Die Krefeld Pinguine erkämpfen sich einen 2:1-Erfolg bei den Mannheimer Adlern und sind jetzt Tabellenzweiter.

Mannheim. Mit einem eindrucksvoll erkämpften 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)-Sieg bei den Adlern aus Mannheim rückten die Krefeld Pinguine am Sonntag auf den zweiten Tabellenplatz der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor. Obwohl durch drei Ausfälle personell geschwächt, zeigte das Team von Coach Rick Adduono mit tollem Teamgeist und aufopferndem Einsatz eine prächtige Leistung vor 8463 Zuschauern in der SAP-Arena. Hervorzuheben, die Treffer zum vierten Sieg in Folge wurden durch die Youngster Michael Endraß (9.) und Andreas Driendl (13.) erzielt.

Bester Akteur auf dem Eis war Pinguine-Torhüter Scott Langkow, an dem fast alle Schussversuche der Adler abprallten. Und hätte Benedikt Schopper einen Schuss von Robert Dietrich nicht unglücklich mit dem Handschuhe ins eigene Tor abgefälscht (24.), wäre Scott Langkow ohne Gegentor vom Eis gegangen.

Dabei hatte Adduono nach dem hohen Kraftaufwand bei dem 6:5-Penaltysieg über Nürnberg am Freitag sein Team und die Reihen verletzungs- und krankheitsbedingt umstellen müssen. Paul Albers war, wie die WZ berichtete, schon während des Freitagspieles nach einem tiefen Riss am Bein operiert worden und kann die Klinik erst am Montag verlassen. Sinan Akdag hatte sich am Freitag über die Spielzeit gequält, musste aber geschwächt in die Klinik und an die Infusion und wird, wie Patrik Hager, der eine Schienbeinprellung erlitt, am Dienstag wieder das Training aufnehmen.

Die Jungen avancieren neben Langkow zum Matchwinner

Es waren dann aber gerade die jungen Akteure, die nicht nur für Tempo nach vorne sorgten, sie markierten auch die beiden Tore. In der 9. Minute war eine Aktion vor dem Mannheimer Tor längst vorbei, die Uhr lief schon wieder fast eine Minute, als Schiedsrichter Reik von Gameren nach Rücksprache mit seinen Linienrichter den Videobeweis bemühte, und auf Tor für Krefeld entschied. Michael Endraß hatte den Treffer nach Zuspiel von Marvin Tepper per Bauerntrick markiert, und den Puck knapp über die Torlinie bugsierte.

Drei Minuten später der erneute Videobeweis, nachdem ein Schuss von Charlie Stephens vom Schlittschuh von Andreas Driendl an Fred Brathwaite vorbei ins Tor gefunden hatte. "Kein Schlittschuhtor," entschied der Schiedsrichter, und auf den Rängen gab es die ersten Missfallenskundgebungen.

Tor: Langkow (Kovacic); Abwehr: Pavlikovsky, Milo; Trepanier, Schopper; Koschevnikov, Zerressen; Angriff: Vasiljevs, Pietta, Blank; Riefers, Stephens, Verwey; Tepper, Kelly, Endraß; Driendl, Schaub

8463

van Gameren

0:1 (8:11) Endraß (Tepper, Kelly), 0:2 (12:52) Driendl (Stephens, Verwey), 1:2 (23:26) Dietrich (Mauer, Kink)

Pinguine-Coach Rick Adduono sprach von einem "big win" und machte seinem ganzen Team für die vier Siege in Folge ein dickes Kompliment. Herausheben wollte er nur Goalie Scott Langkow, dem er eine großartige Leistung bescheinigte. Kapitän Herberts Vasiljevs hob den Teamgeist hervor, wollte aber noch keinen Vergleich zu dem tollen Saisonstart von vor zwei Jahren ziehen, als die Pinguine nach acht Spieltagen Tabellenführer wurden, und die Spitze über viele Wochen hielten.

Mitten in die erste Pfiffe fiel eingangs des Mittelabschnitts der Mannheimer Treffer. Robert Dietrich zog fast von der blauen Linie aus ab, die Fanghand von Scott Langkow zuckte schon raus, da passierte Schopper der unglückliche Richtungswechsel der Hartgummischeibe. Der Rest der Partie war über fast 35 Minuten ein Mannheimer Sturmlauf, aber auch eine geschickte Abwehr der Pinguine, denen manchmal das Glück des Tüchtigen etwas zur Seite stand, die aber die drei Punkte ehrlich erarbeiteten. Und wenn einmal ein Blauer frei vor dem Pinguine-Kasten auftauchte, dann war eben Langkow Endstation.

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