Pinguine - Bremerhaven
Pinguine Krefeld. Archivbild.

Pinguine Krefeld. Archivbild.

Jochmann, Dirk (dj)

Pinguine Krefeld. Archivbild.

Augsburg. Die Krefeld Pinguine erlebten in Augsburg ein Debakel und unterlagen am Sonntagnachmittag bei den Panthern mit 1:7. Bereits im ersten Drittel kassierten die Schwarz-Gelben vier Gegentreffer. Martin Schymainski, der den Ehrentreffer erzielte, fand deutliche Worte zur Krefelder Leistung: „Das war peinlich.“

Vor allem in der Defensive erwischte die Mannschaft von Rick Adduono einen rabenschwarzen Nachmittag. Die Augsburger gewannen die entscheidenden Zweikämpfe und erteilten den Pinguinen eine Lehrstunde. Die Schwarz-Gelben waren in allen entscheidenden Situationen viel zu weit weg von ihren Gegenspielern. Mark Cundari sorgte mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie für den frühen Rückstand (5.), David Stieler legte mit dem zweiten Treffer für die Gastgeber nach (9.). Zwei Minuten später mussten die Krefelder den nächsten Rückschlag verkraften. Christoph Gawlik war zwar mit einem Distanzschuss erfolgreich, doch die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer die Anerkennung. Marcel Müller hatte in der Schussbewegung Gawliks Torhüter Olivier Roy im Torraum berührt (11.). Es war der Anfang vom Ende.

Ein Missverständnis zwischen Patrick Klein und Mikko Vainonen führte zum dritten Gegentor. Da Justin Feser vor dem Tor Christian Kretschmann nicht störte, erzielte der Ex-Krefelder sein zweites Saisontor (14.). Auch seinen ersten Treffer hatte Kretschmann gegen die Pinguine erzielt. Evan Trupp fälschte einen Schuss genau in den Winkel zum 4:0 ab (15.) - damit war der Torhunger der Panther im ersten Durchgang gestillt.

Drei Tore in Unterzahl

Zu Beginn des Mitteldrittels liefen die Pinguine in einen Konter, Hans Detsch traf im Nachschuss zum 5:0. Der Arbeitstags von Klein war vorzeitig beendet, Dimitri Pätzold rückte zwischen die Pfosten (23.). Die mitgereisten KEV-Fans nahmen den Spielstand mit Humor. Mit dem Gesang „Wir sind nur zum Feiern hier“ starteten sie eine Polonaise quer durchs Stadion. Nach der Hälfte des Spiels ahndeten die Schiedsrichter einen Check von Vainonen zu hart und schickten den Verteidiger vorzeitig unter die Dusche.

In der fälligen fünfminütigen Unterzahl fielen drei weitere Tore. Zunächst gelang Schymainski mit einem Alleingang das 1:5 (29.). Die Leistung der Krefelder bei den Gegentreffern von Matthew White (31.) und Andrew Leblanc (32.) grenzte an Arbeitsverweigerung. Nach dem siebten Torerfolg schalteten die Augsburger einen Gang zurück. Die Pinguine kamen zu mehr Torabschlüssen, zumeist waren das jedoch harmlose Distanzschüsse.

Tor: Klein (ab 23. Pätzold); Abwehr: Seifert – Nordlund, Trivellato – Davis, St.Pierre – Faber, Vainonen; Sturm: Umicevic – Gawlik – Müller, Trettenes – Feser – Hanson, Miller – Grygiel – Orendorz, Hofland – Ness – Schymainski

1:0 (4:30) Cundari (White, Leblanc), 2:0 (8:37) Stieler (Hafenrichter, Kretschmann), 3:0 (13:20) Kretschmann (Stieler, Hafenrichter), 4:0 (14:55) Trupp (Lamb, Cundari), 5:0 (22:31) Detsch (Polaczek, Cundari), 5:1 (28:54) Schymainski (Seifert – 4:5), 6:1 (30:42) White (Schmölz, Trupp – 5:4), 7:1 (31:43) Leblanc (White, Lamb – 5:4)

Stricker, Iwert

4 546

Augsburg 4, Krefeld 9 + Spieldauer Vainonen + Spieldauer Adduono

Im letzten Drittel das gleiche Bild, Treffer gab es keine mehr. Zehn Minuten vor Spielende wurde Trainer Adduono von den Schiedsrichter von der Mannschaftsbank verbannt, da er sich zu sehr beschwert hatte. Da für die Pinguine die Playoff-Teilnahme immer unwahrscheinlicher wird, könnten sie sich bereits vor der Olympiapause in zwei Wochen von einigen Spielern trennen. Anfragen aus der DEL 2 und dem Ausland liegen bereits vor.

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