Der Torhüter hält bei den Hamburg Freezers überragend – kann aber die 1:3-Niederlage nicht verhindern.

Eishockey
Tomas Duba hält alles im Blick – auch hinter seinem Tor. Dennoch musste er drei Tore in Hamburg hinnehmen.

Tomas Duba hält alles im Blick – auch hinter seinem Tor. Dennoch musste er drei Tore in Hamburg hinnehmen.

Sport Moments/Reps

Tomas Duba hält alles im Blick – auch hinter seinem Tor. Dennoch musste er drei Tore in Hamburg hinnehmen.

Hamburg. Am Ende spielte Tomas Duba sogar eine Art Libero in den letzten Sekunden der Begegnung der Krefeld Pinguine bei den Hamburg Freezers. Nur dem tschechischen Schlussmann war es zuvor zu verdanken gewesen, dass sein Team so lange noch im Spiel geblieben war.

Es dauerte genau bis zur siebten Minute, bis die Spieltaktik von Trainer Rick Adduono über den Haufen geworfen war. Die Schwarz-Gelben lagen mit 0:2 zurück. Das Team wirkte gedanklich noch nicht auf der Höhe, als Mitchell und Westcott zwei kapitale Abwehrfehler der Krefelder zur schnellen Zwei-Tore-Führung nutzten.

Die Ausfälle der Stammkräfte David Fischer (Hand), Josh Meyers (Gehirnerschütterung) und Oliver Mebus (Innenbanddehnung im Knie) ließen sich nicht kompensieren. Erschwerend kam für die Pinguine hinzu, dass sie sich erst am Sonntagmorgen auf den Weg Richtung Hamburg gemacht hatten. Nach der Teambesprechung ging es direkt zur Arena der „Gefrierschränke“. Eine optimale Vorbereitung sieht wahrlich anders aus.

Duba pariert bis zum Ende des zweiten Drittels 27 Torschüsse

Vor 7421 Zuschauern war es nur Duba zu verdanken, dass die Begegnung nicht bereits nach dem ersten Drittel entschieden war. Mit einer Weltklasseparade verhinderte der Goalie mit dem Schoner bereits in Minute sechs das sichere 0:2, das dann aber nur eine Minute später doch fiel.

Die durch die Ausfälle auf nur fünf Verteidiger geschrumpfte Abwehr hatte alle Schläge voll zu tun, gegen Ex-Pinguin Kevin Clark und sein Team kein Debakel zu erleben. Doch wie schon so häufig in dieser Saison bewiesen die Pinguine Nehmerqualitäten. Mit zunehmender Spieldauer kam das Team von Adduono besser ins Spiel.

KEV: Duba (Klein); Abwehr: Supis, St. Pierre; Weihager, Sonnenburg, Hanusch; Sturm: Perrault, Pietta, Hauner; Vasiljevs, Driendl, Courchaine; Schymainski, Long, Sofron; Beechey, Kretschmann, Meisinger

Schiedsrichter: Klau, Daniels Zuschauer: 7421 Tore: 1:0 (1:06) Mitchell (Jakobsen, Festerling), 2:0 (6:13) Westcott (Madsen, Schubert), 2:1 (21:43) Sofron (Beechey, Weihager), 3:1 (42:41) Krämmer (Jakobsen) Strafen: Hamburg 14, Krefeld 8

Im zweiten Durchgang belohnte Sofron seine Mannschaft mit dem schnellen Anschlusstreffer (22.). Nach dem Prinzip Angriff ist die beste Verteidigung wagten die Gäste danach wesentlich mehr in der Offensive. Und hinten hielt Duba in der 28. Minute gegen die frei durchbrechenden Krämmer und Jakobsen mit der nächsten starken Parade den Rückstand klein.

27 Schüsse fanden bis zum Ende des Mittelabschnitts den Weg auf den Kasten von Duba, der erneut bewies, dass er sich zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison im Leistungshoch befindet.

Mit dem 1:3 durch Kämmer schwinden die Hoffnungen

Weil aber auch Hamburgs Goalie Caron nicht seinen schlechtesten Tag erwischte, blieb es zunächst beim 2:1 für die Hausherren. Die Hoffnung auf einen möglichen Punktgewinn schwand jedoch, als Krämmer in der 43. Minute erneut die Lücken in der KEV–Defensive schonungslos aufdeckte das 3:1 markierte. Und als die Gäste selbst mit drei Spielern mehr auf dem Eis kein Tor erzielten, war klar, dass ein überragender Duba allein nicht immer ausreichen kann, um in der DEL auch knifflige Spiele zu gewinnen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer