Krefelder gehen mit einem 4:2-Sieg bei den Eisbären in die Länderspielpause.

Berlin. Die Helden waren müde, verließen aber mit breiter Brust das Eis der Berliner Arena. Mit dem völlig verdienten 4:2-Erfolg bei den Eisbären feierten die Krefeld Pinguine den dritten Sieg in Folge und haben sich damit in der Spitzengruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erst einmal festgesetzt. Jetzt können die Krefelder erst einmal eine Woche lang die Beine hochlegen, erst am kommenden Sonntag steht die nächste Trainingseinheit auf dem Programm. Einzig für Patrick Hager und Daniel Pietta geht der Spielstress weiter, sie sind mit der deutschen Nationalmannschaft beim Deutschland-Cup im Einsatz.

"Man hat gesehen, dass die Spieler sehr müde sind"

"Ich bin froh, dass wir jetzt Pause haben. Denn man hat gesehen, dass die Spieler sehr müde sind. Sie sollen sich jetzt einmal mit ihren Familien erholen", sagte Coach Rick Adduono. Denn auch die Partie in Berlin hatte den Pinguinen alles abverlangt.

Die Krefelder, die auf Verteidiger Richard Pavlikovsky (Oberschenkelprellung) verzichten mussten, agierten über weite Strecken hochkonzentriert, entschieden die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich und waren im Angriff weitaus gefährlicher als ihr Gegner. Folgerichtig gingen die Gäste eingangs des Mittelabschnitts durch Justin Kelly in Überzahl in Führung (21.).

Ein Treffer, der die Berliner völlig außer Tritt geraten ließ. Die Pinguine hatten die Begegnung nun im Griff, verpassten es aber zunächst, entscheidend nachzulegen. Das allerdings holten sie binnen knapp einer Minute im Schlussabschnitt nach. Zunächst traf Roland Verwey am überraschten Eisbären-Goalie Zepp vorbei ins kurze Eck, dann traf Daniel Pietta erneut im Powerplay zur klaren 3:0-Führung.

Doch wie schon im Heimspiel gegen die Berliner waren die Pinguine wieder drauf und dran, den Vorsprung zu verspielen. Regehr traf zum 1:3 (51.), Felski ließ den Anschlusstreffer (52.) folgen, und bei den Pinguinen begann plötzlich wieder das große Zittern. Als die Gastgeber den Torhüter vom Eis nahmen, Paul Albers sich eine Strafzeit einhandelte, gab esbange Sekunden zu überstehen. Doch dann stellte Charlie Stephens mit einem Schuss von der eigenen Toraußenlinie in den gegnerischen Kasten den Sieg sicher.

Tor: Langkow (Kovacic); Abwehr: Kozhevnikov, Milo; Schopper, Akdag; Alberts, Trepanier; Angriff: Vasiljevs, Pietta, Blank; Hager, Stephens, Endraß; Driendl, Kelly, Verwey; Riefers, Tepper

13800

Oswald

0:1 (20:30) Kelly (Vasiljevs, Pietta/5-4), 0:2 (43:06) Verwey (Pietta, Akdag), 0:3 (44:05) Pietta (Milo, Blank/5-4), 1:3 (50:05) Regehr (Pohl), 2:3 (51:30) Felski (Weiß), 2:4 (59:53) Stephens (Langkow/ empty-net)

Berlin: 8; Pinguine: 12

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