Nach einer turbulenten und torreichen Partie verlieren die Pinguine das Duell mit dem EHC München.

Dass die Münchener kompromisslos in die Zweikämpfe gehen, bekommt hier Daniel Pietta (l.) zu spüren.
Dass die Münchener kompromisslos in die Zweikämpfe gehen, bekommt hier Daniel Pietta (l.) zu spüren.

Dass die Münchener kompromisslos in die Zweikämpfe gehen, bekommt hier Daniel Pietta (l.) zu spüren.

Krefeld Pinguine

A. Bischof, Bild 1 von 2

Dass die Münchener kompromisslos in die Zweikämpfe gehen, bekommt hier Daniel Pietta (l.) zu spüren.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben am Freitag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wieder drei wertvolle Punkte liegen gelassen. In einer ebenso turbulenten wie torreichen Begegnung kassierten die Krefelder gegen den EHC München mit dem 6:7 (2:1, 1:3, 3:3) die dritte Niederlage im vierten Vergleich mit den Bayern. Sonntag, 14.30 Uhr, geht es für die Schwarz-Gelben zu den Grizzly Adams Wolfsburg, ehe die knapp zweiwöchige Länderspielpause ansteht.

Kurzfristig musste Coach Rick Adduono neben Patrick Klöpper auch auf Kevin Orendorz (Grippe) verzichten. Steve Hanusch rückte neben Christian Kretschmann und Elia Ostwald in die vierte Angriffsreihe, die zunächst regelmäßig auf dem Eis zu finden war – in einer Partie, die überaus zäh begann. Spielfluss kam selten auf, die Aktionen waren eher vom Zufall geprägt, Torchancen gab es wenige.

Andreas Driendl und Dusan Milo mussten verletzt draußen bleiben

Umso überraschender fiel doch der Führungstreffer für die Gäste – auch da stand der Zufall Pate. Ejdeplam schippte den Puck ohne viel Druck Richtung Pinguine-Tor, und dieser rutschte leicht abgefälscht Scott Langkow durch die Beine (10.).

Gottlob fanden die Gastgeber schnell die richtige Antwort. Nach einem Schuss von Kyle Sonnenburg lag der Puck unbehelligt vor dem Münchener Gehäuse, Francois Methot schob die Scheibe zum Ausgleich über die Linie (12.). Und weil sich endlich auch mal das Powerplay-Training auszahlte, hatten die Krefelder dank eines Hammers von Adam Courchaine in Überzahl die Partie gedreht (15.).

Doch selbst als Josh Meyers nach 49 Sekunden im Mitteldrittel auf 3:1 erhöhte hatte, waren die Pinguine nicht auf der sicheren Seite. Wie schon gegen Augsburg, als eine 4:0-Führung fast verspielt wurde, agierten die Gastgeber erneut zunehmend zögerlicher, es kam Unordnung ins Spiel, was nicht nur daran lag, dass Andy Driendl (Gehirnerschütterung) zu Beginn des zweiten Drittels – zeitweise auch Dusan Milo (Risswunde am Schienbeinkopf) – verletzt raus und Adduono die Reihen umstellen musste.

Tor: Langkow (Duba), Abwehr: Milo, Pavlikovsky; Meyers, Sonnenburg; Robar, Akdag; Sturm: Blank, Driendl, Vasiljevs; Methot, Voakes, Courchaine; Verwey, Pietta, Schymainski; Ostwald, Kretschmann, Hanusch;

Haupt/Schimm

4035

0:1 (9:41) Ejdepalm (Adams, Ulmer), 1:1 (11:04) Methot (Sonnenburg, Voakes), 2:1 (14:53) Courchaine (Methot, Meyers/5-4), 3:1 (20:49) Meyers (Voakes, Sonnenburg), 3:2 (22:15) Maurer Aubin, Cespiva/5-4), 3:3 (28:26) Adams (Ulmer, Kompon), 3:4 (35:58) Aubin (Maurer, Ulmer), 3:5 (41:50) Maurer (Ritter, Wichert), 4:5 (45:03) Blank (Robar, Pietta), 4:6 (46:22) Kompon (Adams, Ulmer), 5:6 (48:32) Sonnenburg (Blank, Vasiljevs/6-5), 6:6 (54:07) Meyers (Voakes, Courchaine/5-4), 6:7 (54:30) Aubin (Kavanagh, Kathan)

Pinguine: 6, München: 12

Das Auswärtsspiel morgen, 14.30 Uhr, bei den Grizzly Adams Wolfsburg können Sie wie gewohnt bei uns verfolgen.

Vor allem am eigenen Torraum brachten sie die Münchener nicht mehr unter Kontrolle, erlaubten den Gästen viel zu viele Rebounds. Nachdem Maurer im Powerplay der Anschlusstreffer erzielte hatte (23.), hatten die Gäste Chance auf Chance. Adams war erneut beim dritten Nachschuss zum Ausgleich erfolgreich (29.).

Doch es kam noch schlimmer. Nach einem Fehler im Spielaufbau konterten die Gäste die Schwarz-Gelben klassisch aus und gingen durch Aubin in Führung (36.), die Maurer eingangs des Schlussdrittels ausbaute (42.). Dann stellten beide Abwehrreihen weitgehend die Arbeit ein, die Treffer fielen wie reife Früchte.

Boris Blank fälschte zum 4:5 ab (46.), Kompon traf zum 4:6 (47.), ehe Sonnenburg (49.) und Meyers im Powerplay (55.) den neuerlichen Ausgleich besorgten. Doch der Jubel war noch nicht verhallt, da schoss Aubin die Gäste erneut in Führung (55.). Dabei blieb es.

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