Krefeld steht vor dem Duell mit den Straubing Tigers unter Druck.

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Andreas Driendl (r.) musste mit seinem Team in der CHL die fünfte Niederlage hinnehmen.

Andreas Driendl (r.) musste mit seinem Team in der CHL die fünfte Niederlage hinnehmen.

Jochmann

Andreas Driendl (r.) musste mit seinem Team in der CHL die fünfte Niederlage hinnehmen.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine hatten es selber in der Hand, durch einen Sieg in der Champions Hockey League Selbstvertrauen zu tanken. Doch trotz einer 3:1-Führung musste sich das Team von Trainer Rick Adduono am Ende Sonderjysk Vojens mit 3:4 geschlagen geben. „Dies war eins der schlechtesten Spiele, die ich von unserer Mannschaft in den letzten Jahren gesehen habe“, sagt ein verärgerter Rüdiger Noack (Sportlicher Leiter) am Donnerstag. Und auch Nick St. Pierre sprach von einer Nacht mit wenig Schlaf. „Bei uns spuken jetzt natürlich viele Gedanken im Kopf rum“, sagte der Verteidiger.

Zu wenig Teamplay, kein konsequentes Verteidigungsspiel und Gegentore im Minutentakt – die Liste der Mängel bei den Schwarz-Gelben ist lang und muss so schnell wie möglich behoben werden. „Wir müssen schneller und besser spielen“, ruft Trainer Adduono dann auch beim Training am Donnerstag durch den König-Palast.

Das Duell mit den Tigers kann wegweisend sein

Am Abend zuvor hatte der Übungsleiter mit einer lautstarken Ansprache nach Spielschluss noch die Wände im König-Palast wackeln lassen. Selbst für den – vor allem nach Niederlagen – doch recht emotionalen Adduono war dies eine Ansprache, die sich gewaschen hatte. Viel Zeit zum Korrigieren bleibt dem Kanadier aber nicht. Bereits Freitag steht das Duell mit den Straubing Tigers auf dem Programm.

Die Schwarz-Gelben erwarten dann doch wieder deutlich mehr als die 2024 Zuschauer, die am Mittwochabend dem CHL–Spiel beigewohnt hatten. „Wir rechnen mit 3500 bis 4000 Zuschauern. Wir brauchen jetzt die Unterstützung von jedem Einzelnen“, sagt Pressesprecher André Schicks.

Denn mit den Tigers kommt ein Team in den König-Palast, das es unter allen Umständen zu schlagen gilt. Die Mannschaft von Trainer Rob Wilson kassierte in den ersten vier DEL–Spielen ebenfalls drei Niederlagen und plagt sich zudem noch mit einer Verletztenmisere herum. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen“, sagt St. Pierre. Wie Reihen für das Spiel gegen Straubing aussehen werden, wurde beim Abschlusstraining am Donnerstag noch nicht deutlich.

Am Donnerstag trainerte Francois Methot wieder mit der Mannschaft auf dem Eis. Der Stürmer hatte sich Anfang September einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen. Methot soll aber noch keine Alternative für das Wochenende sein.

Nach ihren Sperren in der CHL werden Daniel Pietta und Joel Perrault wieder zur Verfügung stehen. Colin Long, der am Mittwoch an der Seite von Adam Courchaine und Norman Hauner stürmte, wird es trotz seiner zwei Torbeteiligungen wohl schwer haben, am Wochenende im Kader zu stehen.

Seine körperlichen Defizite sind auch von seinen technischen Fähigkeiten nur schwer zu kompensieren. Am Sonntag steht dann das schwere Auswärtsspiel bei den Grizzly Adams Wolfsburg auf dem Programm. Ein zweites Null-Punkte-Wochenende dürfen sich die Pinguine nicht erlauben, um endlich in die Erfolgsspur zu finden.

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