Für den Hülser Kunstradfahrer ist sein Abschneiden in der Rangliste wichtiger als die WM.

Der Hülser Kunstradfahrer Marco Giorgio will 2017 nicht nur auf dem Lenkrad ganz oben stehen.
Der Hülser Kunstradfahrer Marco Giorgio will 2017 nicht nur auf dem Lenkrad ganz oben stehen.

Der Hülser Kunstradfahrer Marco Giorgio will 2017 nicht nur auf dem Lenkrad ganz oben stehen.

Der Hülser Kunstradfahrer Marco Giorgio will 2017 nicht nur auf dem Lenkrad ganz oben stehen.

Krefeld. Die gute Nachricht gab es am Jahresende. Kunstradfahrer Marco Giorgio hat anno 2016 als Weltranglistenzweiter des globalen Radsportverbandes UCI beendet, hinter dem Schweizer Yannick Martens und vor den Deutschen Marcel Jüngling, Michael Niedermeier und Weltmeister Lukas Kohl. Der Hülser, der für Italien startet und bei der jüngsten WM in Stuttgart Rang 14 belegte, blickt im Gespräch mit der WZ auf das vergangene Sportjahr zurück und nennt seine Ziele für die neue Saison.

Was bedeutet Ihnen der zweite Platz in der Jahreswertung?

Marco Giorgio: Ich bin überglücklich. Noch vor dem Weltmeister und Vizeweltmeister zu landen, ist toll. Und das trotz meiner Verletzung und der dreimonatigen Pause im Sommer. Der Stellenwert der Weltrangliste ist für mich ohnehin höher als der einer WM. Man muss eben konstant Leistung bringen und nicht nur einmal alles abräumen. Es ist mir sehr wichtig, bei der italienischen Nationalmannschaft Anerkennung zu erfahren.

Wie geht es nach dem vergangenen und stressigen Jahr jetzt für Sie weiter?

Giorgio: Ich habe nach der WM im Dezember erst einmal ein bis zwei Wochen Pause gemacht. Ich war erschöpft und ausgepowert von den Wochen davor. Ab nächster Woche geht es aber wieder ins Training. Schon Ende Januar möchte ich beim ersten A-Wettkampf des Jahres wieder Punkte sammeln. Dort treffe ich wahrscheinlich auch auf den Weltranglistenersten Yannick Martens. Danach stehen auch bald wieder die Titelkämpfe auf Bezirks- und Landesebene an.

Was wollen Sie technisch noch verbessern?

Giorgio: Ich möchte die Schwierigkeit meiner Übungen wieder erhöhen, die ich wegen meiner Verletzung im Sommer bei der WM zuletzt nach unten setzen musste. Ein paar Pirouetten mehr, Stützübungen oder Drehungen auf dem Lenkrad. Es geht darum, noch mehr Punkte einzufahren.

Was sind Ihre Ziele für 2017?

Giorgio: In erster Linie möchte ich natürlich verletzungsfrei bleiben. Ich werde versuchen so viele A-Wettkämpfe wie möglich zu bestreiten und da Punkte zu sammeln. Das ist bei uns ja ein bisschen wie die Fahrerwertung in der Formel 1. Am Ende des Jahres wird addiert. Mein großer Wunsch ist es, dieses Jahr als Weltranglistenerster zu beenden und noch ein Zeichen gegenüber der italienischen Mannschaft zu setzen. Außerdem möchte ich bei der WM in Dornbirn vernünftig abschneiden.

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