Erster Sieg für die Krefeld Pinguine - das Testspiel in Köln war aber alles andere als normal.

Schiris beim Bully nicht auf dem Eis, Feueralarm in Drittelpause, drei neue Verteidiger treffen.
Jubelnde Pinguine in Köln (v.l.): Martin Lefebvre, Kirill Kabanov, Jordan Caron und Daniel Pietta.

Jubelnde Pinguine in Köln (v.l.): Martin Lefebvre, Kirill Kabanov, Jordan Caron und Daniel Pietta.

samla

Jubelnde Pinguine in Köln (v.l.): Martin Lefebvre, Kirill Kabanov, Jordan Caron und Daniel Pietta.

Erstes Spiel, erster Sieg – bei 28 Grad Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein siegten die Krefeld Pinguine bei den Kölner Haien mit 7:4. In der eiskalten Trainingshalle der Haie trugen sich in Philipp Bruggisser, Martin Lefebvre und James Bettauer gleich drei neue Verteidiger in die Torschützenliste ein.

Stadionsprecher macht Sportdirektor Roos zum Headcoach

Es war ein Auftakt mit Schwierigkeiten, nicht alle Abläufe liefen reibungslos. Der Stadionsprecher erklärte kurzerhand Pinguine-Sportdirektor und Geschäftsführer Matthias Roos auch zum Headcoach der Krefelder. Pünktlich um 15 Uhr standen beide Teams zum ersten Bully bereit, konnten jedoch nicht beginnen, da die Schiedsrichter noch in der Kabine waren. In der ersten Drittelpause sorgte zunächst ein Feueralarm für Irritationen, und die Eismaschine hatte Mühe, ihren Job zu verrichten. Die Eisaufbereitung gelang erst nach kurzer Reparatur der Zamboni.

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits vier Treffer gefallen. Die Pinguine erwischten den besseren Start. Es waren keine fünf Minuten gespielt, da lagen sie durch zwei Überzahltreffer 2:0 in Führung. Bruggisser war aus der Distanz erfolgreich (3.), Daniel Pietta fälschte einen Schuss unhaltbar ab (5.). Die Pinguine setzten die Vorgabe von Trainer Brandon Reid um, sie störten die Domstädter früh im Spielaufbau. Die Haie brauchten, um sich darauf einzustellen. Das gelang ab Mitte des ersten Drittels, Zerressen (10.) und Pinizzotto (13.) trafen zum Ausgleich. Pech hatte Jacob Berglund, der bei einem Alleingang von der Pausensirene gestoppt wurde (20.).

Stürmer Jordan Caron trägt die Kapitänsbinde

Jordan Caron (28.), der als Kapitän auflief, und Pietta (29.) vergaben in Unterzahl Alleingänge. Besser machte es Greger Hanson. Der Schwede traf mit einem Fernschuss zum 3:2 (30.). Bei den Toren von Lefebvre (32.) und Bettauer (38.) half der Kölner Ersatztorhüter Hannibal Weitzmann, der in der 31. Minute eingewechselt worden war, mit. Die Fäuste flogen im Mitteldrittel ebenfalls. Bruggisser, Caron sowie Müller und Ellis waren in eine Rauferei verwickelt.

Im Schlussdrittel mussten die Krefelder nahezu die komplette Spielzeit mit einem Mann weniger agieren. Pinizotto (46.) und Akeson (57.) verkürzten auf 4:5. Doch mit zwei Treffern ins leere Tor durch Patrick Seifert und Chad Costello (60.) belohnten sich die Krefelder für eine gute Leistung mit dem Sieg. Überbewerten sollten die KEV-Fans diesen Test nicht. Vor drei Jahren siegten die Schwarz-Gelben in der Vorbereitung an gleicher Stelle deutlich mit 6:2. Am Ende landeten sie auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Weg der Haie führte dagegen bis ins DEL-Halbfinale.

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