Die Pinguine sind nach der 1:5-Niederlage in Straubing jetzt mehr denn je gefordert.

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Auch in Straubing konnten sich die Pinguine so wie in dieser Szene Denis Shvidki (rechts) nicht durchsetzen.

Auch in Straubing konnten sich die Pinguine so wie in dieser Szene Denis Shvidki (rechts) nicht durchsetzen.

Schindler

Auch in Straubing konnten sich die Pinguine so wie in dieser Szene Denis Shvidki (rechts) nicht durchsetzen.

Krefeld. Die 1:5-Niederlage bei den Straubing Tigers war schon ein mächtiger Schlag ins Kontor. Gerade hatten sich die Krefeld Pinguine durch den Heimerfolg gegen den Meister Eisbären Berlin auf dem Weg der Besserung gewähnt, schon folgte der nächste Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Und die jüngste Leistung gibt mit Blick auf die kommenden Begegnungen nur wenig Anlass zum Optimismus. Das weiß der Coach, das weiß auch die Mannschaft. „Es ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Wir müssen jetzt dringend den Hebel umlegen, denn wir haben nichts mehr zu verschenken“, sagte Kapitän Herberts Vasiljevs nach der neuerlichen Pleite in Straubing.

Wohl wahr: Denn die Direktqualifikation fürs Viertelfinale können sich die Schwarz-Gelben angesichts eines zehn-Punkte-Rückstands bereits abschminken. Zwar ist Rang zehn und damit der letzte Pre-Play-offs-Platz bei zwei Punkten Rückstand zumindest auf dem Papier noch in Reichweite, doch die vergangenen Auftritte der Pinguine machen da kaum Hoffnung auf Besserung.

Denn auch ihr Coach Rick Adduono scheint angesichts der Leistungsschwankungen ratlos. Charakter- und Zweikampfstärke sowie Führungsqualitäten fordert der Kanadier nun schon seit Wochen von seiner Mannschaft ein. Genau jene Tugenden also, die er in der Vorsaison noch als Hauptgrund für den Erfolg seines Teams (Einzug ins Halbfinale) anführte, das nahezu identisch, weil zum größten Teil zusammengeblieben ist.

Coach Rick Adduono kritisiert die Einstellung seiner Spieler

Auch in Straubing kritisierte der Coach in erster Linie wieder einmal die Einstellung seiner Mannschaft. „Ich brauche Spieler, die kämpfen, um die Spiele zu gewinnen, die bereit sind auszuteilen und auch einzustecken“, sagte Rick Adduono. Das hat er seinen Mannen bereits während der Begegnung in Straubing klar gemacht. Bei einer Auszeit unmittelbar nach dem fünften Gegentreffer. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie stolz sein müssen, wenn sie das Pinguine-Trikot tragen und das sie zurück aufs Eis gehen und kämpfen sollen wie Männer“, so der Coach. Immerhin hat es ja noch zum Ehrentreffer gereicht.

Ob die Pinguine ihre Lektion gelernt haben, wird man bereits am Wochenende sehen. Denn mit dem Derby gegen die DEG Metro Stars (Freitag, 19.05 Uhr) und dem Gastspiel am Sonntag beim Tabellenführer Adler Mannheim Adlern haben die Krefelder die beiden nächsten hohen Hürden vor der Brust. Danach wird man schon ein wenig schlauer sein. Was die Chancen auf die Play-off-Teilnahme betrifft, aber auch wie es um die Zukunft des Coachs bestellt ist.

Auch das nächste Duell mit den DEG Metro Stars geht vor einer großen Kulisse über die Bühne. Gestern waren nur noch knapp 500 Tickets für das Duell am Freitag (19.05 Uhr) zu haben

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