Nach zwei Siegen in Folge unterliegen die Krefelder den Eisbären Berlin mit 2:4. Ehrhoff erzielt ein Tor.

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Herberts Vasiljevs (r.) im Duell mit einem Berliner. Vasiljevs verpasste nach Ehrhoff-Vorlage die frühe Führung.

Herberts Vasiljevs (r.) im Duell mit einem Berliner. Vasiljevs verpasste nach Ehrhoff-Vorlage die frühe Führung.

Bischof

Herberts Vasiljevs (r.) im Duell mit einem Berliner. Vasiljevs verpasste nach Ehrhoff-Vorlage die frühe Führung.

Krefeld. Die kleine Erfolgsserie der Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist zu Ende. Nach zwei Siegen in Folge mussten die Krefelder am Dienstag gegen die Berliner Eisbären mit 2:4 (0:3, 2:0, 0:1) eine bittere, weil unverdiente Heimniederlage einstecken.

Trotz der jüngsten Erfolge der Pinguine und des Gastspiels von Christian Ehrhoff wollten nur vergleichsweise wenige Zuschauer das Gastspiel der Eisbären sehen. Der Dienstag ist halt kein Tag für Eishockey.

Doch die knapp mehr als 4000 Besucher sollten eine Partie von großem Unterhaltungswert erleben. Erst lagen die Gastgeber nach 20 Minuten fast aussichtslos mit 0:3 zurück, dann kämpften sie sich im zweiten Abschnitt auf 2:3 heran, um am Ende doch unglücklich als Verlierer vom Eis zu gehen.

In der Anfangsphase lassen die Pinguine zahlreiche Chancen liegen

Der Titelträger aus Berlin ist keineswegs optimal aus den Startlöchern gekommen und war vor der Partie nur auf Tabellenplatz zehn zu finden. Trotzdem – dass wussten auch die Krefelder – bestand zur Überheblichkeit kein Anlass.

Zumindest in der Anfangsphase wirkten die Gastgeber konzentriert. Dusan Milo vergab nach nur 16 Sekunden die erste große Chance, er verfehlte das Tor knapp, und auch Martin Schymainski machte es nicht besser. Auch er zielte vorbei (8.).

Pinguine - Eisbären 2:4 (0:3, 2:0, 0:1)

 

Krefeld Pinguine, Tor: Langkow (Wendler), Abwehr: Pavlikovsky, Milo; Ehrhoff, Akdag; Meyers, Robar;  Hanusch; Sturm: Blank, Pietta, Vasiljevs; Schymainski,  Voakes, Methot; Driendl, Ostwald, Klöpper; Sonnenburg, Kretschmann, Hanusch; Orendorz

 

Schiedsrichter: Daniels/Piechaczek

 

Zuschauer: 4069

 

Tore: 0:1 (13:04) Hördler (Tallackson, Buch/5-4), 0:2 (13:36) Weiß (Mullock), 0:3 (18:12) Mullock (Faber, Braun), 1:3 (25:38) Pietta (Robar, Ehrhoff), 2:3 (40:00) Ehrhoff (Blank, Meyers), 2:4 (49:15) Busch (Tallackson, Arniel)

 

Strafzeiten: Pinguine: 10, Eisbären: 20

Als Herberts Vasiljevs nach einem glänzenden Steilpass von Ehrhoff frei auf Berlins Goalie Zepp auftauchte und damit die klarste Chance zum Führungstreffer nicht nutzen konnte, sollte das Spiel kippen. Binnen 32 Sekunden schlugen die Gäste zweimal zu.

Zunächst durch Hördler, der im Powerplay freistehend einschoss, nur wenig später traf Weiß, der von einem katastrophalen Fehlpass von Sinan Akdag profitierte (14.). Dass Mullock noch vor der ersten Drittelsirene das 3:0 folgen ließ, verbesserte die Stimmung auch nicht gerade.

Coach Rick Adduono, der im ersten Durchgang weitgehend mit nur drei Blöcken agierte, reagierte. Er stellte in der Abwehr um und Robar für den völlig indisponierten Akdag zu Ehrhoff. Das zahlte sich prompt aus. Ein Puckgewinn von Robar an der Bande, ein genialer Steilpass von Ehrhoff auf Daniel Pietta, der den Puck eiskalt ins Tornetz hämmerte – die Pinguine schöpften neue Hoffnung (26.).

Driendl, der nach Schuss von Ehrhoff den Pfosten traf (28.), hätte ebenso wie später Blank (36.) bereits jeweils im Powerplay für den Anschlusstreffer sorgen müssen, doch das besorgte Ehrhoff letztlich höchstselbst. In buchstäblich allerletzter Sekunde drosch der 30-Jährige mit Ertönen der Drittelsirene die Scheibe humorlos an Zepp vorbei ins kurze Eck.

Die Pinguine waren wieder dran und dominierten in der Folge das Geschehen, weil die Gäste kräftemäßig abbauten. Zählbares sprang dabei indes nicht heraus, weil die Krefelder wieder beste Torchancen leichtfertig vergaben. Stattdessen trafen die Gäste: Ein Kontertor von Busch besiegelte die Niederlage (50.).

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