Heute treffen sich ein weiteres Mal die Gesellschafter. Auf die Mannschaft warten zwei vorentscheidende Partien im Play-off-Rennen.

Vancouver statt Iserlohn: Herberts Vasiljevs spielt mit Lettland beim olympischen Eishockeyturnier.

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Krefeld. Es ist die Woche, in der die Weichen für die Zukunft der Krefeld Pinguine gestellt werden. Sportlich wie wirtschaftlich. So steigt heute Teil zwei des mit Spannung erwarteten Krisentreffens der acht zerstrittenen Pinguine-Gesellschafter, nachdem in der Vorwoche die erste Zusammenkunft ergebnislos vertagt wurde. Sportlich fällt am kommenden Wochenende in den beiden Spielen gegen die Mitkonkurrenten Iserlohn Roosters und Mannheimer eine Vorentscheidung im Kampf um den Einzug in die Pre-Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Die Voraussetzungen könnten ungünstiger nicht sein. Drückende finanzielle Probleme sowie unübersehbare Zerwürfnisse im Kreis der Gesellschafter auf der einen Seite, eine arg dezimierte Mannschaft, die nach dem Trainerwechsel zu einer verzweifelten, vielleicht zu späten Aufholjagd angesetzt hat, auf der anderen Seite.

Die Laune von Chefcoach Rick Adduono dürfte nicht besser werden

Auch die Laune von Rick Adduono war nach der 2:6-Niederlage am Sonntag in Kassel naturgemäß nicht die beste. Sie dürfte sich auch im Verlauf dieser Woche kaum bessern. Denn vor den beiden richtungsweisenden Partien in Iserlohn (Freitag) und gegen Mannheim (Sonntag) drücken den Chefcoach der Krefeld Pinguine weiter große Personalsorgen.

"Wir spielen schon seit längerem ohne sieben Stammspieler, aber natürlich darf das keine Entschuldigung für die Niederlage gegen die Huskies sein", sagte Adduono, der zu allem Überfluss aufgrund der Olympiateilnahme von Herberts Vasiljevs in den kommenden beiden Begegnungen ausgerechnet auch noch auf seinen Kapitän verzichten muss.

Da Allan Rourke (Spieldauerstrafe) ebenfalls eine Partie zusehen muss, hat der Coach derzeit nur noch fünf einsatzfähige Verteidiger im Kader. Gegen Iserlohn müsste wohl Philip Riefers in den Abwehrverbund einrücken, um überhaupt drei komplette Defensivblöcke aufbieten zu können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich Andreas Driendl nach einer Knieverletzung oder Marcel Noebels (Entzündung im Fuß) rechtzeitig wieder gesund zurück melden. Schließlich ist auch Vasiljevs Platz im ersten Angriffsblock derzeit verwaist.

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