Einen Punkt in zwei Heimspielen: Der Auftakt in die Saison ist für die Krefeld Pinguine kein gelungener – aus mehreren Gründen.

Die Fans haben zum Saisonstart klar bekundet, wem sie ihre Zuneigung geben. Die Westparkstraße war reichlich dekoriert.
Die Fans haben zum Saisonstart klar bekundet, wem sie ihre Zuneigung geben. Die Westparkstraße war reichlich dekoriert.

Die Fans haben zum Saisonstart klar bekundet, wem sie ihre Zuneigung geben. Die Westparkstraße war reichlich dekoriert.

Zugang Justin Feser zählt zu den positiven Erscheinungen des Starts bei den Pinguinen.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Die Fans haben zum Saisonstart klar bekundet, wem sie ihre Zuneigung geben. Die Westparkstraße war reichlich dekoriert.

Krefeld. Zwei von 52 Spielen sind gespielt. Der Start der Krefeld Pinguine war einer mit Geburtswehen. Gemessen an dem, was klappen muss, damit sie die Play-offs erreichen, ist die Kehrtwende gegenüber der vergangenen Saison noch nicht geschafft. Ein erfolgreicheres Powerplay und eine verbesserte Heimbilanz waren zwei der drei Kriterien. Bei beiden hapert es noch gewaltig.

Die Tops

Kampf In beiden Spielen stimmte die kämpferische Einstellung.

Einen Punkt in zwei Heimspielen: Der Auftakt in die Saison ist für die Krefeld Pinguine kein gelungener – aus mehreren Gründen.
Foto: Dirk Jochmann

Zugang Justin Feser zählt zu den positiven Erscheinungen des Starts bei den Pinguinen.

Justin Feser Der Zugang kommt immer besser zurecht am neunen Ort und der nicht einfachen Rolle als Center der zweiten Sturmreihe neben Mathias Trettenes und Tommy Kristiansen. Seine zwei Treffer gegen Augsburg dürften ihm Selbstvertrauen geben. Dazu zeigt er Qualitäten als Bullysspieler. Aktuell der beste Zugang in beiden Spielen.

Gleichstand Bei Fünf gegen Fünf war die Tordifferenz in beiden Spielen des Wochenendes zusammen 6:3. Das ist wirklich ordentlich – dann aber nur einen Punkt zu holen, ist viel zu wenig.

 

Die Flops

Special-Teams Oh je – die Special-Teams. Gegen München und Augsburg nutzten die Pinguine jeweils ein Fünf gegen Drei nicht. Am Freitag wäre es das 3:1 gewesen, gegen Augsburg kurz vor dem zweiten Drittelende das 4:2. Beides ganz wesentliche Zeitpunkte in derart engen Spielen.

Überzahl Das Überzahlspiel war am Rande der Hilflosigkeit. Das Tor von Müller zum 4:4 im Powerplay entstand aus einem schnellen Angriff, war keines aus der Überzahl-Aufstellung herausgespielt. Und dann wurde es ganz bitter – zwei Tore im gleichen Powerplay kurz vor Spielende kassiert. So gewinnt man keine Spiele.

Mal top, mal flop

Unterzahlspiel Gegen Meister München stemmten sich die Pinguine gegen die numerische Ungleichheit – sehr erfolgreich. Gegen Augsburg geriet das Bemühen eher zur Katastrophe – drei Gegentore. Selbst wenn Augsburg erwiesenermaßen eines der besten Überzahlspiele der Liga praktiziert. Solcherlei Eigentore aber dürfen nicht passieren. Beim ersten Überzahl-Gegentor nimmt Joel Keussen Klein komplett die Sicht. Beim zweiten Tor kurvt der Augsburger Davies ungehindert hinter dem Tor. Dann muss die Box anders verteidigt werden, White steht völlig frei. Beim dritten wehrt Klein nach vorne ab, Holzmann bedankt sich.

Personal Marcel Müller, zum Auftakt gegen München noch gesperrt, sammelte vier Punkte gegen Augsburg – ein Tor, drei Assists. Kassiert indes eine dumme Strafe, die Augsburg zum 3:3 nutzt.

Patrick Seifert überzeugte Freitag und gegen Augsburg jeweils mit einem Assist. Seine Leistung ist ansprechend, ob er aber an der Seite von Kurt Davis am besten aufgehoben ist, darf man bezweifeln. Die Kombination ist deshalb riskant, weil neben Davis auch Seifert gerne offensiv handelt – gepaart etwa mit Sturmreihe eins stünden fünf offensiv-denkende Spieler auf dem Eis.

Was passieren muss

Verteidiger Es muss dringend ein Top-Verteidiger kommen, nach dem Weggang von Antonin Manavian und der dadurch freigewordenen Planstelle eines Importspielers. Kurt Davis ist mit der Aufgabe überfordert, weil er zu offensiv denkt und auch spielt. Erkennbar am Tor des Ex-Pinguine Christian Kretschmann zum 2:2, als Davis mit nach vorne geht – ohne Absicherung.

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