Krefeld Pinguine schlagen die Kölner Haie dank eines Dreierpacks im ersten Drittel mit 3:0.

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Nicht zu bezwingen war Pinguine-Torwart Tomas Duba im Derby gegen Köln.

Nicht zu bezwingen war Pinguine-Torwart Tomas Duba im Derby gegen Köln.

Dirk Jochmann

Nicht zu bezwingen war Pinguine-Torwart Tomas Duba im Derby gegen Köln.

Krefeld. Die Vorzeichen vor dem Spiel der Krefeld Pinguine gegen die Kölner Haie waren nicht die besten. Während Istvan Sofron nach seinem Gesichtstreffer aus dem Spiel in Augsburg auf die Zähne biss, blieb Adam Courchaine mit Kopfschmerzen in der Kabine. Mike Mieszkowski rückte für den Kanadier an die Seite von Marcel Müller und Daniel Pietta, Dominik Meisinger füllte seinen Platz in Reihe vier auf.

Neben dem Ausfall von Courchaine gab es aber vor dem Auftaktbully noch weitere schlechte Nachrichten. Die Thomas Sabo Ice Tigers, derzeit der Hauptkonkurrent der Pinguine um einen Platz in den Pre-Play-offs, hatten ihr Heimspiel aufgrund der Feiertagsregelung am Dreikönigstag schon beendet - und zwar mit einem 4:0 gegen die Adler Mannheim.

König-Palast ist einmal mehr gut gefüllt

Doch die Pinguine ließen sich davon nicht beeindrucken und knüpften nach einer überstandenen Drangphase der Gäste zu Beginn wieder an die starke Leistung aus dem Heimspiel gegen die Eisbären Berlin an. Und als Martin Schymainski im zweiten Anlauf Gäste-Torwart Aus den Birken mit einem Schuss in den Winkel überwand, stand der König-Palast, der mit 6025 Zuschauern zum vierten Mal in Folge richtig gut gefüllt war, Kopf. Und der Gästeblock protestierte wie schon so viele andere Fans anderer DEL-Teams in dieser Saison mit einem Transparent für den Erhalt des Eishockeysports in Krefeld.

Müller vollendet starke Kombination

Auf dem Eis spielten die Pinguine flüssig, druckvoll und vor allem effizient vor dem Kölner Tor. Marcel Müller vollendete eine starke Kombination ebenso erfolgreich (11.) wie kurze Zeit später Tyler Beechey zum 3:0 (17.). Es schien ganz so, als wollten die Pinguine die seit dem letzten Spiel so unterschiedlich ausgefallenen Entwicklungen der beiden Teams wieder gerade rücken (WZ berichtete). Hinten war Tomas Duba bei den wenig wirklich gefährlichen Offensivaktionen immer zur Stelle - spektakulär war seine Fußabwehr gegen Weiß. Die Kölner hatten zwar sieben der letzten neun Spiele gewonnen, dabei aber auch in Berlin (1:6) und in Iserlohn (1:7) zwei richtige Klatschen kassiert.

Und der KEV war drauf und dran, dem Team von Trainer Niklas Sundblad die dritte dieser Art zuzufügen. Denn auch im Mittelabschnitt boten die Pinguine gegen jetzt offensiver ausgerichtete Gäste eine weiterhin solide Partie. Da blieb für Marcel Müller sogar Zeit, wohl eine schon etwas länger zurückliegende Meinungsverschiedenheit mit Andreas Holmqvist endgültig aus der Welt zu räumen. „Wir haben unsere Tore geschossen und müssen jetzt defensiv diese Partie nach Hause bekommen“, sagte Mike Mieszkowski treffend nach dem zweiten Drittel. Dies hatte bislang bereits sehr gut funktioniert, selbst in Unterzahl war gegen Duba und seine Vorderleute kein Kraut gewachsen.

Pinguine - Kölner Haie 3:0 (3:0, 0:0, 0:0)

Tor: Duba (Klein), Abwehr: Weihager, Sonnenburg; St. Pierre, Fischer; Mebus, Hanusch; Faber, Sturm: Schymainski, Driendl, Sofron; Müller, Pietta, Mieszkowski; Hauner, Beechey, Perrault; Vasiljevs, Long, Meisinger


 

Yazdi, Zehetleitner

6025

1:0 (5:19) Schymainski (Sofron, Driendl), 2:0 (10:06) Müller (Pietta, Mieszkowski), 3:0 (16:30) Beechey (Hauner, Perrault)

Pinguine 8, Köln 8

Das Spiel der Pinguine am Freitag gegen Nürnberg (19.30 Uhr) können Sie bei uns im Internet ab 19 Uhr im Liveticker verfolgen.

Die beste Chance, im Schlussdrittel auf 4:0 zu erhöhen, hatte Robin Weihager, der aber aus Nahdistanz scheiterte. Auf der Gegenseite fand James Johnson ebenfalls aus kürzester Distanz seinen Meister in Duba. Die Partie war gelaufen, frustrierte Haie versuchten danach, noch etwas für den Strafenkatalog zu tun, da feierte der Pinguine-Anhang bereits den zweiten Heimsieg in Serie.

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