Martin Jiraneks Stuhl wackelt weiter, und Kandidaten für seinen Job als Chefcoach der Krefeld Pinguine gibt es einige.

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Bill Stewart

Bill Stewart

Bill Stewart

Krefeld. Martin Jiranek hat es dieser Tage sicher nicht leicht. Er kannt nicht viel mehr als arbeiten und einfach nur abwarten. Denn eine Jobgarantie hat der Trainer der Krefeld Pinguine auch nach der engagierten Vorstellung seiner Mannschaft bei der unglücklichen 3:4-Niederlage im Penaltyschießen gegen den deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin nicht bekommen. Das konnte auch keiner erwarten.

Im Gegenteil: Wilfrid Fabel hat als Sprecher der Gesellschafter den Druck nochmal erhöht. Fabel, der bereits vor Wochen das Schicksal des Trainer und des Sportlichen Leiters miteinander verknüpft hatte, "Jiranek und Ehrenberger sind ein Team", macht unmissverständlich klar, dass die Zukunft des Chefcoachs einzig und allein mit der Punkteausbeute in den kommenden Spielen verknüpft ist. Der Achtungserfolg gegen Berlin brachte also nicht mehr als eine weitere Schonfrist. Eine Schonfrist, die bereits bei einer Niederlage im Heimspiel am kommenden Freitag gegen die Kölner Haie und damit ausgerechnet gegen Jiraneks Vorgänger Igor Pavlov ablaufen dürfte.

Die Pinguine haben sicher einen Plan B in der Schublade

Denn man darf getrost voraussetzen, dass die Pinguine für alle Fälle einen Plan B in der Schublade haben. Das gehört sich so, wenn man ein Unternehmen seriös führen will, wenn auch die Turbulenzen in der Führungsetageder vergangenen Woche vielleicht etwa anderes vermuten lassen.

Deshalb sollte es nicht wundern, sollte der Klub bereits erste Gespräche mit potentiellen Nachfolgern geführt haben. Ob dabei auch erste Verhandlungen geführt wurden, um die vakante Position des Sportlichen Leiters zu besetzen, oder dieser nicht unbeträchtlicher Ausgabeposten künftig gänzlich eingespart wird, darüber kann man derzeit nur spekulieren.

Arrivierte Bewerber für Jiraneks Job wären indes genug auf dem Transfermarkt: Bill Stewart, bereits einmal in Krefeld tätig, ist derzeit auf Arbeitssuche. Benoit Laporte, trainiert momentan den HC Ambrì-Piotta (Schweiz) - eine Rückkehr des Kanadiers, der zuletzt den ERC Ingolstadt betreut hat, in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist gleichwohl denkbar. Als weiterer Kandidat kommt der ehemalige Bundestrainer Greg Poss, der nach seiner Entlassung im November 2007 bei den Mannheimer Adlern immer noch auf deren Gehaltsliste steht, ebenso in Frage wie Greg Thomson, derzeit Assistenzcoach beim ERC Ingolstadt, den einige gerne schon vor der Verpflichtung von Igor Pavlov in Krefeld gesehen hätten.

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