Die Krefeld Pinguine verloren nach einem entscheidenden Fehler, den die Kölner Haie ausnutzen – mit 1:3.

Eishockey DEL, KEV Pinguine - Kölner Haie, König-Palast, Westparkstraße; Trainer Rick Adduono, Co-Trainer Ville Vaija, Mark Mancari
Die Pinguine unterlagen den Kölner Haien nach ihrer ersten und einzigen Führung im Spiel.

Die Pinguine unterlagen den Kölner Haien nach ihrer ersten und einzigen Führung im Spiel.

Bischof, Andreas (abi)

Die Pinguine unterlagen den Kölner Haien nach ihrer ersten und einzigen Führung im Spiel.

Krefeld. Trotz einer starken Vorstellung haben die Krefeld Pinguine gegen die Kölner Haie mit 1:3 verloren. Bis kurz vor Ende des zweiten Drittels lagen die Schwarz-Gelben in Führung, leisteten sich dann aber in eigener Überzahl einen folgenschweren Fehler, den die Haie zum Ausgleich nutzten. Im Schlussdrittel setzte sich die individuelle Klasse der Domstädter durch.

Wie schon im ersten Heimspiel gegen die Haie unterlagen die Pinguine nach einer 1:0-Führung noch mit 1:3. Der gleiche Spielverlauf, die gleiche Torfolge, trotzdem war es eine andere Begegnung als Ende Dezember. Die Haie begannen mit viel Druck und waren auf ein frühes Tor aus. Das sollte jedoch nicht fallen, weil Patrick Galbraith alle 22 Schüsse im ersten Drittel parierte.

Die Pinguine, die auf den erkrankten Kyle Sonnenburg verzichten mussten, hielten mit viel Einsatzwillen und Kampf gegen. Nur 17 Feldspieler standen Rick Adduono zur Verfügung. Darunter mit Mike Schmitz der als sechster Verteidiger viel Eiszeit erhielt, und Philip Kuhnekath zwei Spieler aus dem DNL-Kader. Schon vor dem ersten Bully war klar, dass die Pinguine gewinnen mussten um eine realistische Chance zu haben den letzten Tabellenplatz noch zu verlassen. Durch den Sieg von Iserlohn am frühen Nachmittag gegen München war der Rückstand zum vorletzten Tabellenplatz auf sieben Punkte angewachsen.

Im zweiten Drittel kamen die Schwarz- Gelben besser aus der Kabine, gaben schon in den ersten Sekunden die beiden ersten Schüsse ab. Die Halle jubelte, als Herberts Vasiljevs nach guter Vorarbeit von Dragan Umicevic zur Führung traf (29.). Galbraith hielt weiterhin alles, dazu halfen die Pinguine sich gegenseitig – es war eine tolle Mannschaftsleistung. Doch kurz vor Drittelende bestraften sie sich selbst. Ausgerechnet in ihrem ersten Überzahlspiel leistete sich Martin Schymainski einen leichten Abspielfehler, den Dane Byers zum 1:1 nutzen konnte (39.). Galbraith war stocksauer. Es war bereits der elfte Gegentreffer mit einem Spieler mehr auf dem Eis – so viele wie kein anderes Team in der DEL.

Im Schlussdrittel waren die Pinguine dem Führungstreffer nahe, doch weder Marco Rosa (43.) noch der starke Kevin Orendorz (44.) brachten den Puck im Tor unter. Das machte Johannes Salmonsson besser. Er setzte sich gleich gegen drei Krefelder durch und verlud auch Galbraith, die Haie führten (46.). Die Pinguine hatten Pech, als ein abgefälschter Schuss von Tim Hambly auf der Latte landete (51.). Max Reinhardt traf drei Minuten vor Spielende zum 1:3 – die Vorentscheidung (57.). Auch als Galbraith vorzeitig sein Tor verließ, schafften es die Krefelder nicht mehr, das Gäste-Tor in Gefahr zu bringen. So konnte Christian Ehrhoff, der zu Beginn bei jedem Scheibenkontakt ausgefiffen wurde, auch bei seinem zweiten Spiel im Haie-Trikot das Krefelder Eis als Sieger verlassen.

Tor: Galbraith (Treutle); Abwehr: Hambly – St.Pierre, Vainonen – Little, M.Schmitz – Faber; Sturm: Mancari – Pietta – Vasiljevs, Schymainski – Rosa – Collins, Orendorz – Kretschmann – Mieszkowski, Kuhnekath – Umicevic

Kopitz, Rohatsch

6.177

1:0 (28:37) Vasiljevs (Umicevic, Little), 1:1 (38:19) Byers (Bolduc – 4:5), 1:2 (45:03) Salmonsson (Zerressen, Mulock), 1:3 (56:45) Reinhardt (Eriksson, Turnbull)

Krefeld 10, Köln 4

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