Die Athletin des SC Bayer Uerdingen springt bei der DM nur 6,47 Meter weit.

Leichtathletik
Mit einer Weite von 6,47 Metern landete Steffi Voss bei der DM in Ulm auf Rang fünf.

Mit einer Weite von 6,47 Metern landete Steffi Voss bei der DM in Ulm auf Rang fünf.

Wolfgang Birkenstock

Mit einer Weite von 6,47 Metern landete Steffi Voss bei der DM in Ulm auf Rang fünf.

Ulm. Die Enttäuschung stand Trainervater Torsten Voss ins Gesicht geschrieben. Tochter Steffi hatte bei den 113. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Ulmer Donaustadion mit 6,47 Metern im Weitsprungfinale nur den fünften Platz erreicht. Fünf Zentimeter fehlten am Ende zur Bronzemedaille. „Schade, Steffi ging hier unter Wert aus dem Wettkampf heraus. Sie hat so eine gute Form, da war viel mehr möglich“, sagte Torsten Voss enttäuscht.

Die blonde Uerdinger Weitspringerin kam im Gegensatz zur Konkurrenz einfach schlechter mit den immer wieder drehenden Winden zurecht. Nach einem ungültigen ersten Versuch reichte es im zweiten Durchgang mit Rückenwind immerhin zu 6,27 Metern. Damit stand die Sportstudentin zumindest im Finale der besten acht deutschen Springerinnen. Fortan hatte die 23-Jährige ständig mit Gegenwind zu kämpfen. Selbst ihr weitester Sprung wurde nicht vom Wind begünstigt. Ein wahrer Orkan blies der Bayer-Athletin allerdings im fünften Versuch entgegen, nur 6,07 Meter zeigte die Anzeigetafel. Danach gab es zum Abschluss wieder Rückenwind, der Anlauf passte gar nicht mehr – nur 4,77 Meter waren das Resultat. Frustriert verließ die Uerdingerin das Donaustadion.

Bereits kurz vor 14 Uhr hatte der Bayer-Tross am Sonntag jedoch genügend Anlass zum Jubel. Die favorisierte 3x800-Meter-Staffel der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen mit der Uerdingerin Esther Jacobitz sowie Anja Roggel und Tanja Spill holte mit der neuen Bestzeit von 6:41,95 Minuten überlegen den Deutschen Meistertitel. Knapp vier Sekunden später kam erst die Staffel der niedersächsischen Startgemeinschaft Garrel-Molbergen ins Ziel. Die zweite 3 x 800-Meter-Staffel von Bayer mit Vivien Vorbes und Jill Daube war tags zuvor im Vorlauf ausgeschieden.

400-Meter-Läufer Lukas Schmitz scheint die Spezialisierung vom Zehnkampf auf die 400 Meter nicht zu bekommen. Im Vorlauf blieb der 20-Jährige völlig hinter seinen Erwartungen zurück und musste mit 47,76 Sekunden als 14. die Segel streichen. „320 Meter lang habe ich gedacht, jetzt schafft er es. Doch auf den letzten Metern ist Lukas fast zu Fuß gegangen. Ihm fehlt das Stehvermögen“, sagte Voss. Eine Erklärung dafür hat er nicht.

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