Ein Krefelder Feuerwehrmann hat beim Martinscross von Marathon die Nase vorn.

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Kurz nach dem Start: Der spätere Sieger Martin Brieden (Zweiter von rechts) geht ab wie die Feuerwehr.

Kurz nach dem Start: Der spätere Sieger Martin Brieden (Zweiter von rechts) geht ab wie die Feuerwehr.

Raiko Gayk

Kurz nach dem Start: Der spätere Sieger Martin Brieden (Zweiter von rechts) geht ab wie die Feuerwehr.

Krefeld. Ein Martins-Crosslauf bei strahlendem Sonnenschein und mit Streckenrekorden, etliche Nachwuchsläufer und ein Riesenweckmann für die DJKTeutonia St. Tönis als teilnehmer-stärkstem Verein - 579 Läufer gingen bei der 38. Auflage in der altehrwürdigen Edelstahlkampfbahn an den Start. Hans Göbels und Rolf Weißert vom Organisationsteam des CSV Marathon Krefeld waren mit der Resonanz zufrieden. Der Einsatz von 50 weiteren ehrenamtlichen Helfern hatte sich wieder einmal gelohnt.

"2:1 für Dich. Aber im nächsten Jahr bin ich wieder dran”, sagte Polizeibeamter Christoph Schroer aus Moers, mit 16:35 Minuten Vorjahressieger des Hauptrennens über 5000 Meter, nach dem Zieleinlauf - und rang nach Luft. Die Niederlage gegen den Krefelder Feuerwehrmann Martin Brieden im Trikot der VTKempen schmerzte und das gleich doppelt. Denn zum einen revanchierte sich Brieden für die im Vorjahr erlittene Niederlage gegen Schroer nach seinem Sieg 2007. Zum anderen verbesserte der 26-Jährige in 16:28 Minuten den Streckenrekord seines Konkurrenten um sieben Sekunden.

Abgeschlagen in 17:02 Minuten kam der ein Jahr jüngere Schroer ins Ziel. Schon nach 3000 Metern hatte er keine Siegchance mehr, als Brieden mit einem energischen Zwischenspurt für die Entscheidung sorgte und seinem "ewigen" Konkurrenten auf- und davonlief.

Nach seinem Triumph eilte Martin Brieden spontan zu seiner Freundin Daniela Büscher und gab ihr ein Siegerküsschen. Das Duell Feuerwehrmann gegen Polizist entwickelt sich langsam, aber sicher zum spannenden Schlussakkord des Martinscross-Events.

Bei den Frauen ist Stefanie Platt vom SC Bayer schnellste Läuferin

Beide Athleten trafen bislang ausschließlich beim Krefelder Martinscross aufeinander. Brieden, der auch den Titel des schnellsten Feuerwehrmanns Deutschlands über 10 Kilometer für sich beansprucht, weist da übrigens eine Bestzeit von 33:28 Minuten auf. Schon jetzt versprachen beide: "Wenn alles glatt geht, gibt es am 7. November des kommenden Jahres eine Neuauflage.”

Bei den Frauen wiederholte die erst 18-jährige Stefanie Platt von der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen ihren Vorjahreserfolg. Die A-Jugendliche verbesserte ihren alten Streckenrekord über 3000 Meter um gleich 38 Sekunden auf 10:46 Minuten - eine tolle Leistung für die schnellste Frau beim Martinscross. Platt wie Brieden erhielten für ihre Siege den obligatorischen Wanderpokal des CSV Marathon. Alle großen und kleinen Läufer erhielten traditionsgemäß einen Weckmann und eine Urkunde.

Als Hit erwies sich der neu eingeführte Bambinilauf: 43 Jungen und Mädchen waren zum Auftakt dabei. Erster über 342 Meter wurde die fünfjährige Rahel Köppen vor ihrem Vereinskameraden Max Finkgräfe aus Willich. Jüngster Läufer war der erst zweijährige Mats Klupsch, Enkel von Rolf Klupsch, dem langjährigen Leichtathletik-Abteilungsleiter der Krefelder Preussen.

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