Richard Pavlikovsky ebnet den Weg zum Sieg und lässt Adduono wieder hoffen.

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Richard Pavlikovsky (r.) avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner für die Pinguine.

Richard Pavlikovsky (r.) avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner für die Pinguine.

Eibner

Richard Pavlikovsky (r.) avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner für die Pinguine.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine haben Sonntagnachmittag im Gastspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Mannheimer Adlern einen Überraschungserfolg gelandet. Richard Pavlikovsky (2) und Patrick Hager schossen die Krefelder zu einem verdienten 3:1-Auswärtserfolg, wobei wieder einmal das Unterzahlspiel der Schwarz-Gelben überzeugen konnten, die zweimal mit zwei Spielern weniger auf dem Eis Treffer des Gegners zu verhindern wussten. Ob dieser Erfolg die Schonzeit für Coach Rick Adduono verlängern wird, muss sich allerdings erst noch zeigen. Denn es herrscht weiter Gesprächsbedarf. So soll für Mittwoch ein Treffen des Aufsichtsrates mit dem Kanadier anberaumt sein.

Dementsprechend erleichtert wirkte Adduono nach der Partie. „Die Mannschaft hat super gekämpft und eine tolle Leistung abgeliefert. Ich bin dankbar für die drei Punkte. Diesen Sieg möchte ich den fans widmen“, sagte Adduono, der hofft, dass „wir den Negativtrend nun endlich gestoppt haben“.

In Mannheim hatte seine Mannschaft wieder jene Tugenden gezeigt, die sie während der großen Verletzungsmisere im ersten Saisonviertel ausgezeichnet hatte. Das Team trat kompakt auf, stand vor allem in der Defensive gut und konnte sich auch in den Zweikämpfen behaupten. So hatten es die Gastgeber zunächst schwer, zu zwingenden Torchancen zu kommen. Und wenn, dann war Pinguine-Goalie Scott Langkow zur Stelle, der eine überragende Partie ablieferte.

Scott Langkow hält vor allem in Unterzahl die Punkte fest

Vor allem in den Unterzahlsituationen konnten sich die Gäste auf ihren Schlussmann verlassen. So überstanden die Pinguine nicht nur eine Fünfminutenstrafe für Roland Verwey, für den nach einem Foul (hoher Stock mit Verletzungsfolge gegen Sifers) die Partie schon nach knapp 15 Minuten zu Ende war, sondern auch eine weitere Unterzahl mit zwei Mann weniger im Mittelabschnitt.

Ungleich effektiver agierten die Gäste, wenn sie selbst in numerischer Überzahl waren. Gleich zweimal schlug „König Richard“ im Powerplay zu und sorgte so für eine vorentscheidende 2:0-Führung (13./28.) Chris Lee gelang zwar der zwischenzeitliche Anschlusstreffer (34.) – die einzige Überzahl-Situation, die die Gastgeber zu nutzen wussten, doch nur 33 Sekunden später stellte Nationalspieler Patrick Hager den alten Abstand mit dem 3:1-Siegtreffer wieder her. „Das ist eine frustrierende Niederlage, aber der KEV war sehr stark, hat kompakt gestanden und es uns nicht einfach gemacht“, sagte Adler-Coach Harold Kreis, der seinem Landsmann Adduono noch moralisch zu unterstützen versuchte. „Rick macht einen guten Job.“ Das sehen in Krefeld allerdings längst nicht mehr alle so.

Pinguine, Tor: Langkow (Kovacic); Abwehr: Milo, Pavlikovsky; Akdag, Trepanier; Dück, Zerressen; Angriff: Blank, Pietta, Vasiljevs; Milroy, Hager, Methot; Verwey, Ticar, Shvidki; Endraß, Ondrus, Tepper
Zuschauer: 12.086
Schiedsrichter: Aumüller
Tore: 0:1 (12:36) Pavlikovsky (Blank, Vasiljevs/5-4), 0:2 (27:52) Pavlikovsky (Vasiljevs, Pietta/5-3), 1:2 (33:28) Lee (Mitchell, Lehoux/5-4), 1:3 (34:01) Hager (Milroy, Methot)
Strafminuten: Adler: 10; Pinguine: 17 + Spieldauer für Verwey

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