Der mühsam erkämpfte 3:2-Sieg der Krefeld Pinguine gegen Hamburg gerät unter den Protesten der Fans fast zur Nebensache.

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Viele Fans der Krefeld Pinguine sind derzeit rundum unzufrieden – neben der Magerkost auf dem Eis schmecken ihnen auch die Strukturen im Verein nicht.

Viele Fans der Krefeld Pinguine sind derzeit rundum unzufrieden – neben der Magerkost auf dem Eis schmecken ihnen auch die Strukturen im Verein nicht.

RG

Viele Fans der Krefeld Pinguine sind derzeit rundum unzufrieden – neben der Magerkost auf dem Eis schmecken ihnen auch die Strukturen im Verein nicht.

Krefeld. Wieder kein Sechs-Punkte-Wochenende für die Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Selbst gegen schwache Hamburg Freezers reichte es nur zu einem 3:2 (2:1, 0:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen - also für zwei Punkte.

Als hätte es in den vergangenen Wochen nicht schon genug Theater gegeben, öffnet sich am Freitag rund eine Stunde vor Spielbeginn der Vorhang zum nächsten Akt aus dem Stück "Pleiten, Pech und Peinlichkeiten", das die Pinguine mit leidlichem Erfolg aufführen. Wieder in der Hauptrolle: der Sportliche Leiter Jiri Ehrenberger.

Denn der von Ehrenberger bestellte Arzt, Dr. Frank Schmähling, stand wohl im Stau, war nicht rechtzeitig zugegen, als die Mannschaften aufs Eis wollten. Pech für Ehrenberger, dass der DEL-Schiedsrichter-Obmann Holger Gerstberger in der Halle war, der das monierte.

Also machte sich Ehrenberger in der Halle auf die Suche nach einem Arzt. Und wurde schließlich schneller fündig als bei der Suche nach einem neuen Mannschaftsarzt. Denn seit Freitag ist klar, Dr. Dietmar Alf wird es auch nicht.

Von der neuen Posse hatten die Fans bis dato noch nichts erfahren. Ehrenberger wurde im Gegensatz zu Mannschaft und Trainer dennoch mit einem Pfeifkonzert begrüßt. Danach machten viele Anhänger ihre Ankündigung war und verließen erst einmal den Block. Auf Plakaten: "Wir machen Platz für neue Strukturen" und "Es ist 5 vor 12" drückte der Pinguine-Anhang seinen Protest gegen die Vereinsführung aus, ein Protest, dem weitere folgen sollen, so die Fans, "bis sich sichtbar was getan hat".

Pinguine - Hamburg freezers 3:2 (2:1, 0:0, 0:1, 0:0, 1:0)

Aufstellung Pinguine

Tor: Langkow (Kovacic)

Abwehr: Grönvall, Pavlikovsky, Rourke, Cespiva, Fahey, Akdag, Pietsch

Angriff: Wasiljews, Stephens, Blank; Hager, Pietta, Endraß; Globke, Loyns, Payer; Huebscher; Driendl, Verwey, Riefers

Zuschauer: 3.034

Schiedsrichter: Reiber

Tore: 0:1 (0:27) King (Fortier, Wilm), 1:1 (16:53) Stephens (Pavlikovsky, Blank/5-4), 2:1 (18:32) Endraß (Hager, Pietta), 2:2 (41:45) Tripp (Ratchuk, Kuhta/5-4), Penalty: Pavlikovsky

Strafzeiten: Pinguine 6; Hamburg: 10

Gesagt, getan, aber so verpassten sie gleich den ersten Treffer. Den erzielten die Hamburger durch Jason King, der nach nur 27,3 Sekunden einen Rückpass von Francois Fortier ins Netz setzte. Doch offenbar waren die Hamburger davon am meisten erschrocken.

Sie stellten fast den Spielbetrieb ein und ließen die Pinguine gewähren. Die kamen allerdings nur langsam auf Touren, um in der Folge wieder Torchance auf Torchance zu versieben. Erst in Überzahl wurde dieser Knoten gelöst, als Charlie Stephens nach Pass von Boris Blank den Ausgleich markierte (17.).

Nur zweieinhalb Minuten später wurde die Passivität der Hanseaten ein weiteres Mal bestraft. Auf Vorlage von Patrick Hager und Daniel Pietta war Michael Endraß (19.) erfolgreich. Nach ereignislosem Mitteldrittel ließen sich die Pinguine das Spiel wieder aus der Hand nehmen und mussten durch Tripps Powerplaytreffer den Ausgleich hinnehmen (42.). Im Penaltyschießen trafen Herberts Wasiljews und Kimmo Kuhta, ehe Richard Pavlikovsky für Krefeld den Penalty zum Sieg verwandelte.

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