Die Krefelder setzen sich in Hannover mit 4:3 im Penaltyschießen durch. Herberts Vasiljevs erzielt den entscheidenden Treffer.

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Richard Pavlikovsky (r.) erzielt das 1:0 für die Pinguine.

Richard Pavlikovsky (r.) erzielt das 1:0 für die Pinguine.

Krefeld Pinguine

Hendrik Dahlfuss, Bild 1 von 2

Richard Pavlikovsky (r.) erzielt das 1:0 für die Pinguine.

Krefeld. Acht Sekunden haben den Krefeld Pinguine im Gastspiel bei den Hannover Scorpions gefehlt, um in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit dem Tabellenzweiten Grizzly Adams Wolfsburg gleichzuziehen. Doch dann traf Mitchell doch noch zum 3:3 für die Gastgeber. Die Mannen von Coach Rick Adduono mussten in die Verlängerung und wieder ins Penaltyschießen. Dort schoss Kapitän Herberts Vasiljevs die Gäste zum 4:3 (1:0, 0:2, 2:1, 0:0, 1:0)-Sieg und sicherte so wenigstens noch den Zusatzpunkt. Zudem ein kleines Geburtstagsgeschenk für Co-Trainer Reemt Pyka – er wurde 42 Jahre alt.

Dabei waren die Voraussetzungen so gut wie selten vor einem Gastspiel an der Leine. Die Pinguine auf Höhenflug, die Scorpions – nur ein Sieg aus elf Spielen – auf Talfahrt. Was sollte da schiefgehen? Doch die Scorpions hatten reagiert, in Tyler Moss einen neuen Goalie verpflichtet. Ungeachtet der Tatsache, dass der 35-Jährige keine Spielpraxis besitzt, schenkte Coach Toni Krinner ihm das Vertrauen und beorderte ihn ins Tor. Viel zu tun hatte Moss zunächst nicht, die Pinguine kamen selten vor seinen Kasten. Das endete sich erst im ersten Überzahlspiel für die Gäste, prompt musste Moss hinter sich greifen. Nach Pass von Herberts Vasiljevs markierte Richard Pavlikovsky das Führungstor für die Pinguine (7.).

Trotz der Führung bekommen die Pinguine die Partie nicht in den Griff

Doch auch nach diesem Treffer bekamen die Pinguine die Partie nieunter Kontrolle. Die Gastgeber wurden gefährlicher, erarbeiteten sich Torchancen. Konnte Roland Verwey, der wenige Sekunden vor Drittelende auf der Torlinie für Scott Langkow noch den Ausgleichstreffer verhindern, so stachen die Scorpions im Mittelabschnitt zweimal eiskalt zu. Zunächst war Herperger, als je ein Spieler auf beiden Seiten auf der Strafbank saß, zum 1:1 erfolgreich (28.), zehn Minuten später traf Vikingstad gar zum 2:1 für Hannover. Die Partie war erstmals gedreht, Adduono reagierte, mischte die Angriffsreihen durch.

Charlie Stephens brachte die Pinguine mit dem 2:2 (44.) zurück, Boris Blank markierte drei Minuten später die erneute Gäste-Führung. Und hätte Blank drei Minuten später nicht den Pfosten, sondern ins Tor getroffen, die Pinguine hätten die drei Punkte wohl sicher gehabt. Stattdessen nutzte Mitchell einen Patzer von Pavlikovsky acht Sekunden vor Drittelende noch zum 3:3. In der Verlängerung hatten die Pinguine Glück. Goc und Dzieduszycki trafen Latte bzw. Pfosten, Dolak schoss am leeren Tor vorbei.

Pinguine

Tor: Langkow (Kovacic); Abwehr: Pavlikovsky, Milo; Schopper, Akdag; Trepanier, Albers; Zerressen; Angriff: Blank, Pietta, Vasiljevs; Shvidki, Stephens, Milroy; Verwey, Kelly, Hager; Endraß, Driendl, Tepper; Riefers

Zuschauer: 3103


Tore: 0:1 (6:47) Pavlikovsky (Vasiljevs, Blank/5-4), 1:1 (27:38) Herperger (Goc, Dzieduszycki), 2:1 (37:08) Vikingstad (Köppchen, Kathan), 2:2 (43:01) Stephens (Tepper, Endraß), 2:3 (46:08) Blank (Pietta, Vasiljevs), 3:3 (59:52) Mitchell (6-5)

Penalty: Vasiljevs
Strafzeiten: Scorpions: 12; Pinguine: 16
 

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