Pinguine - München
Martin Schymainski erzielte den Ehrentreffer für die Krefeld Pinguine.

Martin Schymainski erzielte den Ehrentreffer für die Krefeld Pinguine.

Jochmann, Dirk (dj)

Martin Schymainski erzielte den Ehrentreffer für die Krefeld Pinguine.

Krefeld. Kein Tor in Überzahl, dazu den entscheidenden Gegentreffer mit einem Mann mehr auf dem Eis kassiert: Die Krefeld Pinguine haben aufgrund ihres schwachen Powerplays mit 1:2 gegen den EHC München verloren. In insgesamt zwölf Überzahlspielen sprang kein einziger Treffer heraus. Damit verharren die Krefelder nach der vierten Niederlage in Folge auf dem letzten Tabellenplatz.

Die Pinguine hatten sich nach der unglücklichen 2:4-Niederlage in Mannheim einiges für das Spiel gegen den Tabellenachten aus München vorgenommen und wollten die Niederlagenserie stoppen. Doch die Begegnung begann mit einer kalten Dusche für die Mannschaft von Franz-David Fritzmeier. Kein Abwehrspieler fühlte sich für Jason Jaffray zuständig, was der Münchener Torjäger eiskalt ausnutzte und zum 1:0 für die Gäste einschoss (4.). Das Spiel litt in den Folgeminuten unter der kleinlichen Regelauslegung der beiden Hauptschiedsrichter. Es kam kaum Spielfluss auf, viele Unterbrechungen prägten das Spiel. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Daniel Pietta, der den Puck im Tor wähnte und die Arme zum Torjubel schon hochgerissen hatte. Die Schiedsrichter bemühten den Videobewies, entschieden jedoch auf keinen Treffer, weil der Puck unter Torwart Danny aus den Birken lag (8.).

Herberts Vasiljevs scheiterte zum Auftakt des zweiten Drittels am Münchener Torwart (21.), wenig später bewahrte Tomas Duba sein Team vor einem höheren Rückstand, als er einen Alleingang von Tobias Wörle parierte (24.). München haderte oftmals mit den Entscheidungen der beiden Unparteiischen und forderte weitere Hinausstellungen gegen die Schwarz-Gelben. Der Frust beider Mannschaften entlud sich in der 34.Minute. Christian Kretschmann und Martin Schymainski setzten nach einem Schuss von Andreas Driendl nach, Maximilian Kastner und Jerome Samson stürzten sich sofort auf die beiden Krefelder und es entwicketle mehrere Auseinandersetzungen.

Fritzmeier: "Hätten das Spiel gewinnen müssen."

Als Kyle Sonnenburg angeschlagen im zweiten Drittel nicht weiter spielen konnte, standen Fritzmeier nur noch fünf Verteidiger und elf Stürmer zur Verfügung, da der Trainer wie bereits am vergangenen Freitag auf Stürmer Jeffrey Szwez verzichtete. Die Pinguine mühten sich zwar, doch die Münchener nutzten eine ihrer wenigen Chancen zum zweiten Treffer. Norman Hauner verlor an der Mittellinie den Puck, die Gäste konterten und Mads Christensen fälschte unhaltbar für Duba ab (49.).

Völlig überraschend fiel der Krefelder Anschlusstreffer. Martin Schymainski nutzte einen Fehler von Florian Kettemer und drosch die Scheibe zum Anschlusstreffer ins Netz (52.). Nach einem Foul an Robin Weihager hatten die Schwarz-Gelben mit einem fünfminütigen Überzahlspiel die große Chance die Begegnung noch auszugleichen, doch auch dieses letzte Powerplay ließen sie ungenutzt verstreichen. Enttäuscht war Trainer Fritzmeier nach Spielende: „Wir hatten heute so viele Überzahlgelegenheiten, da hätten wir das Spiel gewinnen müssen.“

Duba (Klein), Abwehr: Valentine, Fischer; Hanusch, Mebus; Supis, Sonnenburg, Sturm: Vasiljevs, Pietta, Collins; Kretschmann, Driendl, Schymainski; Weihager, Hagos, Meisinger; Hauner, Sofron

Schiedsrichter: Brill, Daniels, Zuschauer: 3 279

Tore: 0:1 (3:01) Jaffray (Wolf, Boyle), 0:2 (48:49) Christensen (Kahun, Kettemer - 4:5), 1:2 (51:16) Schymainski Strafen Krefeld 12 + 10 Kretschmann, München 27 + je 10 Christensen und Kastner + Spieldauer Samson

Mike Mieszkowski wurde vom Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga nach seinem Bandencheck am Freitag in Mannheim gegen Brent Raedeke für vier Spiele gesperrt – je zwei für das Vergehen und weil der Krefelder Wiederholungstäter ist. Er ist am 13. Dezember gegen Augsburg wieder spielberechtigt.

Das Spiel der Pinguine am Freitag in Iserlohn können Sie bei uns im Internet ab 19 Uhr im Liveticker verfolgen unter www.wz-krefeld.de

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