Die Krefelder verlieren in Ingolstadt unglücklich mit 3:4. Greilinger trifft kurz vor Toresschluss.

Ingolstadt. Die Krefeld Pinguine haben am Dienstagbend ihre Negativserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) fortgesetzt. Beim ERC Ingolstadt kassierte das Team von Trainer Rick Adduono mit 3:4 (1:0, 2:3, 0:1) die dritte Niederlage in Folge. Immerhin haben die Krefelder den dritten Tabellenplatz behauptet.

Die Partie hatte für die Gäste mit einer Schrecksekunde begonnen. Gleich bei seinem ersten Wechsel verletzte sich Michael Endraß am rechten Knie, er blieb zunächst auf dem Eis liegen, humpelte dann zur Bande und wurde in die Kabine geführt. Die Pinguine schienen davon unbeeindruckt, sie kontrollierten die Partie, auch weil die Gastgeber schon früh erste Strafzeiten kassierten.

Die blieben allerdings ohne Folgen. Richard Pavlikovsky verzog nur knapp (4.), in der Folge vergaben Daniel Pietta und Charlie Stephens weitere Möglichkeiten. Einmal jubelte zumindest Patrick Hager. Er hatte nach seinem Schuss den Puck im Tor gesehen, doch Schiedsrichter Ulpi Sicorschi versagte dem Treffer nach Ansicht der Videoaufnahme die Anerkennung.

Pascal Trepanier bringt die Gäste im Powerplay mit 1:0 in Führung

Auch danach blieben die Gäste aktiver. Pavlikovsky (17.) und Stephens (18.) hatten weitere Möglichkeiten, doch erst das dritte Überzahlspiel brachte den verdienten Führungstreffer. Pascal Trepanier hämmerte sechs Sekunden vor Drittelende den Puck von der blauen Linie aus in den oberen rechten Torwinkel.

Doch eben jener Trepanier brachte die Gäste zu Beginn des Mittelabschnitts aus dem Rhythmus. Gleich zweimal musste der Verteidiger aufs Sünderbänkchen, die zweite Strafzeit nutzte Greilinger prompt zum 1:1 (25.).

Aufstellung Pinguine

Tor: Langkow (Kovacic); Abwehr: Pavlikovsky, Milo; Schopper, Akdag; Trepanier, Albers, Kozhevnikov; Angriff: Blank, Pietta, Vasiljevs; Shvidki, Stephens, Milroy; Verwey, Kelly, Hager; Endraß, Driendl, Tepper; Riefers
Zuschauer: 3.114
Schiedsrichter: Sicorschi
Tore: 0:1 (19:54) Trepanier (Schopper, Stephens/ 5-4), 1:1 (24:48) Greilinger (Ficenec, Schaefer/ 5-4), 2:1 (29:50) Fical, 3:1 (31:14) Motzko (Gawlik/ 4-4), 3:2 (36:54) Akdag (Driendl, Shvidki), 3:3 (39:07) Pavlikosky (Trepanier, Pietta/ 5-4), 4:3 (58:59) Greilinger (Schaefer, Hussey)
Strafzeiten: Ingolstadt: 12; Pinguine: 12

Fortan wurden die Panther stärker und profitierten dabei von der Mithilfe des Unparteiischen, der beim Versuch der Pinguine, den Puck an der Bande entlang zu spielen, im Weg stand und die Scheibe mit dem Schlittschuh vors Tor lenkte, wo Fical zum 2:1 einschießen konnte (30.).

Die Partie schien gedreht, erst recht, als Motzko nur wenig später den dritten Treffer folgen ließ (32.). Doch die Pinguine kamen zurück. Dank ihrer Abwehrspieler: Zunächst bugsierte Sinan Akdag die Scheibe über die Linie (37.), dann fälschte Pavlikovsky im Powerplay erfolgreich zum 3:3-Ausgleich ab (40.).

Im Schlussdrittel suchen beide die Entscheidung, wobei die Pinguine zwei Strafen gegen Denis Shvidki und Akdag erfolgreich überstanden und Glück hatten, dass der Referee vier Minuten vor Drittelende bereits abgepfiffen hatte, als Goalie Scott Langkow der Puck noch über die Linie rutschen ließ.

Doch 61 Sekunden vor der Sirene war es doch um die Pinguine geschehen. Die Krefelder bekamen den Puck nicht aus der Gefahrenzone, Greilinger nutzte dies eiskalt zum 4:3. Die Pinguine versuchten nochmal alles, nahmen den Torhüter vom Eis, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.

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