runner sind Rennen beim Carnival-Meeting in Dubai geplant. Einmal ist Rogue Runner auch schon in Krefeld gelaufen. Im Großen Preis der Sparkasse wurde er Letzter. Da war er aber noch Hengst.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer