Der Krefelder DEL-Klub befindet sich sportlich wie finanziell auf Talfahrt. Die Gesellschafter tagen in der nächsten Woche.

Doch genau das müssen die Pinguine jetzt tun – für die Kasse spielen. Den Klub plagen große finanzielle Sorgen. (Thies)
Doch genau das müssen die Pinguine jetzt tun – für die Kasse spielen. Den Klub plagen große finanzielle Sorgen. (Thies)

Doch genau das müssen die Pinguine jetzt tun – für die Kasse spielen. Den Klub plagen große finanzielle Sorgen. (Thies)

Doch genau das müssen die Pinguine jetzt tun – für die Kasse spielen. Den Klub plagen große finanzielle Sorgen. (Thies)

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Doch genau das müssen die Pinguine jetzt tun – für die Kasse spielen. Den Klub plagen große finanzielle Sorgen. (Thies)

Krefeld. Wohin geht die Reise der Pinguine? Nicht nur die verzweifelte Aufholjagd in der DEL-Tabelle beschäftigt derzeit die Eishockeyfans, sondern vor allem der kommende Mittwoch. Denn dann soll ein mit Spannung und Spekulationen erwartetes Krisentreffen der acht Pinguine-Gesellschafter Antworten auf die Fragen nach der Zukunft des DEL-Ligisten bringen.

Doch die Ausgangslage ist prekär. Zur sportlichen Misere kommen drückende finanzielle Probleme sowie unübersehbare Zerwürfnisse unter den Gesellschaftern. Die wurden spätestens bei der Trennung von Manager Jiri Ehrenberger deutlich. Damals verkündete der durch sein Auftreten und Handeln im Ärzteskandal angeschlagene Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz bei der Entlassung auch den eigenen Rücktritt - und brüskierte damit seinen verdattert daneben stehenden Aufsichtsrats-Kollegen Helmut Borgmann.

Die Distanz zwischen den Gesellschaftern der Pinguine wächst

Zwar versuchte Gesellschafter-Sprecher Wilfrid Fabel mit der Verpflichtung von Rick Adduono als Trainer nochmals Schulz "heranzuführen", doch nun scheint das Tischtuch zerschnitten. Denn aufmerksame Beobachter registrierten im Vip-Raum des König-Palastes eine übergroße räumliche Distanz zwischen den Ex-Aufsichtsräten Schulz und Dieter Berten sowie Fabel/Borgmann.

Vor allem aber, weil dieses Duo die Nähe des Kempener Entsorgungsunternehmers Bernd Schönmackers suchte, der sich als Pinguine-Gesellschafter zurückgezogen hatte, da er mit Ex-Aufsichtsratschef Schulz nicht mehr arbeiten wollte. Einer der Knackpunkte damals: nicht abgestimmte Alleingänge von Schulz. Und genau diese könnten nun erneut zum Knackpunkt werden. Denn Geschäftsführer Wolfgang Schäfer hatte bereits im Spätsommer erklärt, dass der Etat ausgeschöpft sei - was ihm den Zorn von Schulz einbrachte.

Aber dennoch wurden mit Allan Rourke, Rob Globke, David Cespiva und Janne Grönvall vier weitere Spieler verpflichtet. Kosten: rund 400.000 Euro. Hinzu kommt noch das Gehalt für Neu-Trainer Rick Adduono. Zudem liegen die Pinguine beim Zuschauerschnitt rund 1000 Besucher pro Spiel unter den benötigten 4200 verkauften Tickets. Verlust: geschätzt rund 15.000 Euro je Begegnung, oder auf die Saison umgerechnet rund 400.000 Euro. Viel Sprengstoff also für die Gesellschafterversammlung. Doch dort sehen Auguren ein Patt. Denn Wolfgang Schulz kann auf vier Gesellschafter vertrauen, das Duo Fabel/Borgmann ebenfalls.

Im Auswärtsspiel der Pinguine am Samstag in Düsseldorf wurde Jim Fahey durch einen Check schwerer verletzt als zunächst befürchtet. Teamarzt Dr. Martin Wazinski diagnostizierte eine Verletzung des Schultereckgelenks. Der Abwehrspieler wird den Pinguinen somit in den kommenden zwei bis drei Wochen im Kampf um die Pre-Play-off-Plätze fehlen.

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