Um dem Nachwuchskonzept von DEL und DEB gerecht zu werden, wird ein zweiter hauptamtlicher Jugendtrainer eingestellt.

Eishockey
Tom Schmitz, Mike Schmitz, Luca Di Berado, Lukas Koziol (v.l.) gehören in der neuen Saison zum Profikader der Krefeld Pinguine.

Tom Schmitz, Mike Schmitz, Luca Di Berado, Lukas Koziol (v.l.) gehören in der neuen Saison zum Profikader der Krefeld Pinguine.

Dirk Jochmann

Tom Schmitz, Mike Schmitz, Luca Di Berado, Lukas Koziol (v.l.) gehören in der neuen Saison zum Profikader der Krefeld Pinguine.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben am Dienstag die Früchte ihrer Nachwuchsarbeit präsentiert. Mit Tom und Mike Schmitz, den Söhnen von Trainer Elmar Schmitz, und Torwart Lucas di Berardo wurden drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs für den Profikader vorgestellt. Hinzu kam mit Lukas Koziol eine ebenfalls erst 19-jährige Nachwuchshoffnung, dessen Verpflichtung die Pinguine vor anderthalb Wochen bekannt gegeben hatten.

Die DEL-Klubs müssen künftig mehr für die Nachwuchsarbeit tun

„Wir sind stolz, dass wieder einmal eine ganze Reihe von Spielern aus unserem Nachwuchs den Sprung in den Profikader geschafft haben“, sagt der Sportliche Berater Rüdiger Noack. Wem von den vier Talenten der Durchbruch in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gelingt, bleibt abzuwarten. Der Durchlass von der Jugend zu den Profis ist hingegen bei den Pinguinen vorbildlich – für die gesamte Liga. Und damit entsprechen die Pinguine auch ganz dem neuen Nachwuchskonzept, das die DEL und der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) erarbeitet haben. Dieses nimmt die Teams der DEL in die Pflicht, mehr für die Nachwuchsarbeit im deutschen Eishockey zu tun.

Das Konzept setzt Standards in den fünf Bereichen: Umfeld, Leistung U 16, Leistung U 19, Grundlage/Aufbau U 12 und U 14 und Rekrutierung (Anfänger U 8 bis U 10). Vor Ort soll der jeweilige Nachwuchskoordinator (Elmar Schmitz bei den Pinguinen) die Einhaltung der Standards überprüfen. Werden die Anforderungen im vollen Umfang erfüllt, erhalten die einzelnen DEL-Clubs eine Auszeichnung in Form von Sternen. Fünf Sterne bedeuten dabei den Bestwert und gleichzeitig den Erhalt einer Prämie sowie die eine Zulassung für die DNL. Bei der Bewertung kein Stern bis drei Sterne müssen die Vereine Ausgleichszahlungen an den Nachwuchsfonds zahlen.

„Wir gehen derzeit davon aus, dass wir fünf Sterne erhalten“, sagt Schmitz. Bis zum 1. August wird dazu noch ein zweiter hauptamtlicher Nachwuchstrainer eingestellt werden. „Wir haben schon immer ein besonderes Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit gelegt und haben da sicherlich andere Standards als andere Vereine“, sagt Noack. Die Vorstellung dreier Nachwuchsspieler, die seit dieser Saison zum Profikader gehören, sind der beste Beweis.

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