Ein Stelldichein ehemaliger Spieler versüßt dem Ex-Kapitän der Krefeld Pinguine am 25. August das Karriereende.

Ein Stelldichein ehemaliger Spieler versüßt dem Ex-Kapitän am 25. August das Karriereende.
Die Nummer 23 wird Herberts Vasiljevs noch einmal auf dem Eis tragen – in der Rheinlandhalle, wo alles begonnen hatte.

Die Nummer 23 wird Herberts Vasiljevs noch einmal auf dem Eis tragen – in der Rheinlandhalle, wo alles begonnen hatte.

Andreas Bischof

Die Nummer 23 wird Herberts Vasiljevs noch einmal auf dem Eis tragen – in der Rheinlandhalle, wo alles begonnen hatte.

Krefeld. In gut zwei Monaten ist es soweit. Über ein Jahr mussten die Fans der Krefeld Pinguine darauf warten, einen der ganz Großen in ihren Reihen in den Ruhestand verabschieden zu dürfen. Am 25. August um 18.30 Uhr duellieren sich das Team Vasiljevs und die Big Old Boys in der Rheinlandhalle, bereiten dem lettischen Ex-Nationalspieler und langjährigen Kapitän der Pinguine einen würdigen Abschied. Herberts Vasiljevs freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten: „Ich habe dem Verein einen Wunschkader genannt und hoffe, dass viele davon zusagen werden. Es soll alles ganz entspannt zugehen, alle sollen Lust auf das Ereignis haben. Besonders für die Fans wird es ein Fest, viele ihrer Stars noch einmal zu sehen und mit ihnen vielleicht das ein oder andere Gespräch führen zu können.“

Vasiljevs: „Es war nicht einfach, einen Kader zusammenzustellen“

Bei der Teamvorstellung um 14.30 Uhr und der anschließenden Autogrammstunde besteht die Chance dazu. Spätestens dann aber bei der After-Game-Party im Gleumes. Wer ein Kombiticket kauft, kann direkt nach dem Spiel zur Veranstaltung, ohne zusätzlichen Eintritt zahlen zu müssen. Hier können die Fans auch dem Letten auf Wiedersehen, oder in seiner Muttersprache, „atkal tiksimies“ sagen.

Bei der Auswahl des Kaders tat sich die Nummer 23 jedoch schwer, wie er verriet: „Es war nicht einfach, einen Kader zusammenzustellen. In meiner doch langen Karriere habe ich viele gute Spieler und tolle Menschen kennengelernt. Jede Mannschaft war etwas Besonderes für mich. Mit Einigen habe ich aber länger gespielt, als mit Anderen. Da entsteht natürlich eine enge Verknüpfung. Mit ein paar Spielern habe ich noch aktiv Kontakt.“

Zum bereits feststehenden Aufgebot gehören mit Dusan Milo und Andy Hedlund bereits zwei starke Verteidiger. Letzterer sei für Vasiljevs „einer der Besten, die der KEV jemals hatte.“ Ohnehin war der gebürtige Lette bemüht, einen Kader zu wählen, der ein qualitativ sehr hohes Niveau bietet. Auch deshalb entschied sich der mittlerweile 42-Jährige im Tor für Publikumsliebling Scott Langkow. „Wenn ich alles richtigmache, steht am Ende ein Team auf dem Eis, dass eine Chance auf die deutsche Meisterschaft hat“, scherzt der zweifache Vater.

Uwe Fabig coacht die Old Boys, Rüdiger Noack das Team Vasiljevs

Auch aktive Profis könnten mit von der Partie sein, wie Geschäftsführer Matthias Roos erklärte: „Zwar haben wir an dem Wochenende ein Vorbereitungsturnier in Dresden, doch Herberts ist einer der verdientesten Spieler in der Geschichte der Pinguine. Vielleicht erteile ich die ein oder andere Freigabe.“ Daniel Pietta und Martin Schymainski sind dabei. Trainer der Big Old Boys ist Ehrenkapitän Uwe Fabig, Rüdiger Noack coacht das Team Vasiljevs. Der Verabschiedete wird nach dem Spiel u.a. seine Arbeit für den Deutschen Eishockey-Bund vorantreiben. Zuletzt absolvierte der Lette eine Probezeit beim Verband, kümmerte sich um Nachwuchssichtungen. Ab Winter soll er die Arbeit mit der Jugendabteilung intensivieren. Auch die lettische U 18-Nationalmannschaft wird der Ex-Profi weiter betreuen. Auf die Frage, ob er seinen Lebensmittelpunkt dann in Krefeld behält, antwortete Vasiljevs lächelnd: „Es gibt absolut keinen Grund, etwas daran zu ändern.“

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