Der Sieg der Krefelder gegen Hannover vor ausverkauftem Haus war nie gefährdet.

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A. Bischof

Krefeld. Das Eishockey-Märchen geht weiter. Die Krefeld Pinguine entschieden am Donnerstagabend das fünfte, entscheidende Duell im Play-off-Viertelfinale mit den Hannover Scorpions klar mit 5:1 (1:0, 4:1, 0:0) für sich und stehen damit im Halbfinale. Dort geht es ab Sonntag gegen die Grizzly Adams Wolfsburg, während sich im zweiten Semifinale die DEG Metro Stars und die Eisbären Berlin gegenüberstehen.

Die Halle war proppenvoll, die Stimmung bestens und die Scorpions zu Beginn so unbequem wie immer. Diesmal sollte es nur knapp zehn Minuten dauern, bis der erste Hannoveraner unter die Dusche musste. Baumgartner hatte mit seinem Stock Daniel Pietta im Gesicht verletzt, eine Aktion, bei der Pietta drei Zähne verlor, und die eine Spieldauer-Disziplinarstrafe nach sich zog.

Zu diesem Zeitpunkt hatte auch der andere „böse Bube“ in Reihen der Niedersachsen, David Wolf, längst seine Duftmarke gesetzt, als er Michail Kozhevnikov humorlos in die Bande beförderte. Gottlob konnte der Verteidiger weiterspielen. Die Attacke von Wolf war zudem die erste Reaktion auf den frühen Führungstreffer der Pinguine. Nach einem Schuss von Charlie Stephens hatte Denis Shvidki nach 60 Sekunden zum 1:0 abgestaubt.

Roland Verwey entwickelte sich zum „Hannover-Schreck“

Die Gangart der Gäste wurde noch härter, sie versuchen die Krefelder zu provozieren, doch die behielten kühlen Kopf, waren bestrebt, die knappe Führung auszubauen. Chancen gab es genug. Blank und Pietta (5.), Albers (6.), Vasiljevs (10.), Stephens (10.) und nochmal Vasiljevs (13.) brachten jedoch den Puck nicht an Goalie Moss vorbei.

Doch dann schlug „Hannover-Schreck“ Roland Verwey zu. Nach Pass von Justin Kelly traf Verwey durch die Schoner von Moss zum 2:0 (28.) und zog den Gästen endgültig den Zahn. Fortan ließ die Gegenwehr spürbar nach. Selbst vor dem eigenen Tor legten die Scorpions eine nicht gekannte Passivität an den Tag, sodass die Pinguine zu weiteren Toren kamen. Shvidki mit seinem zweiten Treffer (31.), Herberts Vasiljevs, der nach Schuss von Richard Pavlikovsky im Powerplay erfolgreich war (35.) und Verwey (37.) sorgten bei einem Gegentreffer von Hlinka zum 1:5 (38.) für eine beruhigende Führung vor dem Schlussabschnitt. Der ließ bei den Pinguinen an das erste Duell wach werden, als die Pinguine ebenfalls klar in Führung gelegen hatten und noch zittern mussten. Diesmal nicht. Ein nach Videobeweis nicht gegebener Treffer der Gäste (44.) – das war der letzte Aufreger.

Anschließend wurde nur noch gefeiert und sich schon an den Stadionkassen mit Karten fürs Halbfinale eingedeckt. Dort dürfte es am Freitagmorgen wieder lange Schlangen geben.

 

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