Die Krefelder führen gegen Berlin nach rund zwei Minuten mit 2:0 und verlieren am Ende doch mit 3:5.

Pinguine - Berlin
Daniel Pietta brachte die Pinguine bereits nach elf Sekunden mit 1:0 in Führung.

Daniel Pietta brachte die Pinguine bereits nach elf Sekunden mit 1:0 in Führung.

Jochmann, Dirk (dj)

Daniel Pietta brachte die Pinguine bereits nach elf Sekunden mit 1:0 in Führung.

Krefeld. Trotz einer 2:0-Führung nach nur 125 Sekunden haben die Krefeld Pinguine das neunte Heimspiel in Folge verloren. Gegen die Eisbären Berlin kassierten die Schwarz-Gelben gestern vor 3606 Zuschauern eine 3:5-Niederlage. Die Pinguine machten von Beginn an klar, dass nach nahezu zwei Monaten endlich wieder ein Heimsieg her sollte. Sie erwischten einen Traumstart, Pietta traf nach nur elf Sekunden durch die Beine von Petri Vehanen zur Führung.

Die Berliner Taktik war offenbar, die Paradereihe der Schwarz-Gelben zu provozieren. Nach 20 Sekunden bearbeitete Barry Tallackson Dragan Umicevic, und Micki DuPont suchte sich Marcel Müller heraus. Die Schiedsrichter ahndeten konsequent, die Pinguine spielten in Überzahl und bestraften die Eisbären mit dem Tor durch Mike Little – der erste DEL-Treffer für den Neuzugang (3.).

DuPont erzielt noch vor der Drittelpause den Anschlusstreffer

Es entwickelte sich ein körperbetontes Spiel, das für viel Stimmung auf den Rängen sorgte. In der Aufstellung der Pinguine fehlten der freigestellte Steve Hanusch und Thomas Supis (Unterarmbruch). Für die beiden Verteidiger rückten die Schmitz-Brüder, Mike und Tom, in den Kader. Mike Schmitz erhielt in den beiden ersten Dritteln regelmäßig Eiszeit und erledigte seine Aufgaben ordentlich, Bruder Tom erhielt keine Einsätze. Die Pinguine hatten Chancen auf den dritten Treffer, doch auch die Berliner blieben stets gefährlich und nutzten eine ihrer Gelegenheiten zum Anschlusstreffer – DuPont traf zum 1:2 (17.).

Im zweiten Drittel drehten die Berliner das Spiel. Andre Rankel sprang der Puck vor die Füße, der Torjäger zog direkt ab und traf über die Fanghand von Patrick Galbraith zum 2:2-Ausgleich (27.). Auch die Pinguine hatten ihre Möglichkeiten, doch nach den zwei frühen Gegentoren steigerte sich Vehanen im Berliner Tor, und es schien kein Vorbeikommen am Finnen mehr möglich.

Für die erste Gästeführung war Spencer Machacek verantwortlich, der im Nachschuss erfolgreich war. Zuvor leisteten sich die Pinguine erneut einen schweren individuellen Fehler im eigenen Drittel (35.). Zwei Überzahlspiele ließen die Schützlinge von Franz Fritzmeier ungenutzt, aber zu Beginn des letzten Drittels waren sie erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis erfolgreich. Nach einem Schlenzer von Nick St. Pierre traf Mike Collins im Nachschuss zum 3:3 (45.).

Tor: Galbraith (Treutle);

Abwehr: Hambly – St.Pierre, Klubertanz – Sonnenburg, Little – M.Schmitz, T.Schmitz;

Sturm: Müller – Pietta – Umicevic, Mancari – Rosa – Collins, Orendorz – Koziol – Vasiljevs, Schymainski – Kretschmann – Mieszkowski

Schiedsrichter: Köttstorfer, Schukies

Zuschauer: 3 606

Tore: 1:0 (0:11) Pietta (Müller, St.Pierre), 2:0 (2:05) Little (Vasiljevs, Schymainski – 5:4), 2:2 (26:53) Rankel (Tallackson, Wissmann), 2:3 (34:31) Machacek (MacQueen), 3:3 (44:20) Collins (St.Pierre, Little – 5:4), 3:4 (51:02) Olver (Petersen, Baxmann), 3:5 (59:49) Rankel (Machacek – 5:6)

Strafen: Krefeld 6, Berlin 14

Vier Minuten später wurde Christian Kretschmann von Julian Talbot in die Bande gecheckt und blutete. Doch anstatt den Berliner vorzeitig unter die Dusche zu schicken, kam Talbot ungestraft davon. Dann gingen die Berliner, die zuvor sechsmal in Folge auswärts verloren hatten, in Führung. Darin Olver war mit einem Alleingang erfolgreich (52.). Die beste Chance zum Ausgleich hatte Collins, der mit einem Penalty an Vehanen scheiterte (56.). Elf Sekunden vor Spielende, als die Pinguine mit sechs Feldspielern auf dem Eis standen, sorgte Rankel für den Endstand (60.).

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