Die Krefeld Pinguine verlieren bei den Straubing Tigers mit 1:5. Offensive enttäuscht völlig.

Bezeichnend für das gesamte Spiel: Der Krefelder Rok Ticar (l.) kommt gegen Hussey nicht an den Puck.
Bezeichnend für das gesamte Spiel: Der Krefelder Rok Ticar (l.) kommt gegen Hussey nicht an den Puck.

Bezeichnend für das gesamte Spiel: Der Krefelder Rok Ticar (l.) kommt gegen Hussey nicht an den Puck.

H. Schindler

Bezeichnend für das gesamte Spiel: Der Krefelder Rok Ticar (l.) kommt gegen Hussey nicht an den Puck.

Straubing. Die Krefeld Pinguine sind mit einer schwachen Leistung ins Eishockeyjahr 2012 gestartet. Bei den Straubing Tigers gab es am Dienstag eine enttäuschende 1:5 (0:0, 2:0, 3:1)-Niederlage.

Die Marschroute, im Straubinger Hexenkessel die Ruhe zu bewahren, ging im ersten Drittel gut auf. In den ersten 20 Minuten gab es nur eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Pascal Zerressen, die die Krefelder überstanden. Die Pinguine ließen in der Defensive wenig zu, auch wenn die Hausherren die besseren Tormöglichkeiten hatten. So vergab Schönberger frei am langen Pfosten (11.), Sparre hatte gleich mehrere gute Chancen.

Im zweiten Drittel hagelte es Strafe auf Strafe bei den Krefeldern

Doch auch die Pinguine hätten in Führung gehen können. Sie nutzten die einzige Straubinger Zeitstrafe jedoch nicht. Straubings Torhüter Guryca, der für den verletzten Brust (Knieverletzung) ins Team gerückt war, konnte einen Pavlikovsky-Schuss nicht festhalten, was jedoch kein Krefelder nutzen konnte (3.). Verwey traf in der 11. Minute den Puck nicht richtig.

Das Vermeiden von Strafen klappte bei den Gästen im zweiten Abschnitt nicht mehr so gut. Plötzlich hagelte es zwei Minuten auf zwei Minuten, insgesamt sieben Mal plus eine Disziplinarstrafe für Blank. Und das, was im bisherigen Saisonverlauf so gut klappte, nämlich das Penaltykilling, klappte diesmal nicht. Straubing traf zweimal in Überzahl. Zunächst traf Stewart, der am langen Pfosten von Hussey bedient worden war (30.). Hager saß zu diesem Zeitpunkt draußen wegen Stockchecks. Zwei Minuten später rettete Langkow stark gegen Ondruschka.

Als Trepanier wegen Hakens auf der Strafbank saß, können die Tigers dies nutzen und gingen durch Hussey, der von links aufs Pinguine-Tor zugefahren war, sogar mit 2:0 in Führung (37.). In der Offensive enttäuschten die Pinguine in diesem Abschnitt auf voller Länge. Wie sooft warteten die Stürmer viel zu lange mit dem Schießen oder schlossen überhastet ab. Manches sah schön aus, war aber nicht erfolgreich.

Pinguine
Tor: Langkow (Kovacic)
Abwehr: Milo, Pavlikovsky; Akdag Trepanier; Zerressen, Dück; Tepper
Angriff: Blank, Pietta, Vasiljevs; Hager, Ticar, Methot; Verwey, Driendl, Shvidki; Endraß, Ondrus, Milroy

Zuschauer: 4988

Schiedsrichter: Brüggemann/Schukies

Tore
1:0 (29:34) Stewart (Hussey, Meunier/5:4), 2:0 (36:36) Hussey (St Jacques/5:4), 3:0 (40:35) Meunier ( Ramsay, Germyn), 4:0 (49:37) Hussey, 5:0 (49:56) Ramsay (Meunier, Germyn), 5:1 (56:34) Méthot (Trépanier)

Strafminuten
Tigers: 14 + 10 für Röthke + 10 gegen Daoust
Pinguine: 18 + 10 für Blank

Wer gehofft hatte, die Krefelder könnten mit Beginn des dritten Drittels das Spiel noch drehen, wurde gleich nach 35 Sekunden enttäuscht. Wieder war es ein kapitaler Bock eines einzelnen Spielers, der das Duell endgültig entscheidet. Méthot verlor den Puck im Spielaufbau, die Straubinger Ramsay und Meunier haben keine Mühe, Langkow auszuspielen. Die Tiger schalteten nun einen Gang zurück. Als Pietta sogar das leere Tor nicht traf (45.), schwanden sämtliche Hoffnungen. Hussey und Ramsay schraubten das Ergebnis sogar auf 5:0 hoch (50.). Ondrus und sogar Langkow begünstigten die Gegentore durch Fehler.

Wenigstens zu einem Ehrentreffer kamen die Pinguine noch. Trepanier hatte drei Minuten vor dem Ende von der blauen Linie abgezogen, Guryca den Puck vor die Schlittschuhe von Méthot abprallen lassen und der brauchte nur noch einzuschieben.

Freitag gegen Düsseldorf ist also Wiedergutmachung angesagt. Wer noch Tickets für das Heimspiel gegen die DEG haben möchte, muss sich beeilen. Bis gestern waren 7300 Karten weg.

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