Wer in Verhandlungen nicht mit Maximalforderungen geht, ist selber schuld. Wer meint, er müsse sie am Ende durchsetzen, hat nicht verhandeln gelernt, und ist bereit, das Scheitern zu akzeptieren. Das Ergebnis ist immer ein Kompromiss. Die Frage muss am Ende jede Partei für sich selbst beantworten – für wen mehr, für wen weniger.

Beide handeln aus der Verantwortlichkeit ihrer Auftraggeber. Das ist bei der Seidenweberhaus GmbH, als Tochter der Stadt, jeder Bürger mit seinem Steuergeld. Was die Pinguine von der GmbH haben wollen, erhöht deren Defizit, das jeder Krefelder zahlt. Bei den Pinguinen sind es, und das ist ein beachtlicher Unterschied, die handelnden Personen selbst, und all jene, die sich als Fans, Sympathisanten und Unterstützer hinter dem Club versammeln.

Es geht nicht darum, das Eishockey in einer Grundsatzfrage auf die Agenda zu stellen. Es geht darum, ein Detail dazu, den Mietvertrag, auszuhandeln. Die Pinguine müssen für sich Wege ermitteln, besser zu wirtschaften. Das ist zu allererst sportlicher Erfolg. Dem laufen sie vier Jahre schon hinterher.

Die Standortfrage an den Mietvertrag zu hängen, ist ein großes Manöver. Wohl dem, der dieses Schifffahrts-Patent in der Tasche hat. Wenn nicht, strandet er mit dieser Mission als Totengräber des Krefelder Eishockeys. Bei den Fans. Anderen sind die Pinguine ohnehin nicht allzu wichtig.

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