3:2-Sieg im Penaltyschießen: Das Team von Rick Adduono setzt den Aufwärtstrend in Hannover fort.

Hannover. Die Pinguine werden der Konkurrenz allmählich unheimlich. Das Team von Chefcoach Rick Adduono zeigte am Sonntag große Moral. Es machte nicht nur die Ausfälle von Richard Pavlikovsky, Lynn Loyns, Patrick Hager (beide verletzt) sowie Roland Verwey (gesperrt), sondern auch einen frühen 0:2-Rückstand wett und siegte schließlich im Gastspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Hannover Scorpions noch mit 3:2 (0:2, 2:0, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Herberts Wasiljews und Allan Rourke verwandelten ihre Penalties, während Goalie Scott Langkow die Versuche von Mitchell und Dolak entschärfen konnte. Damit feierten die Pinguine den neunten Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen und sind nun wieder ein aussichtsreicher Kandidat im Play-off-Rennen.

Nach nur 165 Sekunden scheint die Partie schon entschieden

Als Cottreau nach rund 100 Sekunden mit einem Bauerntrick - Benedikt Schopper fälschte den Puck dabei an Langkow vorbei ins eigene Netz ab - und Dzieduszycki nur rund eine Minute später nach Vorlage von Vikingstad erfolgreich waren und die Gastgeber schnell mit 2:0 in Führung gebracht hatten, schien das schon der Anfang vom Ende für die Krefelder.

Doch die dezimierten Pinguine wirkten keineswegs geschockt. Im Gegenteil: Chance um Chance erarbeiteten sich die Gäste, scheiterten aber zumindest im ersten Durchgang jeweils an Hannovers Goalie Scott. Ob Pietta, der in Unterzahl vergab (7.), Wasiljews, der aus Nahdistanz scheiterte (8.), Schopper (12.) oder Charlie Stephens (13.) - sie alle ließen beste Tormöglichkeiten zum Anschlusstreffer aus.

Der allerdings sollte im Mitteldrittel fallen. Nachdem die Gastgeber durch Vikingstad (21.) und Mondt (23.) jeweils nur den Pfosten getroffen hatten, machten es die Pinguine wenig später besser. Michael Endraß behauptete den Puck hinterm Tor, passte mustergültig zu Stephens, der Scott keine Abwehrmöglichkeit ließ (24.). Die Krefelder waren auch dank Langkow, der gegen Mondt und Dolak zweimal glänzend parierte, wieder im Spiel und drückten weiter.

Tor: Langkow (Kovacic), Abwehr: Rourke, Fahey; Schopper, Akdag; Cespiva, Grönvall; Angriff: Blank, Pietta, Wasiljews; Globke, Stephens, Endraß; Huebscher, Driendl, Noebels; Riefers

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Van Gameren

1:0 (1:41) Cottreau (Reiß), 2:0 (2:45) Dzieduszycki (Vikingstad), 2:1 (23:43) Stephens (Endraß), 2:2 (35:30) Globke (Grönvall, Blank/5-4), Penaltyschiessen: Wasiljews

Hannover: 12, Pinguine: 8

Andreas Driendl traf ebenfalls den Pfosten (28.), ehe Rob Globke im Powerplay einen Schlagschuss von Janne Grönvall zum verdienten 2:2-Ausgleich abfälschte (36.). Viel hätte nicht gefehlt, und die Pinguine wären noch vor Drittelende sogar in Führung gegangen. Doch Pietta vergab im Nachsuchss (37.), und Wasiljews verfehlte das leere Hannoveraner Tor (39.).

Im Schlussabschnitt hatten beide Teams die Entscheidung auf dem Schläger, doch weitere Treffer wollten auch in der Verlängerung nicht fallen. Fahey vertändelte den Puck bei einem Break, Hlinka scheiterte 18 Sekunden vor der Schlusssirene an Langkow. Es ging ins Penaltyschießen, in dem sich die Krefelder nervenstärker als die Gastgeber zeigten.

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