Vor 3052 Zuschauern gewannen die Krefelder gegen die Iserlohn Roosters mit 4:3 und haben die Pre-Play-off-Plätze im Visier.

Patrick Hager (r.) freut sich über das 1:0, das Francois Methot (hinten beim Jubel) erzielt hatte.
Patrick Hager (r.) freut sich über das 1:0, das Francois Methot (hinten beim Jubel) erzielt hatte.

Patrick Hager (r.) freut sich über das 1:0, das Francois Methot (hinten beim Jubel) erzielt hatte.

Dirk Jochmann

Patrick Hager (r.) freut sich über das 1:0, das Francois Methot (hinten beim Jubel) erzielt hatte.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben ihr erstes von mehreren Endspielen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erfolgreich absolviert. Das Team von Coach Rick Adduono zitterten sich im „Alles oder Nichts“-Spiel, das nur knapp über 3000 Besucher sehen wollten, zu einem 4:3-Sieg gegen die Iserlohn Roosters und haben den Rückstand auf die Sauerländer als Tabellenzehnten vor dem Derby Freitag bei den DEG Metro Stars auf fünf Punkte verkürzt.

Die Pinguine brauchen einige Zeit, um den Rhythmus zu finden

Für beide Klubs steht derzeit viel auf dem Spiel. Dementsprechend nervös begannen beide Teams, wobei die Roosters bestrebt waren, die Gastgeber mit ihrem aggressiven Forechecking schon in deren Abwehrzone unter Druck zu setzen. Das schmeckte den Pinguinen gar nicht. Lange Zeit brachten sie keine vernünftigen Angriffe zustande, die Scheibe wurde meist viel zu früh verloren, obwohl sich die Sauerländer in der Defensive ebenfalls als nicht sattelfest erwiesen.

Da sah man das fehlende Selbstvertrauen der Schwarz-Gelben, die erst allmählich ihren Rhythmus fanden und in den Angriffen etwas zwingender agierten. Dass die Krefelder mit einer Führung in die erste Drittelpause gehen konnten, hatten sie ihrem in den vergangenen Wochen stark verbesserten Überzahlspiel zu verdanken.

Diesmal war es die zweite Powerplay-Formation, die für den ersten Treffer verantwortlich zeichnete. Pascal Trepanier traf bei seinem Schussversuch den Schlittschuh von Roland Verwey, von dort fiel die Scheibe Francois Methot quasi vor die Füße, der aus spitzem Winkel zum 1:0 traf (15.).

Auch im Mittelabschnitt blieb das Spiel zerfahren, allerdings hatten die Gastgeber weitgehend den Gegner unter Kontrolle und schienen mit einem Doppelschlag schon die Entscheidung herbeigeführt zu haben. Zunächst staubte Pavlikovsky zum 2:0 ab (33.), 50 Sekunden später beendete Daniel Pietta mit dem 3:1 seine seit 18. Dezember andauernde Torflaute. Da hatte denn auch Iserlohns Goalie Caron genug, der Kanadier fuhr – just als sein Gegenüber Scott Langkow 100 Minuten ohne Gegentor geblieben war – entnervt vom Eis und machte Platz für Tim Siekmann, der bis dato auf neun Minuten Eiszeit kam.

Tor: Langkow (Kovacic)

Abwehr: Milo, Pavlikovsky; Akdag, Robar; Trepanier, Dück (Zerressen)

Angriff: Blank, Pietta, Methot; Hager, Driendl, Verwey; Shvidki, Ondrus, Endraß; Vasiljevs, Ticar, Milroy

3052

Piechaczek/Schukies

1:0 (14:05) Methot (Verwey, Trepanier/5-4), 2:0 (32:17) Pavlikovsky (Milroy, Ticar), 3:0 (33:07) Pietta (Trepanier, Blank), 3:1 (36:34) Ardelen (York, Wolf), 3:2 (43:18) Hock (Hommel, Blanchard), 3:3 (46:59) York (Wörle), 4:3 (50:57) Pietta

Pinguine: 8; Iserlohn: 16

Der Neue hatte kaum seinen Platz eingenommen, da klingelte es im Pinguine-Gehäuse. Ardelen traf nach katastrophalen Stellungsfehlern der Krefelder zum 1:3 (37.) – der Auftakt von turbulenten 13 Minuten. Hock (44.) und York (47.) machten den 1:3-Rückstand der Gäste wett, alles war wieder völlig offen. Doch die Pinguine hatten Pietta. Mit seinem zweiten Treffer sicherte der Nationalspieler vor den Augen von Bundestrainer Jakob Kölliker den Krefeldern die lebenswichtigen Punkte.

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