Die Krefelder können sich keinen 28 Mann starken Kader mehr leisten. Einige Verträge werden nicht mehr verlängert.

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Noch drei Jahre unter Vertrag: Richard Pavlikovsky, der in der Schlussphase der Saison verletzt war und schmerzlich vermisst wurde.

Noch drei Jahre unter Vertrag: Richard Pavlikovsky, der in der Schlussphase der Saison verletzt war und schmerzlich vermisst wurde.

Dirk Jochmann

Noch drei Jahre unter Vertrag: Richard Pavlikovsky, der in der Schlussphase der Saison verletzt war und schmerzlich vermisst wurde.

Krefeld. Nach der Saison ist vor der Saison. Es bleibt im Grunde nur wenig Zeit, der verpassten Play-off-Runde nachzutrauern. Denn binnen kürzester Zeit müssen die Krefeld Pinguine ihre Finanzprobleme in den Griff kriegen, um das Lizenzierungsverfahren für die kommende Spielzeit in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erfolgreich zu durchlaufen.

Klar ist, der Klub wird für die kommende Saison den Etat entscheidend zurückfahren müssen. Klar ist auch, ein 28 Spieler umfassender Kader wie in dieser Spielzeit ist nicht zu finanzieren.

Ein Großteil der Spieler, der sich am Mittwoch zum letzten Training auf dem Eis einfand, wird man deshalb künftig nicht mehr im Trikot der Pinguine sehen. Denn gleich zehn Verträge laufen aus. Während die Vertragsverlängerung mit Kapitän Herberts Vasiljevs wohl erfolgreich zum Abschluss gebracht werden ("zu 80 Prozent bleibe ich in Krefeld", so Vasiljevs), haben sich auch die beiden Abwehrspieler Allan Rourke und Michail Kozhevnikov empfehlen können. Mit Sinan Akdag, Benedikt Schopper, Dusan Milo und Richard Pavlikovsky sowie Youngster Jan Niklas Pietsch wären sieben Defensivpositionen besetzt.

Bei vielen Spielern stehen die Zeichen auf Abschied

Janne Grönvall und David Cespiva, beide im Zuge der Verletzungsmisere während der Saison verpflichtet, haben den Nachweis, die Mannschaft verstärken zu können, nicht erbracht und werden sich einen neuen Verein suchen müssen. Gleiches gilt für Jim Fahey. Nicht zuletzt aus Kostengrünen.

Denn der 30-Jährige zählt ebenso zu den Großverdienern wie Serge Payer, der die Saison mit der katastrophalen Bilanz (null Tore, acht Vorlagen) abschloss, und Lynn Loyns, der aufgrund seiner schweren Knieverletzung in den Planungen keine Rolle mehr spielen dürfte, weil er die komplette Saisonvorbereitung verpassen würde. In Rob Globke und André Huebscher - das Krefelder Eigengewächs wird gleich mit zwei DEL-Klubs in Verbindung gebracht (Ingolstadt und Straubing) - stehen bei zweizwei weiteren Stürmern die Zeichen auf Trennung.

Scott Langkow, Danijel Kovacic, Benedikt Schopper, Dusan Milo, Charlie Stephens, Andreas Driendl, Michael Endraß, Roland Verwey, Boris Blank (alle bis 2011), Sinan Akdag, Philip Riefers, Patrick Hager, Daniel Pietta (alle 2012), Richard Pavlikovsky (2013), Jan-Niklas Pietsch, Joel Keussen, Marcel Noebels (Option bis 2013).

Allan Rourke, Lynn Loyns, Jim Fahey, Janne Grönvall, Serge Payer, Rob Globke, David Cespiva, Michail Kozhevnikov, André Huebscher, Herberts Vasiljevs.

Vorausgesetzt der Vertragsverlängerungen mit Vasiljevs, Kozhevnikov und Rourke hätten die Pinguine 20 Akteure (inklusive der Youngster Pietsch und Joel Keussen) für die neue Saison unter Vertrag.

Bleibt noch die Trainerfrage zu klären. Rick Adduono machte keinen Hehl daraus, dass er nicht mehr mit einer Weiterbeschäftigung in Krefeld rechnet. Er fliegt Ende der Woche zurück in seine Heimat. Gibt es stattdessen die Rückkehr von Igor Pavlov? Er verfolgte am Sonntag im König-Palast das Spiel gegen die Kassel Huskies.

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