21 Sekunden vor Schluss fällt das 3:2 für den Gast. Pinguine verlieren zum dritten Mal in Folge.

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Leistete die tolle Vorarbeit zur 2:1-Führung: Patrick Hager. Doch am Ende war der Katzenjammer groß.

Leistete die tolle Vorarbeit zur 2:1-Führung: Patrick Hager. Doch am Ende war der Katzenjammer groß.

Dirk Jochmann

Leistete die tolle Vorarbeit zur 2:1-Führung: Patrick Hager. Doch am Ende war der Katzenjammer groß.

Krefeld. Die Geschichte wiederholt sich doch. Im ersten Heimspiel gegen die Mannheimer Adler kassierten die Krefeld Pinguine 0,5 Sekunden vor der Schlusssirene den entscheidenden Gegentreffer, am Sonntag waren nur noch 21 Sekunden zu spielen, als Dan McGillis zuschlug und die 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)-Niederlage der Krefelder besiegelte - die dritte in Folge im Rennen um einen der Play-off-Plätze in der Deutschen Eishockey Liga, in dem die Krefelder merklich an Boden verlieren.

Die Niederlage vom Freitag in Kassel wirkte nach. Denn Danijel Kovacic sollte eigentlich auch am Sonntag im Tor der Pinguine stehen. So hatte es Trainer Igor Pavlov angekündigt. Doch nach der Gegentorflut in Kassel entschied sich der Coach anders, Stammgoalie Scott Langkow stand wieder zwischen den Pfosten. Damit nicht genug. Pavlov wirbelte zudem seine Angriffsreihen tüchtig durcheinander. Shay Stephenson fand sich urplötzlich im ersten Sturm neben Charlie Stephens und Herberts Vasiljevs wieder, Boris Blank rutschte ins zweite Glied neben Lynn Loyns und Roland Verwey. Auch die übrigen Blöcke wurden gemischt.

Immerhin hatte sich Richard Pavlikovsky zurückgemeldet. Der Slowake bildete in der Abwehr wieder das Pärchen mit Dusan Milo. Doch das erste Highlight setzte ein anderer Abwehrspieler. Eine der vielen Überzahlmöglichkeiten - allein siebenmal saß ein Adler-Spieler im ersten Durchgang in der Kühlbox - schloss Jean-Francois Fortin mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 1:0 ab, just als Colin Forbes aufs Eis zurückkehren wollte. Auch in der Folge hatten die Krefelder vornehmlich im Powerplay ihre Möglichkeiten, ohne diese konsequent zu nutzen.

Das machten die Gäste besser. Forbes überwand Langkow 42 Sekunden vor der Drittelsirene zum schmeichelhaften Ausgleich für die Gäste, die routinierter wirkten und die Passwege der Pinguine zustellten. Selbst in Unterzahl war das Forechecking der Gäste derart erfolgreich, dass die Pinguine Probleme hatten, aus der eigenen Hälfte zu kommen. Gefährlich wurde es so vor dem Tor von Brathwaite nicht wirklich.

Eine Einzelleistung von Patrick Hager, der Andreas Driendl am langen Pfosten mustergültig freispielte, brachte den Pinguinen die erneute Führung (25.), doch auch da ließ die Antwort nicht lange auf sich warten. Am Ende eines Powerplays verloren die Gastgeber die Scheibe im Angriffsdrittel, Methot passte auf den aus der Kühlbox kommenden Sloan, der auf Arendt, dessen Gewaltschuss zum 2:2 (31.) einschlug. Als Hager bei einem Break von Butenschön unfair gestoppt werden konnte, hatte Vasiljevs die Chance zur neuerlichen Führung. Doch er scheiterte mit einem Penalty an Brathwaite (53.). Stattdessen schlugen die Gäste wie im ersten Gastspiel erbarmungslos zu: 3:2 durch McGillis.

Tor: Langkow (Kovacic), Abwehr: Milo, Pavlikovsky; Fahey, Fortin; Heid, Akdag; Sturm: Vasiljevs, Stephens, Stephenson; Blank, Loyns, Verwey; Driendl, Payer, Hager; Huebscher, Pietta, Riefers

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1:0 (11:39) Fortin (Verwey/5-4), 1:1 (19:18) Forbes (Methot, Mauer/5-4), 2:1 (25:00) Driendl (Payer, Hager), 2:2 (30:43) Arendt (Sloan, Methot), 2:3 (59:39) McGillis (Martinec, Forbes)

Pinguine: 18; Adler: 26 + 10 für Petermann

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