Mit zwei Topteams aus der Deutschen Eishockey Liga bekommen es die Krefeld Pinguine an diesem Wochenende zu tun. Nach der schweren Auswärtspartie beim Tabellenführer in Nürnberg (Freitag, 13. Oktober 2017, 19.30 Uhr) gastieren am Sonntag (15. Oktober 2017, 16.30 Uhr) die Eisbären Berlin, aktuell Tabellenzweiter, im KönigPALAST. Erstmals mit dabei sein wird der neue Stürmer Jordan Caron. Der Kanadier will helfen, die gute Heimbilanz weiter auszubauen.

Eishockey KEV Pinguine - Ingolstadt, KöPa, König-Palast, Marcel Müller
Marcel Müller ist mit 13 Scorepunkten bester KEV-Spieler. In der Liga belegt er damit Rang zwei.

Marcel Müller ist mit 13 Scorepunkten bester KEV-Spieler. In der Liga belegt er damit Rang zwei.

Bischof, Andreas (abi)

Marcel Müller ist mit 13 Scorepunkten bester KEV-Spieler. In der Liga belegt er damit Rang zwei.

Zehn Punkte aus den bisherigen Heimspielen der noch jungen Saison 2017/18 sind eine gute Bilanz für die Krefeld Pinguine. An diesem Wochenende sollen nach Möglichkeit weitere Zähler hinzukommen, wenn die Eisbären Berlin am Sonntag (15. Oktober 2017, 16.30 Uhr) erstmals in dieser Saison im KönigPALAST gastieren.

Das wird eine genauso schwere Aufgabe wie beim Auswärtsspiel in Nürnberg (Freitag, 13. Oktober 2017, 19.30 Uhr). „Die Ice Tigers sind für mich aktuell das beste Team der Liga. Dass Berlin weit oben steht, ist sicher auch kein Zufall“, zeigt sich Pinguine- Headcoach Rick Adduono respektvoll vor den kommenden Aufgaben. Dennoch rechnet sich das Kanadier in beiden Spielen einiges aus.

„Es ist an der Zeit, mal wieder gegen Nürnberg zu punkten. Wenn wir so spielen, wie in den letzten Auswärtsspielen, ist das möglich.“ Ein weiterer Mutmacher, neben den starken Auftritten wie gegen Köln, ist die Verpflichtung von Jordan Caron. Der 26-jährige Kanadier landete am vergangenen Dienstag aus Montreal kommend auf dem Düsseldorfer Flughafen und stand wenige Stunden später schon mit seinen neuen Mitspielern auf dem Eis.

Der große Außenstürmer könnte bei seinen ersten Einsätzen an der Seite von Daniel Pietta und Marcel Müller in der Krefelder Paradereihe auflaufen. „Das ist eine denkbare Option. Wenn Justin Feser wieder fit ist, passen die beiden Spielertypen sicher auch gut zusammen“, freut sich Adduono über ganz neue Möglichkeiten bei der Reihengestaltung.

Schwarz-gelbe Trikotfarben kennt Caron aus Boston

Schwarz-gelbe Trikotfarben haben in der Karriere des 193 cm großen und 94 kg schweren Außenstürmer, der in Sayabec im östlichsten Teil der Provinz Quebec geboren wurde, schon immer eine ganz besondere Rolle gespielt. Die meisten seiner bisherigen 166 NHL-Spiele absolvierte Caron für die Boston Bruins, die bekanntlich die gleichen Vereinsfarben haben wie der KEV. „Ich habe mit allen seinen bisherigen Trainern gesprochen, die sein vielfältiges Talent unterstrichen. Er ist groß, physisch stark, ein toller Skater und ein stabiler Scorer. Vor allem passt er in unser Budget“, so Rick Adduono, der lange und intensiv mit Sportdirektor Mathias Roos nach einer geeigneten Verstärkung Ausschau gehalten hatte. Für sein letztes AHL-Team, die Chicago Wolves, erzielte Caron in der vorletzten Saison 17 Tore und 19 Assists, was in der stärksten amerikanischen Minor-League ein überdurchschnittlicher Wert ist. „Er gehörte zu den Top 6-Stürmern der AHL und wird uns ganz bestimmt helfen“, ist sicher Adduono sicher.

Gegen Topteams von der Strafbank wegbleiben

Entscheidend für den Ausgang der beiden anstehenden Spiele sieht der KEV-Cheftrainer die Disziplin. „Wir müssen unbedingt von der Strafbank wegbleiben. Das hat gegen Köln und Iserlohn gut geklappt. Gleichzeitig müssen wir die Konzentration über die gesamte Spieldauer hochhalten. Kleine Schwächephasen und individuelle Fehler bringen schnell ins Hintertreffen“. Ein Extralob vergab Rick Adduono Richtung seines Torhüters. „Er hat gegen Köln perfekt das Spiel gelesen und war in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Oft hat er den Puck antizipiert und mit seiner Körpergröße den Kasten zugemacht.“

Die Verletztenliste ist gegenüber dem letzten Wochenende länger geworden, Diego Hofland ist dazugekommen, und bei Christoph Gawlik ist es fraglich, ob er auflaufen kann. Zumindest kann Justin Feser wieder mit Spezialtraining im Kraftraum an seinem Comeback arbeiten.

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