Die DEG Metro Stars gewinnen das Derby in der Verlängerung mit 5:4.

Jubel bei der DEG: Wieder hat es hinter Scott Langkow (2.v.r.) eingeschlagen.
Jubel bei der DEG: Wieder hat es hinter Scott Langkow (2.v.r.) eingeschlagen.

Jubel bei der DEG: Wieder hat es hinter Scott Langkow (2.v.r.) eingeschlagen.

Dirk Jochmann

Jubel bei der DEG: Wieder hat es hinter Scott Langkow (2.v.r.) eingeschlagen.

Krefeld. Erst zum Schluss kam das Straßenbahnderby in Fahrt. Zwar unterlagen die Krefeld Pinguine vor 6011 Zuschauern im König-Palast der Düsseldorfer EG mit (1:0, 2:2, 1:2, 0:1), doch zumindest Spannung gab es in der Schlussphase reichlich. Ein stetes Wechselbad der Gefühle - so richtig nach dem Geschmack der Fans.

So richtig konnte man im ersten Drittel nicht erkennen, dass beide Teams durch einen Derbyerfolg Balsam auf die schon angekratzten Fanseelen streichen wollten. Zerfahren und unkonzentriert gingen beide aufs Eis. Es mangelte zwar nicht an Einsatz, doch dafür sichtbar an Konzept.

Über das eher schwache Niveau konnte lediglich Patrick Hager den Krefelder Anhang hinwegtrösten. Denn wie er bei Unterzahl einen Konter lief, die Scheibe um den Körper herum quer auf Charlie Stephens spielte - das war sehenswert. Und dass Stephens auch noch zum 1:0 traf (4.), machte das Glück perfekt.

Im zweiten Drittel ändert sich das Bild: Die DEG wird stärker

Das aber blieb für den Rest des Drittels der einzige positive Diskussionsstoff für die Pause. Im Mitteldrittel drehte sich das Bild, die leichte optische Überlegenheit des KEV wurde von Schwarz-Gelb leichtfertig abgegeben. Man ließ Düsseldorf einfach mal machen. Und die taten das auch. 40 Sekunden nach Wiederanpfiff schaute die Abwehr Düsseldorfs Pokulok bei seinem Spaziergang durchs Pinguine-Drittel zu, dessen Rückpass verwandelte Fenton zum 1:1. Und auch bei dem 2:1 der DEG (26.) durch Reimer waren die Pinguine zu passiv.

Plötzlich wurden die Fans ruhiger. Vor allem, als auch eine fünfminütige Überzahl mit einer eher kläglichen Leistung und ohne Torchance endete. Aber wie manchmal im Sport, wechselte sich Glücksgöttin Fortuna ein. Zur allgemeinen Überraschung fiel nämlich der 2:2-Ausgleich. Ein Verzweiflungsschüsschen von Kozhenvikov (33.) traf irgendwie Stürmer Justin Kelly, vom dem der Puck ins Tor trudelte. Als dann noch Kapitän Herberts Vasiljevs bei Überzahl zum 3:2 (40.) traf, hatte die Dramaturgie endgültig Derbycharakter.

Tor: Langkow (Kovacic)
Abwehr: Pavlikovsky, Milo; Akdag, Schopper; Koschevnikov, Trepanier; Albers, Zerressen
Angriff: Vasiljevs, Pietta, Blank; Hager, Stephens, Verwey; Riefers, Kelly, Endraß; Tepper, Driendl, Schaub

6011

Schimm/Mosner

1:0 (3:13) Stephens (Hager/4-5)
1:1 (20:40) Fenton (Pokulok, Murphy)
1:2 (25:30) Reimer (Kreutzer)
2:2 (32:52) Kelly (Driendl, Kozhevnikov)
3:2 (39:44) Vasiljevs (Blank/5-4)
3:3 (42:24) Courchaine (Holland, Pokulok)
3:4 (45:16) Courchaine (Roach, James)
4:4 (45:39) Blank (Vasiljevs)
4:5 (60:50) Hedlund (Roach, Kreutzer/4-3)

Pinguine: 8; DEG: 7 + Spieldauer für Beechey

Das Wechselbad der Gefühle zog dann alle in den Bann. Denn DEG-Torjäger Adam Courchaine (43./46.) brachten die Gäste in Front und deren Anhang zum Jubeln. 23 Sekunden später kam die Antwort in Schwarz-Gelb, als Boris Blank zum 4:4 traf. Spätestens da hatte auch die Akteure auf dem Eis das Derby-Fieber gepackt.

Kelly hätte den Sieg für den KEV besorgen können (55.), fast im Gegenzug traf Kaufmann nur die Latte. Es war so etwas, wie eine vorgezogene Verlängerung mit dem Golden Goal, doch dieses fiel in der regulären Spielzeit nicht mehr, sodass beide Teams einen Zähler verbuchen konnten. In der Overtime ging es dann sehr schnell. Bei einer Strafzeit von Pavlikovsky machte Andy Hedlund alles klar und traf zum 5:4-Endstand.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer