Die Parade-Reihe kann den Ausfall des Stürmers gut kompensieren. 4:2-Erfolg gegen Meister Berlin.

Voller Einsatz und zwei Tore vorbereitet: Joel Perrault.
Voller Einsatz und zwei Tore vorbereitet: Joel Perrault.

Voller Einsatz und zwei Tore vorbereitet: Joel Perrault.

Oliver Behrendt

Voller Einsatz und zwei Tore vorbereitet: Joel Perrault.

Krefeld/Berlin. Die gute Nachricht vorweg: Nach den ersten Untersuchungen von Daniel Pietta hat sich der befürchtete Kreuzbandriss laut den Krefeld Pinguinen nicht bestätigt. Stattdessen habe der 27-Jährige Einblutungen am hinteren Kreuzband. Dazu komme ein Kapsel- und ein Muskelanriss. Läuft für Pietta alles optimal, könnte der Stürmer „nur“ sechs Wochen ausfallen und den Krefelder im Falle einer Play-off-Teilnahme unterstützen. Dennoch zeigten sich die Pinguine am Sonntag vom Ausfall unbeeindruckt und gewannen auswärts gegen die Eisbären Berlin mit 4:2.

Patrick Klöpper trifft bei seinem DEL-Comeback

Für Pietta rückte wie gegen Ingolstadt Joel Perrault in die Paradereihe. Die vierte Reihe mit Verteidiger Steve Hanusch und Christian Kretschmann füllte Patrick Klöpper auf. Der 19-Jährige war wochenlang nicht zum Einsatz gekommen. Klöpper bedankte sich umgehend für das in ihn gesetzte Vertrauen. In der siebten Spielminute erobert Hanusch hinter dem Tor den Puck und passte auf den völlig alleingelassenen 19-Jährigen. Der hatte keine Probleme, sein drittes Saisontor zu erzielen.

In einem schnellen und fairen Spiel hatten die Pinguine im ersten Drittel leichte Vorteile und profitierten von Abwehrfehlern der verunsicherten Eisbären. Andreas Driendl hätte frei vor dem leeren Tor die Führung erhöhen müssen (8. Minute), auch Hanusch kam frei zum Schuss (12.). Im Spiel Fünf gegen Fünf ging für Berlin nicht viel, das erste Berliner Powerplay brachte dann aber den Ausgleich. Kevin Clark ließ Sven Ziegler zu viel Raum, der einen Pass von Darin Olver verwandelte, als Krefeld gerade wieder komplett war (18.).

Den Ausfall von Pietta konnten Perrault am Sonntag mehr als kompensieren. Gut aus der Drittelpause gekommen, setzte sich Kevin Clark gegen drei Berliner durch, passte auf Perrault, der mit viel Übersicht Adam Courchaine am langen Pfosten bediente. Der Kanadier ließ Berlins Goalie Sebastian Elwing keine Chance (26.).

Berlin – Pinguine 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

Fünf Minuten später störte der immer besser werdende Perrault Ziegler neben dem Tor und wieder war Courchaine zur Stelle. Mit vollem Körpereinsatz wuchtete er die Scheibe unter die Latte, hatte noch Glück, als er über einen Gegenspieler am Tor vorbeiflog.

Tor: Duba (Lang); Abwehr: Meyers - Mebus, Robar - Akdag, Fischer - St. Pierre; Sturm: Clark - Perrault - Courchaine, Vasiljevs - Driendl - Blank, Verwey -Methot - Sofron, Hanusch - Kretschmann - Klöpper

Bastian Haupt, Willi Schimm

12 400

0:1 (6:29) Klöpper (Hanusch, Akdag), 1:1 (17:30) Ziegler (Olver, Mulock), 1:2 (25:18) Courchaine (Perrault, Clark), 1:3 (30:11) Courchaine (Perrault), 2:3 (44:38) SH Bell (Hördler), 2:4 (53:34) PP Clark (Fischer, Courchaine)

Berlin 10, Pinguine 12

Die Pausenansprache des um seinen Trainerjob bangenden Jeff Tomlinson musste deutlich ausgefallen sein. Wesentlich stärker begannen seine Eisbären das letzte Drittel. Schon nach fünf Minuten konterten die Eisbären in Unterzahl und machten durch Mark Bell den Anschlusstreffer. Wieder hatte Clark seinen Gegenspieler nicht im Griff.

Was bei ihm hinten nicht klappt, das kompensiert der kleine Kanadier zurzeit vorne. Aus wenig aussichtsreicher Position zog Clark nach schönem Courchaine-Pass ab, der Puck prallte vom Pfosten an Elwings Schlittschuh und ins Tor (54.). Sieben Scorerpunkte und drei Tore lautete am Sonntag die Bilanz der Paradereihe: „Bei uns stimmt die Chemie, da ist es egal, wer spielt“, sagte Courchaine.

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