Trainer Fritzmeier hofft nach dem 4:7 gegen Mannheim in Ingolstadt am Dienstag auf weniger Gegentore.

Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier: „Komisches Spiel, komisches Ergebnis.“
Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier: „Komisches Spiel, komisches Ergebnis.“

Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier: „Komisches Spiel, komisches Ergebnis.“

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Pinguine-Trainer Franz-David Fritzmeier: „Komisches Spiel, komisches Ergebnis.“

Krefeld. Wenn es noch eines Nachweises bedurft hätte – der Meister aus Mannheim höchstselbst lieferte dazu Anschauungsunterricht. Bei aller Forschung nach Ursachen und Gründen für das tiefe sportliche Tal, durch das die Pinguine schwimmen, dokumentiert der Spielverlauf die Malaise. 1:0 geführt, 1:5 zurückgelegen, 4:5 herangekämpft und 4:7 verloren.

Der Mannschaft fehlt es schlicht an Qualität. Machte Mannheim ernst, war es um das Team von Trainer Franz David Fritzmeier geschehen, standen die Pinguine brav Spalier. Als etwa der Mannheimer Glen Metropolit, der vermutlich so viel verdient wie das Krefelder Trio Collins, Eriksson und Sofron zusammen, im ersten Drittel einmal nach rechts dann nach links angetäuscht – und schwupps Thomas Supis ins Leere laufenließ und alleine vor Torhüter Galbraith auftauchte. Da konnte der Däne noch parieren.

St. Pierre bleibt zu Hause, Fischer und Klein sind im Kader

Beim vierten Treffer war er chancenlos. Der 41-jährige Metropolit lief außen vom Tor weg Richtung blaue Linie, drehte sich schnell und war unterwegs zum Tor. Mark Hurtubise konnte nur konsterniert zuschauen, kam nicht hinterher. Metropolit passte quer – Scheibe im Tor versenkt.

Natürlich fehlten mit David Fischer und Nick St. Pierre die beiden Top-Verteidiger. Dafür funktionierte die Defensive noch ganz gut. Denn die Gegentreffer eins, drei und sechs waren allesamt Kontertore. Dazu Treffer fünf, als aus einem verlorenen Zweikampf im Mitteldrittel ein zwei auf eins wird. Der vierte Treffer geht auf Torhüter Patrick Galbraith.

Gleichwohl stimmte die Einstellung – die Pinguine waren nach dem 1:5 dem 5:5 näher als die Mannheimer dem 6:4. So kam es dann aber. Trainer Fritzmeier sagte am Montag mit ein bisschen Abstand: „Das war ein komisches Spiel, ein komisches Ergebnis und ein bisschen Spektakel für die Zuschauer.“

Durch die Ausfälle der Top-Verteidiger David Fischer und Nick St. Pierre hatte Scott Valentine sehr viel Eiszeit gegen Mannheim. Robin Weihager auch, der auch Verantwortung übernommen hat. Grundsätzlich reicht seine Leistung aber nicht für einen Lizenzplatz in der Abwehr.

Kyle Sonnenburg und Thomas Supis haben gegen Mannheim deutlich ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Für mehr als die Verteidigerposition fünf und sechs reicht das Leistungsniveau nicht. Kyle Sonnenburg hat jetzt -14 in der Plus-/Minuswertung – das bedeutet mit Jobke von Straubing den letzten Platz.

Yared Hagos und Andreas Driendl kassierten wieder zwei unnötigen Strafen im gegnerischen Drittel. Die von Driendl dazu in einer Drangphase nach dem 3:5, als die Zuschauer standen und die Pinguine einen sehr guten Wechsel hatten, dann aber die Strafe kam – und das Momentum, von dem Trainer Fritzmeier gerne spricht, wieder weg war.

Es ist und bleibt die Achillesferse der Mannschaft. Zwar machten die Pinguine das Tor bei fünf gegen drei, aber sie kassierten auch wieder eins. Womöglich wäre das Spiel anders gelaufen, wenn das 1:1 nicht so gefallen wäre.

Solider Auftritt des Teams – Mannheim konnte da nicht viel ausrichten. Alle drei Situationen wurden gut überstanden.

Der Pinguine-Tross bleibt in Ingolstadt, um Reisestrapazen auszuweichen, da am Freitag das Auswärtsspiel in München ansteht. Mittwoch, Donnerstag und Freitag trainiert das Team in Ingolstadt. Die Rückkehr aus München ist dann für den frühen Samstagmorgen vorgesehen.

Das Spiel der Pinguine am Dienstag in Ingolstadt können Sie bei uns im Internet ab 19 Uhr im Liveticker verfolgen unter: www.wz.de/home/sport/wz-liveticker

Viel Zeit sich mit Vergangenem zu beschäftigen, bleibt ihm ohnehin nicht. Am Montag reisten die Pinguine nach Ingolstadt an, wurden von weißer Pracht dort begrüßt. Fritzmeier: „Wir müssen stabiler defensiv stehen.“

Nick St. Pierre fällt weiter aus, ebenso wie Steve Hanusch. David Fischer machte die Reise mit, seine Einsatzchance bezifferte Fritzmeier mit 50:50. Torhüter Patrick Klein reist nach auskurierter Grippe am Dienstag nach. Im Tor stehen wird Patrick Galbraith.

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