Der Coach der Pinguine muss vor der Partie gegen seinen Ex-Klub Nürnberg die Reihen umstellen.

Krefeld. Benedikt Schopper kam am Freitagmorgen auf Krücken in den König-Palast, verfolgte ein bisschen wehmütig das Training seiner Kameraden. Der Verteidiger ist der große Pechvogel im Team der Krefeld Pinguine. Bereits in der dritten Saison in Folge muss der 24-Jährige eine längere Zwangspause einlegen. Im September 2007 setzte ihn einen Zehenbruch - erlitten in einem Spiel in Nürnberg - außer Gefecht. In der vergangenen Saison zwang ihn eine schwere Knöchelverletzung lange zum Zuschauen.

"Ich hab die Seuche", sagt Schopper, der nun aufgrund einer Knieverletzung nicht einsatzfähig ist. Drei Wochen lang darf er das Knie überhaupt nicht belasten. Es dürfte als gut eineinhalb Monate dauern, bis der Verteidiger wieder einsatzfähig ist.

Bei Teamkollege Dusan Milo dauert es entschieden länger. "Vielleicht schafft er es ja bis zur Olympia-Pause im Februar", sagt der Sportliche Leiter Jiri Ehrenberger, der derzeit auf der Suche nach einer Verstärkung ist. Ein erfahrener Defensivspieler mit Europa-Erfahrung, steht auf seinem Wunschzettel. Dabei hofft er, eventuell schon in der kommenden Woche einen neuen Abwehrspieler verpflichten zu können.

Am Sonntag, 18.30 Uhr, muss Trainer Martin Jiranek im Duell mit seinem Ex-Klub, den Nürnberg Ice Tigers, noch mit dem vorhandenen Personal auskommen und die Abwehrreihen zwangsläufig umstellen. Sinan Akdag vertritt Milo in der Reihe mit Richard Pavlikovky, Sebastian Schwarz rückt an die Seite von Allan Rourke, Jim Fahey soll abwechselnd mit Joel Keussen oder Jan-Niklas Pietsch den dritten Abwehrblock stellen.

Für Jiranek kommt es auf einen guten Start gegen die Ice Tigers an

Trotz der beiden schweren Verletzungen ist die Stimmung im Lager der Pinguine gut. "Die Jungs sind gut drauf", sagt Trainer Jiranek, der nur eine Sorge hat. "In der Kabine wird mir zu viel darüber geredet, ob jetzt dieser oder jener Spieler verpflichtet wird. Da gerät das Spiel gegen Nürnberg zu sehr in den Hintergrund", so der Coach. Der sofort gegensteuerte. "Ich wurde ein bisschen unbequem, denn ich will einen guten Start gegen Nürnberg. Meine größte Sorge sind die ersten zehn Minuten. Wir müssen versuchen, sofort ins Spiel zu kommen", sagt der Trainer, der befürchtet, dass seine Mannschaft aufgrund des spielfreien Freitags aus dem Rhythmus kommen könnte. Das dürfe man sich nicht erlauben, denn "gegen Nürnberg, das wird ein hartes Spiel."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer