Die Pinguine machen es Dienstagabend gegen Wolfsburg spannend, wahren aber durch ein 6:5 ihre Play-off-Chancen.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben auch das dritte Heimspiel unter dem neuen Chefcoach Rick Adduono für sich entschieden. Dank eines überragenden Torhüters Scott Langkow besiegten die Krefelder in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Wolfsburg Grizzly Adams mit 6:5 (1:1, 2:1, 3:3) und wahren damit ihre Play-off-Hoffnungen.

Dabei taten sich die Pinguine allerdings weitaus schwerer als zuletzt gegen Hannover, um Gegner und Spiel in den Griff zu bekommen. Denn die Wolfsburger agierten energischer und entschlossener, während die Gastgeber vor allem in der eigenen Zone nicht konsequent genug zur Sache gingen, zu weit von den Gegenspielern weg standen. So hatten die Gäste bereits in den ersten 20 Minuten eine Vielzahl von Schüssen auf das Tor von Scott Langkow abgegeben, ohne dass ihnen jedoch der Führungstreffer gelingen sollte.

Den markierten die Pinguine. Ein wenig überraschend, denn nur selten konnten sie den Kasten von Goalie Reimer ernsthaft in Gefahr bringen. Sinan Akdag hatte in Unterzahl hinter dem eigenen Tor das Auge für Boris Blank, sein Steilpass nahm Blank auf und schloss das Break mit einem Schuss durch Reimers Beine erfolgreich ab (7.). Doch Wolfsburg blieb überlegen und wurden noch vor der ersten Drittelsirene mit dem Ausgleichstreffer durch Höhenleitner belohnt, der einen Querpass von Morczinietz einschob (20.).

Boris Blank ist auch beim zweiten Tor im richtigen Moment zur Stelle

In der Folge blieben die Wolfsburger am Drücker, doch das Tor machten die Pinguine. Blank vollendete im Powerplay mit seinem zweiten Treffer zur erneuten Führung (24.), die der Ex-Krefelder Martinovic allerdings nur wenig später egalisierte (26.). Hospelt, der frei an Langkow scheiterte (29.), Laliberte, der nach Fehler von David Cespiva nur die Latte traf (31.), und Magowan, der an Pfosten und Langkow scheiterte (36.), hätten die Gäste auf die Siegerstraße bringen können.

Stattdessen trafen die Hausherren. Roland Verwey überwand Reimer (37.). Der Schlagabtausch ging im Schlussabschnitt weiter. Hospelt traf zum 3:3 (42.), nur 53 Sekunden später antwortete Herberts Wasiljews mit der erneuten Führung, die Patrick Hager (50.) und Charlie Stephens in Überzahl ausbauten (53.). Doch Wolfsburg kam durch Green (59.) und Magowan noch auf 5:6 heran. Da war selbst Torwart-Riese Langkow trotz des Sieges stinksauer.

Tor: Langkow (Kovacic), Abwehr: Pavlikovsky, Rourke, Schopper, Fahey, Grönvall, Cespiva, Akdag; Angriff: Blank, Pietta, Wasiljews; Loyns, Stephens, Globke; Verwey, Hager, Endraß; Huebscher, Driendl, Noebels; Riefers

2846

1:0 (6:10) Blank (Akdag/4-5), 1:1 (19:04) Höhenleitner (Green, Morczinietz), 2:1 (23:19) Blank (Wasiljews, Pavlikovsky/5-4), 2:2 (25:53) Martinovic (Ulmer), 3:2 (36:27) Verwey (Hager, Endraß), 3:3 (41:12) Hospelt (Milley, Laliberte), 4:3 (42:05) Wasiljews (Blank, Pietta), 5:3 (49:07) Hager (Endraß), 6:3 (52:47) Stephens (Hager, Verwey/5-4), 6:4 (58:38) Green (Traynor, Furchner), 6:5 (59:40) Magowan (Sloan)

Pinguine: 4, Wolfsburg: 6

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