Die 400-Meter-Läufer des SC Bayer Uerdingen ist am Montag als einer 64 Athleten nominiert worden.

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Startet bei den ersten olympischen Jugendspielen: Lukas Schmitz.

Startet bei den ersten olympischen Jugendspielen: Lukas Schmitz.

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Startet bei den ersten olympischen Jugendspielen: Lukas Schmitz.

Krefeld/Berlin. 32 männliche und 32 weibliche Starter sind für die Spiele vom 14. bis 26. August gemeldet. Weitere sechs Jugendliche (1/5) im Alter zwischen 14 und 18 Jahren kommen in den nächsten Wochen aus den Sportarten Basketball und Schwimmen noch hinzu. Unter den 64 Athleten ist auch der 17-jährige Lukas Schmitz vom SC Bayer Uerdingen. 

Die Teilnahme war sein erklärtes Ziel. Noch im Mai sagte Lukas Schmitz der WZ:  "Ich möchte unbedingt nach Singapur." Bei den European Youth Olympic Trials in Moskau lief Schmitz mit 47,21 Sekunden Nordrhein-Rekord auf Platz drei und qualifizierte sich damit für die erste Jugend-Olympiade. Nun ist seine Nominierung offiziell.

"47 Tage vor dem Auftakt der Spiele hat die erste deutsche Jugend-Olympiamannschaft ein Gesicht bekommen. Damit steigt auch die Aufmerksamkeit für die Jugendspiele", sagt DOSB-Präsident Thomas Bach: "Wir freuen uns auf die Premiere in Singapur. Es ist ein neues Projekt, das den Sport und die Leistung verbinden soll mit seinen kulturellen und erzieherischen Werten. Es soll zeigen, dass es zum Wesen des Sports gehört, diese Werte zu leben und in die Gesellschaft hinein zu transportieren. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel. Wir tun im DOSB alles, um diese Initiative des IOC zum Erfolg zu führen."

Deutschland wird in Singapur in 20 der 26 angebotenen Sportarten vertreten sein. Jüngste im Team ist nach aktuellem Stand die 14-jährige Rhythmische Sportgymnastin Jana Berezko-Marggrander (Linkenheim-Hochstätten), Ältester mit 18 Jahren Tennisspieler Kevin Krawietz (Ahorn).

"Natürlich geht es in Singapur auch darum, sportlich erfolgreich zu sein. Wir werden dem inoffiziellen Medaillenspiegel aber keine Beachtung schenken", sagt DOSB-Leistungssport-Direktor Ulf Tippelt, der die Mannschaft als Chef de Mission anführt: "Wir hoffen vor allem, dass die Jugendlichen von der olympischen Atmosphäre inspiriert werden und einige schon in zwei Jahren in London, andere in sechs Jahren in Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen für Deutschland erfolgreich sind."

Die meisten deutschen Starterinnen und Starter kommen in Singapur aus der Leichtathletik (16), nur jeweils einen Teilnehmer gibt es im Badminton, Gewichtheben und Ringen. Insgesamt stehen 201 Entscheidungen an, vergeben werden wie bei den "Großen" Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. 3600 Athletinnen und Athleten gehen an den Start. düc

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