Die Pinguine verlieren auch in Wolfsburg – erstes Gegentor bereits nach 34 Sekunden.

Knapp 100 Fans begleiteten die Pinguine nach Wolfsburg.
Knapp 100 Fans begleiteten die Pinguine nach Wolfsburg.

Knapp 100 Fans begleiteten die Pinguine nach Wolfsburg.

samla

Knapp 100 Fans begleiteten die Pinguine nach Wolfsburg.

Wolfsburg. Keine Punkte, keine Tore – nach der Derby-Pleite gegen die DEG unterlagen die Krefeld Pinguine am Sonntag in Wolfsburg ebenfalls mit 0:4, rutschten auf den letzten Tabellenplatz ab. Den Schwarz-Gelben gelang zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen kein einziger Torerfolg am Wochenende.

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen wie nach der jüngsten Niederlagenserie. Trainer Franz Fritzmeier suchte nach Lösungen in seinen Angriffsformationen – mit zwei Ansätzen: mehr Effizienz, mehr Verantwortung. Dazu gehörte in Wolfsburg die Auflösung des Paradesturms und die Trennung von Daniel Pietta und Marcel Müller. Jenes Duo, das zu Saisonbeginn – zusammen mit Dragan Umicevic – die Liga dominiert hatte und die ersten beiden Plätze der Scorerwertung belegt hatte.

Pietta vom Center nach außen, Müller von außen nach innen

Müller bekam als Center der zweiten Reihe mehr Verantwortung aufgetragen. Pietta, der zuletzt ausgepowert wirkte, spielte nach wie vor im ersten Sturm – jedoch nicht als Mittel-, sondern als Außenstürmer. Eben um dem 30-Jährigen Last von den Schultern zu nehmen. Das schien ihm gut zu tun, denn die meisten torgefährlichen Aktionen im gesamten Spiel gingen von Pietta aus. Entweder versuchte er seine Mitspieler einzusetzen oder suchte selbst den Abschluss (sechs Torschüsse). Pietta war der Wille anzumerken. Dabei hatte die Begegnung für ihn alles andere als gut begonnen. Zum Auftaktbully stand Pietta auf dem Eis. 34 Sekunden später war der erste Wechsel für ihn beendet, und da lag der Puck bereits im eigenen Tor. Tim Hambly leitete mit einem Stellungsfehler einen Konter der Gastgeber ein. Wieder war es Hambly, der patzte. Auswärts zu Spielbeginn als Verteidiger zu weit aufrücken – ein taktisches Fehlverhalten erster Güte. Auch in Unterzahl lief es nicht besser. James Sharrow traf zum 2:0 (11.).

Die Anzahl der Fehler ist auch am Sonntag wieder zu hoch

Die Fehlerquote der Pinguine war auch am Sonntag zu hoch. Patrick Galbraith ließ einen Schuss von Sharrow durchrutschen. Mike Little ließ Brent Aubin die Scheibe zum 3:0 einschieben (15.). Und Müller? Durch seine neuen Aufgaben war der Stürmer oft defensiv gebunden, konnte sich offensiv nicht wie gewohnt in Szene setzen. Müller gelang kein einziger Torabschluss. Zudem stand er beim vierten Gegentreffer auf dem Eis. Da war Nick St. Pierre zu weit aufgerückt. Christoph Höhenleitner versenkte den Konter (33.).

Auch wenn der Einsatz am Sonntag um ein vielfaches besser war als im Derby am Freitag, im Endergebnis war die Begegnung in Wolfsburg ein Spiegelbild der sechs Niederlagen zuvor. Individuelle Fehler, keine Effektivität im Angriff und dazu ein Gegentor in Unterzahl.

Tor: Galbraith (Treutle);
Abwehr: Little - Hambly, St. Pierre - Klubertanz, Sonnenburg - Vainonen;
Sturm: Pietta - Rosa - Umicevic, Collins - Müller - Schymainski, Mieszkowski - Koziol - Vasiljevs, Orendorz - Ness - Faber

1:0 (0:34) Pfohl (Aubin, Voakes), 2:0 (10:38) Sharrow (Voakes - 5:4), 3:0 (14:14) Aubin (Sharrow, Voakes), 4:0 (32:08) Höhenleitner (Fauser, Furchner)

Hurtik, Krawinkel

2 490

Wolfsburg 4, Krefeld 10

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