Die Partie der Krefelder in Nürnberg war bis zum Ende spannend. Vasiljevs und Verwey treffen.

Eishockey
Kapitän Herberts Vasiljevs erzielte in Nürnberg die frühe Führung für die Pinguine.

Kapitän Herberts Vasiljevs erzielte in Nürnberg die frühe Führung für die Pinguine.

Eibner

Kapitän Herberts Vasiljevs erzielte in Nürnberg die frühe Führung für die Pinguine.

Nürnberg. Es gibt nicht viele Mannschaften in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), die in der Tabelle hinter den Krefeld Pinguine (derzeit Zwölfter) rangieren. Die Nürnberg Ice Tigers sind eines dieser beiden Teams. Doch der Schein trügt, die Tiger hatten vor der Partie am Freitag vier der sieben Spiele im Jahr 2012 gewonnen, drei davon waren Heimspiele. Beim Duell am Freitag mussten sie sich den Pinguinen mit 0:2 (0:1, 0:0, 0:1) geschlagen geben.

Das erste Drittel fing prächtig an für die Gäste aus Krefeld. Nach guten Möglichkeiten von Blank und Pavlikovsky in den ersten Minuten war es Kapitän Herberts Vasiljevs, der die Pinguine durch einen Schuss aus zen Metern von halbrechts ins lange Eck in Führung brachte (4.). Vor allem seine Formation mit Rok Ticar und Duncan Milroy, die diesmal offiziell als vierte Reihe agierte, war es, die im ersten Drittel durch Spielfreude und Einsatzwillen überzeugte.

Nach dem starken ersten Drittel bauten die Krefelder etwas ab

Eine Doppelchance von Ondrus und Blank in der 11. Minute brachte keinen Ertrag, bei zwei Unterzahl-Situationen zeigten die Krefelder, warum sie immer noch das beste Team der Liga sind, wenn Spieler auf der Strafbank sitzen. Torhüter Scott Langkow wirkte weniger angeschlagen als in den Spielen zuletzt.

Im zweiten Drittel agierten die Pinguine nicht ganz so dominant wie im ersten. Das jedoch konnten die Ice Tiger nicht nutzen, wohl auch, weil in Eric Chouinard und Yan Stastny die beiden besten Scorer verletzungsbedingt kurzfristig passen mussten. Verwey hatte nach Driendl-Pass das 2:0 auf dem Schläger, jedoch hielt der beste Nürnberger auf dem Eis, Goalie Patrick Ehelechner, den Schuss (30.).

Tiger-Spieler Oblinger erhielt zwei Minuten später einen Zehn-Minuten-Strafe, weil er weitergespielt hatte, obwohl wegen Abseits abgepfiffen war. Das jedoch konnten die Pinguine ebenso wenig nutzen wie eine Nürnberger Strafzeiten einige Minuten zuvor. Weil jedoch den Hausherren auch nicht viel einfiel vor dem Tor von Langkow, blieb es bei der knappen Krefelder Führung. Dass die Nürnberger zum Ende des zweiten Drittels mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet wurden, war bezeichnend.

Ice Tigers - Pinguine 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Aufstellung: Tor: Langkow (Kovacic); Abwehr: Milo, Pavlikovsky; Akdag, Robar; Trepanier, Dück (Zerressen); Angriff: Blank, Pietta, Methot; Hager, Driendl, Verwey; Shvidki, Ondrus, Endraß; Vasiljevs, Ticar, Milroy

Zuschauer: 3817 Schiedsrichter: Lars Brüggemann Tore: 0:1 (4:30) Vasiljevs (Ticar, Milroy), 0:2 (57:16) Verwey (Hager, Driendl) Strafminuten: Nürnberg 4 + 10 gegen Oblinger, Pinguine 8

Die Pinguine haben am Sonntag wegen des „Lachenden König-Palastes“ spielfrei. Das nächste Heimspiel findet am Dienstag, 19.30 Uhr, gegen Iserlohn statt. Das Spiel können Sie wie gewohnt im WZ-Live-Ticker verfolgen.

Die Ice Tigers starteten stark ins dritte Drittel und drängten auf den Ausgleich. Zweimal Frosch, Collings und Barta hatten Möglichkeiten zum 1:1. Es blieb aber lange Zeit bei der knappen Krefelder Führung aus der 5. Spielminute und ein offener Schlagabtausch. Hager konnte eine Vorlage von Pietta nicht nutzen (51.), Langkow hielt gegen den Nürnberger Aab stark (52.).

Wie aus dem Nichts fiel letztlich die Entscheidung zum 2:0. Patrick Hager bediente zwei Minuten vor dem Ende Roland Verwey, der sofort abzog und Ehelechner im Tor keine Chance ließ. Die Nürnberger Fans hatten genug gesehen. Sie pfiffen nicht nur, sondern bewarfen sogar die eigene Mannschaft mit Bechern und beleidigten die Spieler verbal.

Weil die Konkurrenz punktete (Iserlohn und Düsseldorf siegten jeweils 4:0, nur Augsburg verlor), treten die Krefelder in der Tabelle auf der Stelle.

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