5:4 – entscheidendes Tor ist Kapitän Wasiljews vorbehalten.

Krefeld. Die durch Verletzungen weiter dezimierten Krefeld Pinguine bewiesen einen Tag vor der Zusammenkunft der Gesellschafter echten Teamgeist. Sie rackerten, kämpften schossen und zwangen den Meister Eisbären Berlin letztlich nach Penaltyschießen mit 5:4 (0:0, 2:3, 2:1, 1:0) in die Knie. Herberts Wasiljews verwandelte den entscheidenden Penalty und sicherte den Krefeldern so zwei wichtige Punkte im Play-of-Rennen.

Zwar konnte Rob Globke auflaufen, dafür musste neben Andreas Driendl (Knieverletzung) auch Marcel Noebels (Entzündung im Fuß) passen. Damit wuchs die Zahl der Pinguine im Krankenstand auf acht(!) an. Wahrlich keine guten Voraussetzungen für das Duell mit dem Meister, vor dem die Krefelder erstmal Blumen sprechen ließen.

So gab es sowohl für Berlins Urgestein Sven Felski (800. DEL-Spiel) ein Sträußchen wie für Pinguine-Stürmer Roland Verwey, der seine 500. Begegnung in der Deutschen Eishockey Liga bestritt.

Den Pinguinen merkte man die Ausfälle kaum an. Nicht die favorisierten Berliner, sondern die Gastgeber dominierten eine tempogeladene und jederzeit rassigen Partie mit nur sehr wenigen Unterbrechungen.

Während die Eisbären zunächst kaum zu gelungenen Aktionen kamen, hatten die Pinguine mehrfach den Führungstreffer auf dem Schläger. Riefers (8.), der in einer Reihe mit Verwey und Charlie Stephens spielte, Payer (16.), Pietta (17.), Endraß (17.), Rourke (18.), und Stephens (20.) vergaben Chancen im Minutentakt.

Aufstellung Krefeld Pinguine

Tor: Langkow (Kovacic)

Abwehr: Kohzevnikov, Akdag; Rourke, Schoper; Grönvall, Cespiva

Angriff: Verwey, Stephens, Riefers; Wasiljews, Pietta, Endraß; Huebscher, Payer, Globke;

Schiedsrichter: Looker

Zuschauer: 2.716

Tore: 1:0 (25:14) Stephens, 2:0 (28:15) Endraß (Rourke/Wasiljews), 2:1 (28:29) Roach (T. Mulock, Felski), 2:2 (30:04) T. Mulock, 2:3 (34:59) Regehr (Felski/5-4), 3:3 (43:46) Rourke (Pietta, Schopper/5-4), 3:4 (52:20) Braun /Felski), 4:4 (56:15) Pietta (Endraß/5-4), Penalty: Wasiljews

Strafminuten: Pinguine: 16, Berlin: 21 + Spieldauer für Baxmann

Wie das erste endete, so begann das zweite Drittel - mit Chancen für die Gastgeber. Stephens per Bauerntrick (21.) und Globke vergaben jedoch. Der Führungstreffer sollte dennoch fallen. Stephens erkämpfte sich an der eigenen blauen Linie den Puck und ließ Zepp bei seinem Break keine Abwehrmöglichkeit.

Es sollte noch besser kommen. Michael Endraß erhöhte nach Zuspiel von Allan Rourke auf 2:0 (29.) - der Weckruf für die pomadig wirkenden Berliner. Nur 14 Sekunden später besorgte Roach das 1:2, dann traf T. Mulock zum Ausgleich. Damit nicht genug. Regehr brachte im Powerplay die Eisbären erstmals in Führung (35.).

Doch die Pinguine kämpften, schafften durch Rourke in Überzahl das 3:3 und nach Brauns Treffer zum 3:4 (53.) durch Daniel Piettas Überzahltreffer während einer Fünfminutenstrafe für Baxmann den 4:4-Ausgleich (57.) und somit die Overtime, die torlos blieb. Im Penaltyschießen sorgte Wasiljews für die Entscheidung. War für ein spannendes Spiel.

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