Die Pinguine verlieren auch das zweite Spiel des Jahres mit 1:2 im Penaltyschießen gegen den ERC Ingolstadt.

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Zum Abschied führte Christian Ehrhoff (Mitte) das symbolische Eröffnungsbully mit Mark Voakes (l.) und Ingolstadts Kapitän Tim Conboy aus.

Zum Abschied führte Christian Ehrhoff (Mitte) das symbolische Eröffnungsbully mit Mark Voakes (l.) und Ingolstadts Kapitän Tim Conboy aus.

Krefeld Pinguine

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Zum Abschied führte Christian Ehrhoff (Mitte) das symbolische Eröffnungsbully mit Mark Voakes (l.) und Ingolstadts Kapitän Tim Conboy aus.

Krefeld. Das neue Eishockey-Jahr hat nicht gerade gut für die Krefeld Pinguine begonnen. Nach der 1:2-Niederlage am Freitag bei den Augsburger Panthern ging auch das erste Heimspiel 2013 gegen den ERC Ingolstadt mit 1:2 verloren.

Diesmal allerdings gab es für die Schwarz-Gelben zumindest einen Punkt, da die Niederlage erst nach dem Penaltyschießen feststand. Den größten Nackenschlag hatte es aber bereits einige Stunden zuvor gegeben, als die Meldung über den Ticker lief, dass der Arbeitskampf in der National Hockey League (NHL) beendet sei.

Damit war klar, dass auch das Gastspiel von Christian Ehrhoff in Krefeld zu Ende war. Den Nationalverteidiger erreichte die Nachricht vom Ende des Lockouts, während er sich auf die Partie gegen Ingolstadt vorbereitete. Nur wenig später trudelte dann die Mitteilung ein, dass er auch nicht mehr das Trikot der Pinguine überstreifen dürfe.

Die Mannschaft ist Christian Ehrhoff sichtlich ans Herz gewachsen

Zumindest konnte er sich in aller Form von den Fans verabschieden. Hatte er schon vor der Partie zahlreiche Fotowünsche erfüllt, fleißig Autogramme geschrieben und unzählige Hände geschüttelt, so ging Letzteres in den beiden Drittelpausen auf dem Eis und nach der Partie weiter. Als er im Mittelkreis seine Teamkollegen beim Einlauf der Mannschaft empfing, da hatte er, wie er zugab, schon einen mächtigen Kloß im Hals.

Denn keine Frage, die Mannschaft ist ihm in den mehr als fünf Monaten richtig ans Herz gewachsen. „Schade, dass es vorbei ist. Denn es war eine Superzeit. Es hat Riesenspaß gemacht, das ist eine charakterlich starke Truppe. Dazu kommt die tolle Stimmung in der Halle und die Euphorie in der Stadt. Zumindest die Stimmung auf den Rängen werde ich vermissen. So etwas gibt es in der NHL nicht“, sagte der 30-Jährige, dem am Sonntag nicht viel mehr blieb, als den Pinguinen kräftig die Daumen zur drücken.

Pinguine:

Tor: Langkow (Wendler)

Abwehr: Robar, Akdag; Milo, Pavlikovsky; Meyers, Sonnenburg; Hanusch

Sturm: Blank, Driendl, Vasiljevs; Courchaine, Voakes, Methot; Verwey, Pietta, Schymainski; Orendorz, Kretschmann, Ostwald

Bauer/Schukies

1:0 (5:06) Courchaine (Voakes, Methot), 1:1 (25:22) Motzko (Ross, OConnor/5-4), Penalty: Hahn

Pinguine: 14; Ingolstadt: 12

Was letztlich nicht ganz reichen sollte, denn nach einem überlegen geführten ersten Drittel, in dem Adam Courchaine schon früh auf Pass von Mark Voakes der Führungstreffer gelungen war (5.), hatte man leichtfertig zahlreiche Möglichkeiten auf weitere Treffer vergeben.

So kamen die Ingolstädter im Mittelabschnitt wieder zurück. In Überzahl markierte Motzko den Ausgleich (26.). Danach hatten die Gäste sogar bei einer zweiminütigen doppelten Überzahl die große Chance, selbst in Führung zu gehen, doch die Pinguine stemmten sich aufopferungsvoll der Übermacht entgegen und wirkten auch im Schlussabschnitt etwas frischer als der Gegner, der ebenfalls wie die Krefelder am Montag konsequent vier Angriffsreihen einsetzte, was dem Tempo des Spieles nur gut tat.

Die Entscheidung sollte allerdings erst in der Zusatzschicht fallen. Nach torloser Verlängerung konnten auch die ersten drei Schützen beider Teams im Penaltyschießen keinen Treffer erzielen. Erst Hahn brachte im achten Versuch den Puck im Netz unter und verhagelte den Krefeldern damit ein wenig die Abschiedsstimmung.

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