Der neue Pinguine-Trainer Rick Adduono spricht nach seiner Ankunft Klartext.

Der neue Pinguine-Trainer Rick Adduono spricht nach seiner Ankunft Klartext.
Stürmer Daniel Pietta (l.) begrüßte Rick Adduono und dessen Frau Melanie.

Stürmer Daniel Pietta (l.) begrüßte Rick Adduono und dessen Frau Melanie.

Rick Adduono (hinten, r.) nach seiner Ankunft im Gespräch mit WZ-Redakteur Steffen Hoss.

Samla, Bild 1 von 2

Stürmer Daniel Pietta (l.) begrüßte Rick Adduono und dessen Frau Melanie.

Krefeld. Er sieht ein bisschen müde aus, setzt aber sofort sein altbekanntes Grinsen auf. Als Rick Adduono gestern um kurz nach 12 Uhr zusammen mit seiner Frau Melanie am König-Palast eintrifft, ist die Neugier auf den alten neuen Trainer groß.

Co-Trainer Ville Vaija wartet schon vor dem Gebäude, um seinen neuen Chef zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Pinguine-Boss Wolfgang Schulz meldet sich telefonisch nach der Ankunft des Kanadiers, der aber zuerst mit der WZ spricht. „Ich hätte nicht damit gerechnet, hier noch mal Trainer zu sein, aber als ich gefragt wurde, war klar, ich werde helfen“, sagt Adduono. Sein Ziel sei es, die Mannschaft so schnell wie möglich kennenzulernen und das Team noch in die Play-offs zu führen.

Von Toronto über London nach Düsseldorf

Adduono war mit dem Flieger aus Toronto angereist und landete gestern Vormittag nach einem Zwischenstopp in London in Düsseldorf. Viel Zeit zum Packen blieb dem 61-Jährigen laut eigener Aussage aber nicht. „Als ich die Entscheidung getroffen habe, es zu machen, haben wir schnell die Weihnachtsutensilien ins Haus meiner Tochter gebracht und die Sachen für unseren Aufenthalt in Deutschland zusammengesucht“, grinst Adduono und ergänzt: „Ohne meine Frau an meiner Seite, hätte ich das niemals geschafft, ich bin sehr froh, dass sie mit dabei ist.“

Die Adduonos werden in die ehemalige Wohnung von Ex-KEV-Spieler Steve Hanusch ziehen. Die Verteidiger war vor rund vier Wochen freigestellt worden.

Donnerstagvormittag wird der Kanadier erstmals das Training der Schwarz-Gelben leiten. Sein Hauptaugenmerk wird er vor dem wichtigen Heimspiel am Freitag gegen die Kölner Haie darauf legen, defensiv konzentriert zu Werke zu gehen und die Köpfe der Spieler wieder freizumachen. „Ich werde mich noch mit Franz (Franz-David Fritzmeier, Anm. d. Red.) über das Team austauschen. Ich finde es schade, dass er weg ist“, sagt Adduono, der betont, wieder ein guter Trainer für Krefeld sein zu wollen. „Das Ziel müssen die Play-offs sein, egal auf welchem Weg“, spricht Adduono Klartext.

Pietta begrüßt Adduono vor der Halle

Zwei Tage vor dem Derby gegen Köln haben die Pinguine über 6000 Karten verkauft. Damit ist das Spiel im Vorverkauf die zuschauerstärkste Begegnung der Saison. Die Pinguine empfehlen den Vorverkauf, um am Freitag lange Schlangen zu vermeiden. Geschäftsführer Karsten Krippner: „Wir freuen uns auf einen vollen König-Palast.“ Karten in fast allen Kategorien sind unter kevtickets.de sowie in den Fanshops am König-Palast und im Mediencenter Krefeld erhältlich.

Das Spiel der Pinguine Freitag  gegen Köln können Sie bei uns im Internet im Liveticker ab 19 Uhr verfolgen unter wz.de/krefeld

Als einer der ersten Spieler begrüßte Daniel Pietta seinen alten Lehrmeister gestern. „Ich freue mich, Dich wiederzusehen“, sagte Adduono, bevor er dem Stürmer zur Geburt seines Sohnes gratulierte. „Er wird Dir gut tun“, so Adduono, der von Pietta prompt an der Nase herumgeführt wurde, als dieser ihm sagte, sein Sohn würde Rick heißen – in Wirklichkeit aber den Namen Henry trägt.

Adduono nahm’s mit Humor – wie immer, wenn er damit für Lockerheit sorgen kann. Doch mit Lockerheit allein wird sich das Ruder beim aktuellen Tabellenletzten der Deutschen Eishockey Liga dieses Mal wohl nicht rumreißen lassen.

Dementsprechend wichtig wird es sein, dass Adduonos Kniffe ab dem ersten Training am Donnerstag fruchten. Zum Glück wird Adduono nicht viel Zeit brauchen, sich in seinem neuen, alten Umfeld einzuleben. „Ob ich es schaffe, noch rechtzeitig einen Weihnachtsbaum zu holen, weiß ich nicht“, sagt er und geht mit den Worten in das Büro des Pinguine-Geschäftsführers Karsten Krippner: „Jetzt zählt nur der Verein.“

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