Gegen die Straubing Tigers kassieren die Krefelder eine 1:3-Pleite. Dabei hatten sie 1:0 geführt.

Krefeld. Große Enttäuschung für die Krefeld Pinguine. Gegen die Straubing Tigers kassierten die Mannen von Chefcoach Rick Adduono am Freitag im Heimspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eine unnötige 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)-Niederlage und wirkten am Schluss mit den Kräften am Ende. Immerhin, am Sonntag haben die Krefelder spielfrei und können neue Kräfte für die nächsten Aufgaben sammeln.

Die beiden Torhüter würden die Begegnung entscheiden, hatte Rick Adduono im Vorfeld vermutet. Seine Mannen müssten einen Weg finden, den Puck an Dimitri Pätzold vorbei ins Tor zu finden. Der Pinguine-Coach dürfte da nicht wenig überrascht gewesen sein, dass sein Antipode Jürgen Rumrich am Freitag dem Nationaltorhüter eine Pause gönnte und Back-up-Goalie Jan Guryca den Vorzug gab.

Gleich das erste Überzahlspiel hatten die Pinguine genutzt

Doch auch der Ersatzmann war a Freitag so leicht nicht zu überwinden. Bereits nach 58 Sekunden hatte er drei gute Einschussgelegenheiten der Pinguine vereitelt. So rettete er gegen Richard Pavlikovsky, Boris Blank und Patrick Hager und verhinderte so einen frühen Rückstand.

In der siebten Minute wäre aber auch Guryca machtlos gewesen, als Daniel Pietta derart genau das linke Toreck anvisierte, dass viele den Puck bereits hinter der Torlinie sahen. Da Proteste der Pinguine aber ausblieben, verzichtete Schiedsrichter Marcus Brill auf einen möglichen Videobeweis.

Der Führungstreffer für die Gastgeber sollte dennoch fallen. Als Meloche auf die Strafbank musste, nutzten die Pinguine das erste Überzahlspiel. Nach Querpass von Herberts Vasiljevs traf Daniel Pietta frei am langen Pfosten stehend zum 1:0 (15.).

Aufstellung Pinguine:

Tor: Langkow (Kovacic)

Abwehr: Pavlikovsky, Milo; Akdag, Schopper; Koschevnikov, Zerressen

Angriff: Vasiljevs, Pietta, Blank; Hager, Stephens, Verwey; Tepper, Kelly, Endraß; Driendl, Schaub

Schiedsrichter: Brill

Zuschauer: 3.055

Tore: 1:0 (14:38) Pietta (Milo, Vasiljevs/5-4), 1:1 (26:41) Draxinger (Schönberger), 1:2 (37:22) Brückner (Hahn), 1:3 (59:39) Röthke (empty net)

Auf der gestrigen außerordentlichen Mitgliederversammlung der Pinguine Supporters haben die Mitglieder Christian Weyers einstimmig zum offiziellen Vertreter der Supporters für die Gesellschafterversammlung der KEV Pinguine Eishockey GmbH gewählt. Der gebürtige Krefelder ist 36 Jahre alt und als Wirtschaftsprüfer tätig. Als sein Stellvertreter wurde Thomas Wengel (2. Vorsitzender der Supporters) gewählt. Laut H.-Peter Brux (1. Vorsitzender) sehen sich die Supporters in erster Linie als "ideelles Bindeglied zwischen den Zuschauern und der GmbH und als Unterstützer des Jugendeishockeys in Krefeld".

Pinguine-Trainer Rick Adduono: "Es ist frustrierend, wenn du ein Heimspiel verlierst. Wir haben im ersten Drittel gut gespielt, lagen in Führung und sind dann in Konter gerannt. Das hat uns den Sieg gekostet. Denn Straubing hat danach gut verteidigt, auch wenn wir noch einige gute Chancen hatten. Es war ein wichtiges Spiel für uns, dass wir Trepanier und Albers nicht dabei hatten, darf dabei keine Entschuldigung sein."

Straubings Trainer Jürgen Rumrich: "Wir wussten, das Krefeld einen guten Start hinlegen wurde. Sie hatten auch schnell drei große Chancen, die unser Torhüter gut pariert hat. Bis zum Schluss war es ein harter Kampf."

Eine Führung, die den Aktionen der Pinguine eigentlich mehr Ruhe geben sollte. Doch das Gegenteil war der Fall: Die Krefelder verloren zunehmend ihre Linie, agierten gerade in der Rückwärtsbegegnung zu nachlässig und eröffnete den Straubinger so einige hochkarätige Konterchancen.

Zunächst konnte Scott Langkow die Gäste-Angriffe noch entschärfen, doch als Draxinger bei einer neuerlichen 2:1-Überzahl aus spitzen Winkel unter die Latte traf, hatte der Pinguine-Goalie keine Abwehrmöglichkeit (27.).

Die Krefelder hatten am Ende nicht mehr die Kraft auszugleichen

Und es sollte noch schlimmer für nun völlig desolate Pinguine kommen. Nachdem Corazzini frei vor dem Tor in Langkow noch seinen Meister gefunden hatte, tauchte drei Minuten vor der zweiten Pause Brückner mutterseelenallein vor dem Kasten von Langkow auf, der Kanadier war zum zweiten Mal geschlagen.

Was folgte, war der verzweifelte Versuch der Krefelder, der Partie noch eine Wendung zu geben. Dabei agierten die Gastgeber zunehmend hektischer und planlos, Einschussgelegenheiten entsprangen meist Zufallsaktionen, von einem durchdachten Angriffsspiel war wenig zu sehen.

Auch weil man den Pinguinen ansah, dass sie Kraft gelassen hatten. Die Gäste brachten den Vorsprung über die Zeit. Als Adduono einen sechsten Feldspieler für Langkow aus Eis beorderte, kassierten die Pinguine noch das 1:3.

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